Ausbildung zum Vocalcoach: Azubi-Blog Teil 5/6 – 01.03. – 03.03.2019

Ausbildung zum Vocalcoach: Azubi-Blog Teil 5/6 – 01.03. – 03.03.2019

Ausbildung zum Certified POWERVOICE Vocalcoach

Ausbildungseinheit 5/6 vom 01.0.3 – 03.03.2019

Willkommen zum 5/6 Teil unserer Ausbildung zum Vocalcoach

TIPP: Am Ende des Blogs findet ihr unser Video-Tagebuch.

ein liebes Hallo zum Blog der füüüünften Einheit der POWERVOICE Vocalcoach Ausbildung. Alleine das zu schreiben verursacht ein melancholisches Gefühl, denn nach dieser Einheit gibt es nur noch die einwöchige, LETZTE Einheit, verbunden mit den praktischen Prüfungen und dem Mega-Abschluss-Konzert in der ersten Aprilwoche.

Und so war unsere fünfte Einheit auch von viel Emotionalität, Weinen und Lachen, geprägt. Aber von vorn. Wie immer reiste ich am Donnerstagnachmittag in der schönen Lüneburger Heide an. Und wie Ihr ja bereits aus all unseren Instagram-Stories wisst, bin ich die Streberin Numero uno. Und dem musste ich natürlich auch dieses Mal wieder gerecht werden und hab bei Andrés und Marion am Abend noch Einzelunterricht gebucht.

Da ich in all den vergangenen Monaten und somit unserer Ausbildung zum Vocalcoach sooo unendlich viel über meine eigene Stimme gelernt habe, wollte ich das nun doch noch ganz persönlich vertiefen. Also auf zur Academy und auf die Stage ….

Wie immer singe ich vor Andrés und Marion nie so locker vom Fleck weg, wie das eigentlich bei meinen Auftritten der Fall ist. Woher das wohl kommt 😉 Ja, genau, da sitzt einer, der genau hört und sieht, wie Du singst, der kein Blatt vor den Mund nimmt und schon gleich gar nicht sagen würde: „Wow, Du singst aber „schön“!“ Ich habe seit der ersten Ausbildungseinheit das Wort „schön“ bei Analysen meiner Schüler komplett gestrichen, auch wenn es immer noch schwer fällt so differenziert zu analysieren wie unser Guru Andrés das macht. Himmel, wären wir alle doch schon so weit und hätten keine Ängste und Hemmungen mehr! Aber … wir lernen ja Stück für Stück und wissen, dass diese jahrzehntelange Erfahrung nicht in einem halben Jahr unser Stand sein kann. Zum Glück weiß Andrés das auch!

Zu meiner Unterrichtseinheit bei den beiden kann ich nur sagen, wie gut es tat, wie hammermässigoberkrass es war erneut viel zu erkennen, Hilfestellungen zu bekommen.

Es ist unglaublich, dass man sofort etwas umsetzen kann, wenn man ganz klar formuliert bekommt, was man ändern kann. Das Ursache/ Wirkung Prinzip. Und die Wirkung war einfach gleich da. Klar muss ich noch ne Menge üben, damit es bleiben kann. Andrés nennt es „die Kunst der Wiederholbarkeit“. Trotzdem, der Effekt in zwei Stunden Fortschritte zu spüren oder wahrzunehmen, bzw. auch zu wissen WAS und WIE geübt werden kann ist einfach unfassbar. DANKE erneut von ganzem Herzen lieber Andrés, liebe Marion für dieses unvergessliche Coaching.

Geflasht, mit erneut viel Input und einem glücklichen Gefühl fiel ich dann am Donnerstagabend ins Bett. Und dann war da schon der Freitag, an dem wir uns alle wiedersehen sollten, bis auf unsere liebe Andrea, die weit im Voraus gebuchte Termine hatte und an dem Faschingswochenende durchpowerte und jeden Tag auf der Bühne stand. Wir haben aber mega doll an sie gedacht und in Gedanken war sie immer bei uns!

