Ausbildung zum Vocal Coach: Azubi-Blog Teil 1/6 – 03.11.- 09.11.2025

Ausbildung zum Vocal Coach: Azubi-Blog Teil 1/6 – 03.11.- 09.11.2025

Ausbildungseinheit 1/6 vom 03.11 – 09.11. 2025

Willkommen zum 1/6 Teil unserer Ausbildung zum Certified Vocal Coach

Woche 1 – Es geht los! Von Wackelbrettern über Trainingstöne zu gaaaanz viel „Wir-Gefühl“

Moin, ich bin’s Felix, euer neuer CIA Azubi-Blogger. Du wirst von mir die nächsten Monate auf eine, ich bin mir sicher unglaubliche Reise, mitgenommen werden.

Kurz zu mir: Ich bin Wiederholungstäter, also nicht ganz, ich habe die Ausbildung zum Certified POWERVOICE Singer absolviert und du hast mich sicherlich schon auf einigen Reels von POWERVOICE gesehen, bzw. in Blogs der Sängerausbildung vom 11.24 – 04.25 von mir gelesen.

Ich würde mich selbst als wissbegierig und ehrgeizig beschreiben. Außerdem bin ich für jeden Spaß zu haben. BTW: Hast du die Blogs von Verena von den letzten SIA´s gelesen? Wenn nicht mach das, es lohnt sich!

An dieser Stelle muss ich meinen Vorbloggern und vor allem meiner Sängerausbildungsmitstreiterin Verena ein Riesenlob aussprechen. Wenn ich die Blogs lese, fühle ich mich, als wäre ich in dem Moment wieder in der Ausbildung. Ein unbeschreibliches Gefühl!

Ausbildungseinheit 1, Tag 1/ 26

Es ist Montag, der 03.11.2025, ich fahre von zu Hause los und beginne schon jetzt – sollte ich es noch nicht getan haben – zu lächeln. Denn es geht an den Rocklantic, dem Place To Be! Ich beschreibe es mittlerweile gern als mein zweites Zuhause! Um 10.30 Uhr angekommen, sichte ich direkt die Person, die ein entscheidender Punkt war, um die Ausbildung zum Vocal Coach anzugehen: meine liebe, oben erwähnte Sängerausbildungskollegin, Verena.

Wie geil ist das bitte? Unsere Reise geht zusammen weiter! Ich freue mich unglaublich, dass du dabei bist!

Wer ist Verena?

Verena ist für mich so etwas wie eine Mutti und beste Freundin in einem geworden. Ein so herzlicher Mensch, der immer Augen und Ohren offen hat, sich nach deinem Wohlergehen erkundigt und für dich da ist, wenn du sie brauchst. Ich schätze nicht nur das an ihr; es gäbe tausende Sachen, die ich hier schreiben könnte, aber wir brauchen noch Content für die anderen Blogs.

Marion

Wie immer werde ich an der Tür unglaublich herzlich von Marion mit „Felix, mein Hase!“ begrüßt. Und ja … da fühle ich mich schon wichtig; sei mal ehrlich, würdest du doch auch? Ab geht’s die Treppen voller POWERVOICE-Energie hinauf ins Azubi-Apartment. Ein Gefühl voller Sehnsucht und leichter Nervosität macht sich bemerkbar.  Wer könnte wohl schon hier oben sein? Wer bestreitet mit Verena und mir gemeinsam diese 6 Monate? Natürlich kannte ich ein paar Mitstreiter der nächsten 6 Monate, doch es gab auch mir unbekannte Personen. Verena und ich waren die Ersten – vorbildlich wie zwei kleine Schulkinder am ersten Schultag!

Johanna und Markus

Nach und nach trudelten die Truppe ein. Zur großen Freude von Verena und mir stoßen Johanna und Markus zu uns, auf die wir uns im Vorfeld natürlich schon riesig freuten! Johanna – aka Hanni – und Markus durfte ich bei zahlreichen MUSIC NIGHTS erleben.

Die beiden haben zusammen ebenso eine Sängerausbildung absolviert und uns bei unseren MUSIC NIGHTS im Publikum abgefeiert. Beide sind herzensgute Menschen.

