Ausbildung zum Vocalcoach: Azubi-Blog Teil 4/6 – 02.08 – 04.08.2019

Ausbildung zum Vocalcoach: Azubi-Blog Teil 4/6 – 02.08 – 04.08.2019

Ausbildung zum Certified POWERVOICE Vocalcoach

Ausbildungseinheit 4/6 vom 02.08. – 04.08.2019

Willkommen zum 4/6 Teil unserer Ausbildung zum Vocalcoach

TIPP: Am Ende des Blogs findet ihr unser Video-Tagebuch.

Ausbildung zum Vocalcoach, Tag 1

„Sie nähern sich dem Ziel“

…sagt mein Navi und ich frage mich, woher die Frau im Cockpit weiß, dass wir mit Riesenschritten in die zweite Hälfte der Ausbildung zum Vocalcoach marschieren. Es ist August und wir starten in die 4. Ausbildungseinheit. Das Ende ist in Sicht und die Lage wird ernst(er).

Marion und Andrés hatten ja schon Andeutungen gemacht im Juli. Wir wussten, wir müssen in dieser Einheit einen Workshop halten, es sollte so etwas wie eine Art Vorgeschmack auf die praktischen Prüfungen werden.  Die Hoffnung, dass wir noch einen Tag Schonfrist haben würden, wurde nicht erfüllt. Friday was the day!  Acht Zettel, acht Aufgaben, jeder zieht einen Zettel und muss sich mit seinem Thema beschäftigen. Zum Beispiel Probanden unterrichten oder in einem Workshop über ein Thema referieren. Wir bekamen vier Probanden, die sich bereit erklärt hatten, uns für unsere Aufgaben zur Verfügung zu stehen. Theda und Mike kannten wir schon von diversen Auftritten bei der MUSIC NIGHT, auch Emily hatten wir schon gesehen und gehört. Maya war zum ersten Mal bei uns. Wir fragten alle nacheinander erst einmal aus, wir wollten ja wissen, wer unsere Probanden sind. Und dann wollten wir sie natürlich auch hören!

Wir hatten definitiv keine Anfänger vor uns, sondern Probanden mit Singer/Songwriter Background oder abgeschlossener Sängerausbildung und/oder Coachausbildung, was die Sache nicht einfacher machte.  Ich fühle mich wie eine kleine Dorfmannschaft die beim DFB Pokal auf den FC Bayern München trifft, als ich über das Thema Kehlkopf reden soll, vor mir vier Probanden, links die ganze Azubitruppe und rechts die strengen Augen und Ohren von Marion und Andrés. Mein Blackout ist, nachdem Andrés mich dreimal unterbrochen hat weil ich Mist von mir gebe, vollständig. Bleibt zu hoffen, dass ich bis Oktober in der Bundesliga angekommen bin sonst bleibt die Champagnerflasche, die schon im Keller steht und wartet, ungeöffnet, weil ich durchgefallen bin. Wir werden sehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.  Offenbar habe ich den Begriff „Workshop“ fehlinterpretiert. Es geht gar nicht darum, die ganze Theorie zu vermitteln und ein paar praktische Beispiele zu machen, sondern mehr praktische Übungen, die die Theorie erklären. „Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse“ lässt Saint Exupéry den kleinen Prinzen im gleichnamigen Buch sagen.  Er hat ja so Recht. Aber ich bin ja auch im Ausland, quasi. Katrin hat „Atmung“ gezogen, Stefie „Kopf- und Resonanzräume“. Die beiden machen ihre Sache besser als ich, aber auch sie bringen nicht genug Praxisbeispiele. Andere haben mehr Losglück, und dürfen ungestört die Probanden unterrichten.