Und dann hatte sich das Rudel wieder. Unser Ritual der Megaknuddeldrückwiedersehensfreude kennt Ihr ja schon. Es ist schon wie heimkommen, einfach herzlich. Dann saßen wir wieder in unserem „Stuhlkreis“ (was für ein bescheuertes Wort) und Andrés erzählte uns etwas von Konsonanten, Explosivlauten, Fließlauten und vielem mehr! Hier kommt alles wieder zum Einsatz was wir so brauchen: Lippen, Gaumen, Zunge, Kiefer. Wir sollen den Konsonant „hart abgreifen“ und dann „weich lösen“. Wir gingen die Konsonanten durch, wo werden sie geformt bzw. mit was. Beispiele: Ein „b“ mit den Lippen, ein „D“ mit Zunge und Gaumen.

Das wird einem ja erst mal so richtig bewusst, wenn man das hört und natürlich auch selbst ausprobiert. So begreift man schon um einiges mehr und wie Ihr seht, auch noch in der fünften Einheit, lernen wir so viel Wertvolles und Wichtiges dazu, DAS alles wirkt sich aus auf unseren Gesang, und ist elementar wichtig für unsere POWERVOICE und die unserer Schüler. Viele denken, dass wir nur lernen mit Power zu singen, dabei habe ich es in noch keiner Methode kennengelernt, dass jeder seinen eigenen Charakter behalten darf, im Gegenteil, hier erhält jeder seinen einzigartigen Charakter und Chance ihn noch mehr zu prägen und auszubauen. In der Klassik gibt es keinen harten Toneinsatz, da die Stimmlippen dort eingeschwungen werden! Ein harter Toneinsatz muss durch Vorspannung vorbereitet werden, sonst ist gibt es keine Ökonomie. Und wenn Andrés, der klassischen Gesang beherrscht uns die unterschiedlichen Methoden vor Augen und Ohren führt, dann gehen uns immer mehr Lichter auf, das ist Wahnsinn. Von mir aus könnte die Ausbildung noch Jahre gehen …

Singen heißt eine stehende Luftsäule aufrecht zu erhalten, die immer erst bei der Atmung unterbrochen wird. Wir dürfen beim Singen die Artikulation nicht unterbrechen, so wie beim Sprechen!

Beispiel hierfür war auch eine Textzeile:

„Can not hear – wenn wir das so singen wie es hier steht und zwar mit den Beispieltönen C´, D´und E´, dann würden wir nach jeder Silbe unsere Artikulation unterbrechen oder die Töne hochschleifen. Daher setzen wir den letzten Konsonanten nicht an die Silbe zu der er gehört, sondern an die nächste Silbe, also: „Ca (C´) – nno (D´) – thear (E´) – unglaublich wie krass anders und galanter das dann klingt!

Mich flasht das nach wie vor, besonders wertvoll ist einfach, dass wir alles praktisch erklärt bekommen, Andrés hat einfach die wundervolle Gabe, alles, wirklich ALLES, so erklären und vorzumachen zu können, dass es ganz deutlich ist und sich festigt.

Habe ich schon erwähnt, dass diese Ausbildung der Jackpot für mich ist?! 

Tja, und dann kam Rolf … Wir müssen ja nach wie vor üben, üben, üben! Üben am Objekt sozusagen. Und Rolf hat sich zur Verfügung gestellt. Hier ein mega Dankeschön an Dich, lieber Rolf. Du bist eine Granate! Da er für einen kleinen Auftritt üben wollte, haben wir ihn singen lassen. Und zwar 13 Songs am Stück. Wir konnten so zu den Songs uns Notizen machen, aber auch einfach genießen und mitsingen und mitgrooven.

Danach haben wir natürlich unsere heiß geliebte Analyse gemacht. Wir freuen uns ja immer so darauf in eigenen Worten zu beschreiben, was wir hören und sehen. Ich bin gespannt wann uns das einfach so von den Lippen geht, ohne nachzudenken. Ja ich weiß (lieber Andrés), wir sind immer noch in der Lernphase und mit noch mehr Praxis soll/wird es kommen! Es war auf jeden Fall eine wunderbare Zeit mit Rolf und wir verpflichteten ihn gleich, dass er dann zur Open Stage kommen muss!!!! (Und das hat er auch wahr gemacht, obwohl er Termine hatte.) Respekt, lieber Rolf!