Markus: Ein unglaublich fleißiger und direkter Mensch. Er sagt, was er denkt, und saugt das Wissen, das er bekommen kann, förmlich in sich auf. Er ist Chefarzt mit großem Herz und hat schon so einige interessante Berufsfelder hinter sich und damit extrem viel Lebenserfahrung.

Johanna aka Hanni: Ich muss ganz ehrlich sein. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch keine Person kennengelernt, die nach außen so viel Freude und Liebe ausstrahlt. Hanni ist der Inbegriff für gute Laune – und genau das bekommt jeder zu spüren, der sie kennt.

Schockmoment bereits an Tag 1:

Markus hat momentan so viel um die Ohren, dass er direkt am ersten Tag verkündete, dass er die Ausbildung aus persönlichen Gründen verschieben muss. Wir haben großen Respekt vor der Entscheidung und das du den weiten Weg trotzdem auf dich genommen hast, um uns das mitzuteilen! Wir wünschen dir alles Gute und rocken die Ausbildung für dich mit! Ganz liebe und fette Grüße gehen raus an dich.

Der Rest der Bande

Welches Überraschungspaket in Form von CIA´s würde uns erwarten? Jetzt nach der gemeinsamen Woche beschreibe ich sie mal so:
Joseph aka Jupp: Groß, ein paar Generationen älter als ich. Eine Mischung aus Udo Lindenberg und Jürgen Drews mit einer Stimme von Sting bis Joe Cocker.WOW, ein Kerl wie ein Baum, eine Stimme, die knallt!

Daniel: Ausgesprochen: Danjelll – Spanier, gut trainiert, sieht überhaupt nicht aus, als wäre er über 35. Ist er aber?! Entertainer und Performer durch und durch.

Marco: Erinnert mich an Ryan Reynolds – Hauptdarsteller von Deadpool. Musiklehrer mit Know-how und einer trocken humorvollen Art, die er durch seine eher unkonventionellen, sehr eigenen Bewegungen untermauert. Geiler Typ!

Birgit aka Biggi: Powerfrau mit klaren Zielen, singt die bisher ökonomischsten Töne unserer Truppe und macht sich jeden Song zu eigen, egal ob Helene Fischer oder Cindy Lauper. Die Bühnenerfahrung merkt man ihr an!

Es geht los

Um 11 Uhr rauschten wir gemeinsam von oben nach unten in den Seminarraum zu Prof. Dr. Dr. Brüllhorn aka Andres Balhorn, dem allerechten POWERVOICE-Gründer. Eine herzliche Begrüßung gab es wie gewohnt auch von ihm. Los geht’s: Lernen, lachen, weinen, wachsen, Spaß haben und sich einfach nicht so Ernst nehmen. EINFACH MAL MACHEN!

Einer stellt den anderen vor

Wir starten mit einer Begrüßungsrunde und wurden direkt in Gruppen aufgeteilt. Die Aufgabe: 8 Punkte vom Gegenüber sammeln: Wer ist die Person, was macht diese Person aus, welche Erfahrungen bringt sie mit?

Ich durfte in eine 3er-Gruppe mit Verena und Jupp. Eine spannende Angelegenheit, einem wildfremden Menschen, bei der quasi ersten Begegnung, Fragen über sein Leben zu stellen.

Natürlich hatte diese Aufgabe einen anderen Sinn, als uns nur gegenseitig in Gruppen vorzustellen. Das wäre viel zu einfach! Weiterführend sollen wir nämlich unsere Gruppenmitglieder interessant auf der Bühne vorstellen. Jaha – nicht einfach nur Punkte runterrattern. Das wäre doch gelacht! Man, haben wir gelacht!

Von Montag bis Donnerstag hieß es weiterhin gaaaanz viel Gruppenarbeit. Diese Energie, die du in solch einer tollen Gruppe spürst, ist unbeschreiblich. Alles macht einfach unglaublich viel Spaß; es ist nichts zu trocken oder zu langweilig, weil jeder über sich und mit anderen zusammen lachen kann und will. Ich habe lange nicht mehr so gelacht, dass ich keine Luft mehr bekommen habe. Krass! Vielen Dank, dass ich so eine tolle Truppe wie euch erwischt habe!