Ausbildung zum Vocalcoach, Tag 2

„Mein Mischpult, das unbekannte Wesen“

Am Samstag wurden wir jetzt ausführlich in die Geheimnisse der bunten Regler und kleinen Tasten eingeführt und ich hatte einige Aha-Momente. Einiges hatte ich intuitiv richtig gemacht, aber es gab vieles, was ich nach Andrés Erklärungen erst verstanden habe. Es war sehr spannend! (Und bei der ersten Probe mit meiner Band nach dieser Unterrichtseinheit habe ich die Jungs damit überrascht, dass ich jetzt weiß, was die bunten Knöpfe bedeuten und wie man damit den Sound verändert) Wir haben gelernt, welche Stecker es gibt und wofür sie genutzt werden. Danach haben wir in drei Räumen an den verschiedenen Anlagen ausprobiert, welche Auswirkungen es hat, wenn man z.B. Höhen oder Bässe wegdreht oder verschiedene Effekte einstellt. Um das große Mischpult im Unterrichtsraum zu bedienen, braucht es aber schon mehr Routine als wir sie haben, so viele Kabel und Knöpfe…puh! Die Ausbildung zum Certified POWERVOICE Vocalcoach ist äußerst vielseitig, wie ihr seht. Und neben der Technik wird Andrés nicht müde, uns immer wieder einen seiner Leitsätze am eigenen Leib ausprobieren zu lassen:

Ein guter Coach ist auch ein guter Entertainer!

Die Umsetzung folgte direkt im Anschluss und am Ende des Vormittags kam dann Andrés Überraschungs-Ei für die MUSIC NIGHT: 2 Gruppen, 2 Rockopern. Wegen der Hochzeit ihrer besten Freundin konnte Lena nicht dabei sein, so waren wir in einer Gruppe zu dritt, in der anderen zu viert. Die 3er Gruppe hatte folgende Aufgabe: Eine zerstrittene Girlieband gibt eine Pressekonferenz mit Gesangseinlagen. Die 4er Gruppe hatte die Aufgabe, eine Castingshow darzustellen. Der Untertitel der Aufgabe kam via facebookpost in unsere geheime CIA-Gruppe:

Thema Rockoper:

Denkt daran: je unterhaltsame, desto mehr Stimmung! Der Kurzdistanzbeamer kann als Kulisse mitwirken!!!! Auch Studiosprecheinlagen sind machbar! Fragen?

Viel Spaaaaaaaß!

Ich empfinde Andrés als Vorsitzenden des Clubs der subtilen Druckaufbauer! Wir haben also an einer Story gehirnt, unsere Charaktere überlegt, Fotos für eine Hintergrunddiashow gemacht, sind in die Airbnb-Unterkunft gerast und haben das Laptop geholt, Fotos überspielt, den Beamer ausprobiert, ob das auch alles so funktioniert wie gedacht, und natürlich unsere Songs und unsere Show geübt. Und unsere unfassbar professionelle hochkomplizierte Choreo einstudiert! Die andere Gruppe war auch nicht faul und hat sich einiges einfallen lassen. Ich sage nur: Weltfrieden! Gucci! Wir haben uns weggelacht! Schaut euch das Videotagebuch an! Es waren zwei grandiose Mini-Shows und wir hatten mächtig Spaß!

Ausbildung zum Vocalcoach, Tag 3

„Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung“

Sonntag, moinsen. Um 11 Uhr saßen wir pünktlich auf unseren Stühlen. In unseren Träumen war alles gut und wir hatten eine super Show abgeliefert, aber was sagt die Videoanalyse? Neben ganz viel Lob kamen auch einige Defizite zum Vorschein: Zu viele Längen, teilweise keine Kommunikation mit dem Publikum, unklare Abläufe. Ich finde, dass wir das für die Kürze der Zeit ganz gut gemacht haben, nicht perfekt, aber sehr unterhaltsam! Aber es wäre ja auch langweilig, wenn wir schon perfekt wären. Die Analyse der Gesangsnummern war ebenso durchwachsen. Ich habe zum ersten Mal meine fehlende Gesichtsspannung beobachtet und fand es schrecklich. Es ist unglaublich, was man alles sieht mittlerweile, weil man jetzt weiß, worauf man achten muss und was passiert, wenn man es nicht macht. Ich fand, ich sehe gruselig aus, meine Handbewegungen sind furchtbar – neuerdings steht ein Spiegel in meinem Proberaum. Auch wenn ich mich fühle wie Frankensteins Monster muss ich doch hinschauen und daran arbeiten, hilft ja nichts. Die Ausbildung zum Certified POWERVOICE Vocalcoach ist anspruchsvoll und nach dieser 4. Einheit sehen wir alle Dinge bei uns und den anderen, die wir vor drei Monaten nicht wahrgenommen haben. Das ist schon faszinierend, Natürlich gibt es noch unglaublich viel zu lernen und sicher wird man nie fertig sein sondern lebenslang lernen, aber wir haben schon einen großen Schritt gemacht in der doch kurzen Zeit.