Nach der Mittagspause saßen wir dann erneut in unserem Lieblingsstuhlkreis und durften erzählen, wie es uns denn zuhause so erging, was wir erlebten mit unseren Schülern, was war schwierig, was war gut oder was für Erfahrungen haben wir einfach gemacht.

Ein wichtiger Satz hat uns Andrés mitgegeben „Jeden Schüler müssen wir da abholen, wo er steht. Also sein Ist-Status.“ Es bringt nichts alles anzuwenden was wir jetzt so gelernt haben und das nach Schema F. Guter, effizienter Unterricht ist ganz individuell und so müssen wir einfach bei jedem Schüler wahrnehmen, was er gerade braucht. Uiuiuiuiui – man kann sich in der Ausbildung zum Vocalcoach NIE ausruhen, aber das will von uns auch keiner. Wir sind alle völlig LERNGEIL!

Wir haben dann gleich weitergemacht und zwar mit unserem Austria-Girl Lina. Lina möchte einfach nach wie vor ihre Bruststimme ausbauen, in der Bruststimme singen, sie hat bisher viel im Bereich Klassik und Musical gesungen und dass ist ein himmelweiter Unterschied. Jetzt waren wir also gefordert, wie können wir ihr helfen noch besser voran zu kommen? Wieder kam die Stange zum Einsatz, damit sie ihren „Biss“ verbessert bzw. spürt. Und, na, auf welchen Ton bzw. Vokal??? Genauuuu, auf „ääää“

“äääää“, wie Günther!“ sagte Andrés immer. Irgendwie heißt Günther wohl noch Erwin und kommt aus dem Ruhrpott. Wenn seine Mutter ihn ruft klingt das so: Äääärwin, komma bei die Mutta. Ich glaube daher kommt das „äää“, aber sicher bin ich mir nicht.

Durch seine Sprüche lockert Andrés jedenfalls unsere Synapsen und Muskeln, besonders im Gesicht, das sich von „Wie geht das bloß“ in ein Lachen verwandeln und das tut so gut.

Rambomethode haben wir ebenfalls ausprobiert mit Lina und dann doch glatt die Atemübung im Liegen mit Gewichten auf ihrem Bauch! Wuaaah. Wichtig ist, dass man die Beine anwinkelt, und dass wir es auch immer unserem Schüler vormachen!!! Und noch wichtiger! Wir müssen als Coach immer sagen, was wir wollen! Auf den Punkt kommen und den Schüler richtig anweisen. Das hilft. Sonst sind hier mehr Fragezeichen und Unsicherheiten, die wir ja nicht so wollen.

Gefühlte 12 Stunden später war unser Linchen dann erlöst. Ja, sie war noch an einem Stück und sie hat sich dann auch gut erholt. Sie hat jetzt ne Menge zu üben, die Gute!

Dann hatten wir nochmals Besuuuuch und zwar von Tanja. Tanja kennt Ihr ganz sicher. Sie macht jetzt gerade die Sänger-Ausbildung und zuvor hat sie bereits die Ausbildung zum Vocalcoach gemacht. Und am 23.3. eröffnet sie ihre Color-your-voice-Schule, was wir hammermäßig genial finden. Aber jetzt war sie sozusagen als Schüler da und wir durften mit ihr arbeiten.

Und zwar hat sie uns „Your song“ von Elton John mitgebracht, den sie auch für die Sängerausbildung einstudieren soll/muss/darf.

Hier haben wir erneut von Andrés wertvolle Tipps und Tricks auf den Weg mitbekommen. Zu allererst sollte man sich immer das Original anhören. Dann haben wir immer kurze Sinneinheiten gehört, maximal 10 Sekunden, 5, 6 Mal, ohne mitzusingen. Erst wenn Tanja das Gefühl hatte die Passage genauso zu können, dann hat sie es erst acapella gesungen und dann zum Playback. Erst mit dieser „Stück-für-Stück“-Technik fällt ins allen auf, wie Elton John phrasiert und aus einem „Schlager“ wir plötzlich ein völlig interessanter Song. Jetzt haben wir alle noch viel größeren Respekt vor Sir Elton John, der ja eigentlich ganz anders heißt, nämlich Reginald Kenneth Dwight, aber Elton John hört sich irgendwie knackiger an … 

Zurück zu Tanja: Das alles ist Arbeit, aber effektive. Es lohnt sich einen Song so drauf zu schaffen, denn dann sitzt er und man vergisst das Erlernte nie wieder! Bei Elton Johns Your Song ist mir das dann auch sehr bewusst geworden, wie wertvoll es ist, sich den Song ganz genau anzuhören. Erst jetzt bekam genau dieser Song für mich eine tiefere Bedeutung und die Stimme ihren Ausdruck. Hammer sag ich Euch! Ich will nur noch so arbeiten. 