Aber natürlich haben wir dabei auch unglaublich viel gelernt, über uns, über Gesangstechnik und darüber, dass 80% beim Singen nicht über Gesangstechnik gesteuert wird, sondern über den verdammten Schädel.

Nimm dich nicht so wichtig

Immer wieder kamen wir an den Punkt, dass wir unsere er Fokus lag hier wie immer darauf, sich selbst einfach nicht so ernst zu nehmen: „Hab Spaß bei dem, was du tust, und tu das, was du auch genauso zu Hause vor deinem Spiegel tun würdest.“ Ich weiß, was du denkst. Keine Sorge: wir haben alle Klamotten angelassen! Ebenso konnten wir tagtäglich sehen, wie wir an uns und gemeinsam wachsen, unsere Erfahrungen teilen und uns immer gegenseitig aufbauen.

Wir arbeiteten an Trainingstönen, an der Atmung, an der Körperhaltung und dem Energieeinsatz… HALT! STOP! An der Stelle muss ich einmal kurz einwerfen, wie geil bitte unsere Übungen waren und wie heftig wir lachen mussten, als Marco uns weiß machen wollte, was wir jetzt tun sollen. Seine Worte: „Wir simulieren jetzt einmal den Gesang des Tones.“ Du glaubst nicht, wie ernst und selbstbewusst er diese Worte ausgesprochen hatte. Wir alle standen da und haben uns im ersten Moment gedacht: „Jo, krass – genau das machen wir jetzt.“ Im nächsten Moment hielten wir kurz inne. Was sollen wir jetzt machen??? Den Gesang des Tones simulieren??? Sogar Andres kam aus dem Lachen kaum mehr heraus. Ich gebe zu: das war witziger, es vor Ort zu erleben. Dennoch – ein Klassiker, den wir so nicht mehr vergessen werden.

Das Lachen nahm bei anderen Übungen kein Ende. Ob wir mit sogenannten TheRRabändern arbeiteten, um Spannung aufzubauen – wobei TheRRabänder immer wieder als Stichelei an Andres ging, da er uns jedes Mal aufs Neue erzählte, dass es TheRabänder heißt – oder als Jupp am Klavier als Coach fungierte und wir vor Lachen wirklich keine Luft mehr bekommen haben. Wie unbewusst lustig kann ein Mensch sein? Danke, Jupp – ich habe lange nicht mehr so gelacht wie an diesem Tag! Ich glaube, ähnlich ging es auch den anderen Personen im Raum, die sich gekrümmt haben vor Lachen.

OK, STOP ENDE – WEITER GEHT’S!+*

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Coach und Schüler Übung

n kleinen Teams coachten wir uns gegenseitig, um in die Rolle des Coaches zu gelangen. Man, das hatten wir uns einfacher vorgestellt, weil theoretisch Wissen wir ja schon ein wenig, aber das Wissen muss dann auch angewendet werden.

Was dieser erfahrene Coach Andrés in kürzester Zeit erkennt und dan auch noch artikulieren kann ist absolut faszinierend! Seine Analysen fühlen sich so logisch an und die Leichtigkeit seiner Wortwahl ist schon sehr beeindruckend. Da wollen wir alle mal hinkommen, andererseits hat er 38 Jahre Vorsprung, fast 4 Jahrzehnte lehrt er jetzt Gesang.

Und genau dieses Mindset darf ich hier lernen. Wir machen uns alles in unserem Kopf etwas zu kompliziert. „Es könnte ja das schiefgehen, denn, es könnte ja das doof laufen oder die Erklärung könnte man besser formulieren. Andrés sagte, aber, dass es jeder Gruppe anfangs so gehen würde und das ganz normal ist.

Was ich an Andrés so schätze – und ich denke, da kann ich für unsere gesamte Gruppe sprechen – dass er wirklich mit Leichtigkeit erklären kann, wie etwas funktioniert. Seien es bestimmte Töne, die es zu treffen gilt, oder die falsche Körperhaltung, die uns zu sehr verspannt oder entspannt oder auch fehlende gute Gesichtsspannung, die für bestimmte Sounds wichtig ist. Er hört und sieht scheinbar alles und muss nie überlegen, was es sein könnte – er weiß es einfach!