Nach der Videoanalyse haben wir uns wieder in zwei Gruppen aufgeteilt und uns mit
A) der Entstehung eines Trainingstones und
B) Konsonatentraining und Vokaltraining beschäftigt.

Wichtig auch hier wieder: viele, viele praktische Übungen zum Thema sammeln!

Die erstaunliche Auswirkung einer guten Gesichtsspannung auf den Ton ist immer wieder wie ein Wunder, und wenn man den gleichen Ton völlig spannungslos singt, dann ist der Unterschied so deutlich hörbar. Ich habe festgestellt, dass ich immer alles mit Lautstärke gemacht habe, jetzt achte ich auf die Spannung und paradoxerweise singe ich dann so entspannt wie nie zuvor. Es gibt so viele hilfreiche Kompensationen, Körperhaltungen oder Bilder, die man sich vorstellen kann, die helfen, den kernigen, geilen Ton zu produzieren. Der ganze Körper wird einbezogen, häufig geht es auch nur darum die Festplatte im Kopf auszutricksen … Eines ist jedoch klar: es fällt dir nicht in den Schoß. Neu Erlerntes muss wiederholt werden, körperlich erfahren werden, denn dein Instrument ist dein Körper. Singen ist Spüren, fühlen. Es geht unter die Haut, sprichwörtlich. Man muss Dinge wieder und wieder tun, bis sie verinnerlicht sind. Das Schöne ist jedoch: die POWERVOICE-Methode funktioniert. Und wenn man es macht, wie es gelehrt wird, dann hört man die Veränderung und der Erfolg motiviert dazu, weiterzumachen, weiter zu Üben. Auch wenn es oft kleine Schritte sind, vielleicht ist es manchmal nur ein Ton, der richtig geil war, aber wenn man verstanden hat, wie man DIESEN Ton produziert hat, dann kann man es auf andere Töne adaptieren. Ich bin 58, ich lerne langsamer, als es mir lieb ist, aber selbst ich komme so langsam dahinter …

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Video Tagebuch der Ausbildung zum Vocalcoach Teil 4/6

Und auch heute schließe ich mit einem Bonmot von Andrés Balhorn:

„Bei allem im Leben solltet ihr eine Intention haben. Ihr sollt wissen, was ihr wollt. Ihr sollt sagen, was ihr wollt. Dann werden euch eure Schüler respektieren.“

In diesem Sinne, CU,

Eure Carmen

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Carmen Ginger

Vocalcoach in Ausbildung bei POWERVOICE
Carmen Gaehr Selbständig, Mama, Katzendienstbote, kleine Hausfrau, Bloggerin und jetzt auch CIA (Coach in Ausbildung). Hallo, mein Name ist Carmen. Musik war immer irgendwie in meinem Leben, Schulchor, Gesangsausbildung, Bands von Rock über Jazz und Pop bis zur Big-Band und sogar Kirchenchor, ich habe mich gründlich ausprobiert! Jetzt bin ich 58 und werde meinem Leben, nicht zum ersten Mal, eine neue Richtung geben. Im Februar 2019 ist die Entscheidung gefallen, ich möchte als Vocalcoach arbeiten! Auf der Suche nach einer Ausbildungsmöglichkeit, schlug mir Herr Google „POWERVOICE“ vor. Ich war schnell überzeugt, von Andrés Balhorn und seiner POWERVOICE-Methode, und nach dem ersten Telefonat mit Marion Bressler wusste ich, das passt! Es ist eine echte Herausforderung, die Ausbildung neben Full-Time-Job und Familie unterzubringen, aber es ist das Beste, was ich je in meinem Leben gemacht habe. Ab sofort berichte ich euch als CIA-Blogger von unserer Ausbildung zum Certified POWERVOICE-Coach, stay tuned!

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