Auch war zu Anfangs Tanja sehr unsicher, weil für sie der Song zu tief war, ihrer Meinung nach. Nachdem wir so wie oben genannt daran arbeiten, war er auf einmal nicht mehr zu tief und wir mussten nicht transponieren, denn jetzt, da sie in den Song eintauchen konnte sang sie ihn mit wesentlich weniger Energie und dann passte das Original … Krass, oder?

Was für ein grandioser Tag und es war wieder alles dabei! Wiederholungen, Neues, Krasses, Wunderbares. Doch es schwang auch immer etwas Melancholie mit, denn es wird einem bewusst, dass wir uns in der 5. Einheit befinden und wir haben nur 6. Können wir eigentlich „sitzen bleiben“ und einfach nochmal ´ne Runde drehen??? Träumen darf man ja mal, gell?!

Ebenso war an dem Abend aber auch Nervosität angesagt. Nachdem wir unsere zwei Schnuckis Andrés und Marion gebührend verabschiedet haben, stürmten wir die Pizzeria im Ort, die wir schon den Monat zuvor besucht haben.  Da kamen dann doch noch ein paar Fragen zur schriftlichen Prüfung auf und da war er wieder, unser feuchter Freund:  Angstschweiß … Jaaa, genau, Ihr lest richtig. Die schriftliche Prüfung wurde in der 5. Einheit geschrieben und auch noch morgen.

Die schriftliche Abschlussprüfung Anatomie und Physiologie der Stimme

Uns war mulmig, aber wir stärkten uns gegenseitig und so wurde es dann wieder Tag in Jesteburg und es war Samstag.

Dieser Tag war nicht nur aufgrund der Prüfung sehr emotional. Unsere liebe Barbara hatte es an diesem Tag sehr schwer, denn es gab einen Trauerfall in ihrer Familie und das hat sie just an dem Morgen erfahren auch wenn sie bereits wusste, dass es nicht gut um ihre Verwandte steht. Das ist absolut nichts, was man so mal kurz auf die Seite stellen kann. Hier bewies sich aber einmal mehr, wie wir zusammengewachsen sind und aus welch wunderbaren Menschen der Rudel besteht, denn unser aller Mitgefühl und die selbstverständliche Anteilnahme war ein kleiner Trost und ein wenigstens kurzfristiges Auffangen, so beschloss unsere Barbaray die Prüfung mitschreiben. RESPEKT!!!

Alle waren danach platt aber froh, dass wir das nun als erste „Hürde“ geschafft haben.

Nachdem wir alle etwas durchgeatmet haben, nahmen wir nochmal eine Workshop-bzw. Unterrichtssituation durch. Uuund unser Opfer war die liebe Leni. Sie durfte die Schülerin mimen und wir waren die Coaches. So haben wir nochmals vieles wiederholt und mit Hilfe von Andrés in die richtige Richtung gebracht. Ich frage mich immer wieder, wie wir das ohne ihn meistern sollen, auch wenn ich seine Antwort weiß. Praxis, Praxis, Praxis … 

Wir können nicht erwarten in einem halben Jahr seinen Erfahrungsstand zu haben. Ja, aber ganz ehrlich gehört dazu noch mehr. Und das erleben wir einfach jedes Mal, seine Art und Weise, seine so exakte und absolut verständlichen Erklärungen, sein Humor und sein großes Herz für uns alle, das alles macht es komplett.

Gerade, da ich mir das nochmal durchlese, was ich so geschrieben habe, dann kann man schon denken, dass ich in Andrés verschossen bin, aber ich kann euch beruhigen, ich bin nur in seine Erfahrung verschossen, will ja keinen Ärger mit Marion bekommen. Das gilt natürlich auch für unsere Rudelmama Marion. Sie sind beide unsere Vorbilder. Auch wenn wir unseren eigenen Weg finden müssen, wenn uns dann unsere Rudeleltern einfach aus dem Nest kicken, haben wir bei den Besten gelernt. Ja, es trieft mal wieder aus allen Poren und die beiden haben jetzt heiße Ohren. Sorry Ihr Zwei, aber da müsst Ihr durch. Ihr macht uns schließlich glücklicher und das muss gesagt werden!!!

Was ich aber großartig finde ist das Angebot, dass wir die beiden auch nach der Ausbildung jederzeit anschreiben, anrufen können, oder auch Videos von unseren Schülern senden können. Das gibt uns allen eine gewisse Sicherheit!

Nun zurück zur Leni…Wir haben gefragt was sie denn so erreichen möchte, was ihr großer Traum ist, was ihre Schwächen sind, bzw. sie meint was ihre Schwächen sind, an was sie arbeiten möchte. Vertrauen schaffen! Auch den Probanden fragen, ob er Fragen hat! Ganz wichtig, sagt Andrés. Dann haben wir unser „süßes Mädchen“ singen lassen. Wie Ihr bereits erahnen könnt, daaann kam die Analyse. Feedback geben! Und was tut mal als Allererstes?? Richtig: Loben!!! Auf die Stärken eingehen. Und nochmals sehr wichtig: Nicht um den heißen Brei reden! Sondern auf den Punkt kommen! Was nach wie vor nicht so gelingt – da müssen wir echt noch dran arbeiten.

Leni, du hast so viel an Stärken gewonnen, du bist so viel lockerer geworden und dein Gesang bekommt richtig Ecken und Kanten und ist – sorry, bitte – nicht mehr so langweilig. Du wirst sicherlich nochmal richtig abrocken, wenn das so schnell bei dir weitergeht! RESPEKT!!!

Danach haben wir an dieser Stelle einen Break gemacht. Ein kleines Mittagspäuschen war wichtig und richtig. Leider, oh ja, schweren Herzens, musste meine Wenigkeit sich aber dann von dem Haufen verabschieden. Denn ich hatte am Sonntag früh einen Solo-Auftritt und musste daher am Samstag zurückfahren, sonst würde mir das zeitlich nicht reichen.

Alles andere als einfach für mich, weil ich doch gerne auch bei der Open Stage dabei gewesen wäre, und natürlich auch am Sonntag. Aber es gibt Auftritte, die sind besonders wichtig und wenn man von der Musik lebt, dann muss man manchmal so entscheiden. Marion und Andrés haben uns allen vor der Ausbildung mitgeteilt, dass solche Auftritte zum Beruf dazugehören und sie vollstes Verständnis für diese Entscheidungen haben. Und das Tollste ist, dass in dem Fall alles Verpasste mitgeschrieben und mitgefilmt wird, also die wichtigen Dinge …

Nun übernimmt Mike das Zepter für die restliche Zeit der 5. Einheit und ich sage Bye bye und wir sehen und lesen uns im April! Ich hoffe, ich sehe einige von Euch Blogleser/innen bei unserem Abschluss-Konzert im neuen Zuhause von Andrés und Marion, dem Rocklantic!

Bis dahin singt, macht Musik, seid glücklich!!!

Eure Sandy

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Computerlogbuch #5-1.03-3.02.2019.B (Start Eintrag Mike)

Samstag-Nachmittag hatten wir Deppen es dann tatsächlich geschafft den Zentral-Rechner von Andrés (das Teil, welches die Open-Stage-Technik steuert) zu zerlegen.
Wer war das? Wir doch nicht, wir haben wirklich NUR die Setlist für heute Abend eingegeben. Aber in dem Moment muss ein unbekannter Eindringling wohl das Internet abgeschaltet, bei offenem Fenster die Windowsrecovery-Taste gedrückt und die Stromversorgung umgepolt haben. Technikprobleme, wie sie vor und auf jeder Life-Veranstaltung immer wieder vorkommen werden. Eine gute Übung also im Ruhe bewahren und die richtigen Leute die richtigen Dinge tun zu lassen.

Während Andrés also seinen Laptop liebevoll restaurierte hat die Crew überlegt, wie sie der inzwischen gestellten Aufgabe, heute Abend ist keine/r je allein auf der Bühne – überlegt Euch für Euren Open-Stage-Auftritt ein Bühnenprogramm mit mindestens einem oder besser, mehreren Partnern gerecht werden könnte. Viel Zeit blieb ja nicht mehr, zumal sich die Künstler(innen) ja für ihren Auftritt auch noch gebührend aufbrezeln mussten.

Heftiges Stimmengemurmel im Raum, heraus kam schließlich folgendes Set:

Conny: Tears in Heaven mit Leni als Engel (also passend zum Text)
What´s Love got to do with it mit Mike an der (nicht angeschlossenen) Gitarre

Mike: Mein achtel Loorbeerblatt mit Leni und Conny als Fan und Kritiker
Insch Allah mit Leni und Conny als Verkörperung von West und Ost

Lina: Waterloo mit dem gesamten Restrudel als Backgroundchor
Irgendeine Musicalnimmer mit Leni als GoGo-Girl auf der Bassbox

Leni: Mercy mit Mike und Conny als Travestie-Backgound
und einen Song mit Conny am Keyboard und Mike an der Gitarre

Barbarayy: What´s up mit Mike an der Gitarre

Open Stage Time

Was soll ich Euch sagen, der Input vom GroMei hat mal wieder funktioniert. Es hat nicht nur einen riesigen Spaß gemacht am Abend, sondern brachte auch eine neue Erfahrung: Auf der Bühne nicht allein zu sein ist nicht störend – im Gegenteil. Es inspiriert, macht sicher, macht die Performance lebendiger. Zumindest haben wir das am Abend in den Augen unseres Publikums und dem Applaus so gespiegelt bekommen.

Mit dem häufig zitierten Geflügelwort „es war einfach MEGA“ ging unser Konzert dann in eine ebenso lustige wie stürmisch gefeierte Open-Stage-Performance unserer Besucher über und der Abend war auch mal wieder viel zu früh zu Ende.

Eine Anmerkung noch: Unsere Barbaraayy hatte sich entschlossen, trotz ihrer schwierigen Gefühlslage (siehe oben), den Gang auf die Bühne zu wagen! Was soll ich sagen: Sie hat sensationell gesungen! Wer mutig genug ist, auf der Bühne zu seinen Emotionen zu stehen, seine Gefühle in seiner Musik auszudrücken, kann nur gewinnen. Und das hat unser italienisches Stimmwunder an diesem Abend hervorragend bewiesen.

Schaut mal in den Video-Blog und macht Euch selbst ein Bild.

Auch wenn wir vorher dachten, oh Mann wird das peinlich, mit der ganzen Verkleiderei und den albernen Requisiten – NEIN! Peinlich ist es nur, wenn man es nicht durchzieht, sich nicht traut und nicht dahinter steht. Ansonsten ist es nämlich ziemlich geil.

Mit dem häufig zitierten Geflügelwort „es war einfach MEGA“ ging unser Konzert in die ebenso lustige wie stürmisch gefeierte Open-Stage-Performance unserer Besucher über. Der Abend war dann auch mal wieder viel zu früh zu Ende.

Sonntag, der letzte Tag in dieser Location

Am Sonntag kamen der Beamer und die große Leinwand zum Einsatz. Songanalyse war angesagt: Natürlich von unserem Konzert von gestern Abend; aber als besondere Herausforderung sollten wir zusätzlich noch die Darbietungen einer uns unbekannten Workshop-Gruppe analysieren. Analysieren heißt bei POWERVOICE ja nicht, der geneigte Leser weiß das natürlich, etwas gut oder weniger gut finden. Es bedeutet, nach sehr klar definierten Kriterien und Parametern, von denen es etwa 30 gibt, wie z.B.

a) Verhalten vor dem Singen:

Wie betritt der Schüler die Bühne
Wie verhält er sich beim Soundcheck
Wie geht er mit Pannen auf der Bühne um (Ladezeiten)
usw, usw….

b) Songperformance:
Hat der Schüler sich und/oder seinen Song vorgestellt

Passen Mimik und Gestik zum Song
Wie und wann atmet er
Wie ist das Mikrohandling

usw, usw ….

die Stärken und Schwächen des Schülers bewusst wahrzunehmen und als Basis für das Coaching zu nutzen. Also nicht gerade eine einfache Anforderung.
Lebhafte Diskussionen und (hin und wieder kleinere) Korrekturen und Anregungen von Andrés dauerten dann auch bis kurz nach Mittag, haben unseren Erkenntnisstand aber auch entsprechend erweitert.

Wir machen das ja schließlich nicht zum Spassss hier, klar!

Tja und zu guter Letzt kam dann auch noch das letzte Einhorn zum Einsatz. Eine Übung für die höhere Bruststimmenlage: Stellt Euch einfach mal sechs erwachsene Menschen vor, die sich die flache Hand vor den Mund halten und folgenden Text singen:

When the last Unicorn
comes running through your house

you can see it´s wild and free

but in the end, it will be dead.

(das Ende hat der Meister übrigens getextet um das OH-JE der Mädels sicher zu haben, es hätte ja auch auf happy oder so enden können.)

Strange nicht wahr!?  Es geht darum, so leise wie möglich (aber eben trotzdem in der Bruststimme) zu singen. Sonst fliegt nämlich das imaginierte Einhorn mit zerzauster Mähne von der Handfläche und ist schon verstorben bevor der Text das hergibt. Eine Übung, die über mehrere ansteigende Tonstufen gemacht wird.

In die andere Richtung (also in Tonstufen nach unten) ging es dann mit einem Vers aus der klassischen Musik: Wer wägt klar, der sägt ach… oder so ähnlich. Ich hab den Text vor lauter Staunen über des Meisters „baritonale Fähigkeiten“ glatt vergessen.

Nachdem die Mädels abschließend noch einen mehrstimmig gesungenen Choral geprobt haben …. war diese geniale Wochenendeinheit auch schon wieder zu Ende.

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Video Tagebuch der Ausbildung zum Vocalcoach Teil 5/6

(inkl. Sprungmarken in der Videobeschreibung auf YouTube)

Ich hoffe, Sandy und ich konnten euch einen Einblick in die Ausbildungseinheit 5 geben. Jetzt gilt es pauken, trainieren und Praxis sammeln, um in der 6. Einheit die restlichen Prüfungen zu bestehen. Der Bericht dazu folgt in ein paar Wochen.

Grüße vom Mikelantic sendet

Mike

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Computerlogbuch #5-1.03-3.02.2019.B (Ende Eintrag Mike)

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Sandy Heller

Sängerin und Frontfrau bei Sandy Heller
Hellooooo, hier schreibt Sandy, eigentlich Sandra, aber da wir 3 Sandras in der Schulklasse waren, wurde aus mir Sandy. Ich durchlief eine Kinder-Bilderbuch-Musik-Karriere als Sängerin in den üblichen Chören: Schule, Kinder, Kirche … Dazu lernte ich Gitarre und Klavier spielen. Singen war aber meine Leidenschaft und so stieg ich vor 18 Jahren in meine erste Band mit dem Namen Squeezed ein. Ich liebe Loyalität, Ehrlichkeit und großartige Menschen und so stehe ich auch heute noch mit Squeezed auf der Bühne und wir rocken, rocken, rocken ... Solistisch trete ich bei Trauungen, Taufen und ähnlichen Anlässen auf, aber auch im Duo kann man mich buchen. Ihr seht, ich habe ein erfülltes Leben! Was will ich mehr??? Na, ja, etwas fehlte in meinem Leben: die Vocal-Coach Ausbildung bei Rock/Pop-Vocal-Coach- Legende Andrés Balhorn und seiner Methode POWERVOICE! Jetzt, im November 2018 habe ich mir genau das erfüllt und freue mich ab April 2019 mein Wissen und meine Erfahrungen im Unterricht weitergeben zu können, getreu meinem Motto: „Music was my first love, and it´ll be my last!“

Jeden Monat werde ich euch auf dem Laufenden halten, was meine Mitstreiter und ich in der Ausbildung zum Certified POWERVOICE Coach im Norden des Landes erleben! 


Ich wünsche euch eine tolle Zeit und ein Leben voller Rock N Roll! 
Eure Sandy

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