Eine Handbewegung oder ein kleines verständliches Beispiel – und wir verstehen es. On top kann er auch jede Übung perfekt vormachen oder er macht es so falsch vor, dass wir den Unterschied zwischen so nicht, sondern so sofort verstehen.

Ein guter Coach ist jedoch nur so gut, wie sein Gegenüber es zulässt.

Andrés strahlt niemals aus, dass er es einem nicht zutraut und hat immer eine Brücke, falls die Scham zu groß ist.

Analysen – wichtig, wichtig, wichtig

Zurück zu uns: Wir analysierten je einen Song von uns im Hinblick auf Spannung im Körper, Körperhaltung, Atmung, Gesichtsausdruck und die Kopfhaltung. Wir waren erstaunt, dass teilweise kleinste  Veränderungen eine Performance komplett verändern konnte und auf das Publikum ganz anders wirkte. Dass wurde uns nochmal richtig bewusst, als wir einen Song von Robbie Williams analysierten. Das Gleiche dann bei einem Song von Jessie J. Diese beiden Künstler ließen ihre harte Arbeit wie ein Kinderspiel aussehen. Was sie interpretatorisch und doch mit Technik als Mittel zum Zweck einbauten war grandios!

Durch diese Analyse wurde mir klar, dass ich mich ungefiltert coachen lassen möchte und dass Marion und Andrés genau die richtigen Menschen dafür sind.

Aufgabenstellungen, die man sich nicht wünscht.

Wie man Schüler mit einer Aufgabenstellung in eine komplett andere Performance, Rolle, Interpretation und zu völlig neuen, noch nie da gewesenen Sounds bringen kann, davon erzähle ich euch jetzt. Und ich sag dir eins: wenn wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgetaut waren, waren wir es jetzt. Die Aufgaben gehen von „auf einem Wackelboard performen“ über „Emotionen an verschiedenen Stellen des Songs wechseln (aggressiv, albern, traurig, verliebt)“ bis hin zu „spontan einen komplett anderen Text für diesen Song ausdenken“ oder „Gesten der Kollegen nachmachen.“

Rate mal, was ich nicht machen wollte? Und dann rate mal, was ich bekommen habe? Andrés hat ebenso die Gabe, den Coachanwärtern die Aufgabe zuzuteilen, die auf gar keinen Fall diese Aufgabe haben wollen.

Warum wollte ich die Aufgabe „spontan einen anderen Text ausdenken“ nicht haben? Weil meine Gabe, mir einen spontanen Songtext auszudenken, nicht vorhanden ist. Andererseits sagt Andrés immer: “Man weiß nie welche Talente man hat, wenn man sie nicht ausprobiert”. Ich bin sehr spontan in so vielen anderen Dingen, aber auf keinen Fall im Songtexten. So sah das dann auch auf der Bühne aus. Kennst du diesen Affen mit den beiden Schellen, die er über dem Kopf zusammenschlägt? So ungefähr war das in meinem Kopf. Ich verzweifelte und war gespannt und voller Hoffnung, ob und das Andrés das abbrechen würde.

Er baute eine Brücke und sagte: Okay, mein Freund, sing einfach auf Russisch weiter oder erfinde eine eigene Sprache. Jo – “ich kann kein Russisch!“

Ich habe eine Eigenart zu Hause. Ich erfinde meine ganz eigene Fantasiesprache, die meine Frau oft zur Weißglut bringt. Genau das habe ich hier gemacht. Jetzt stell dir einmal vor, wie ich „Bauch, Beine, Po“ von Shirin David auf versuchtem Russisch performe. Es hat sich wohl super angehört. Ich habe wohlmöglich noch nie mein Publikum so zum Lachen gebracht. Das war eine so krasse Erfahrung, die ich nie gemacht hätte, wenn Andrés es zugelassen hätte, dass ich mit einer Niederlage von der Bühne gegangen wäre. DANKE!

Warum wollen wir von Verena in einer Ballade Töne hören, die aggressiv, albern oder verliebt klingen? Warum soll Marco seinen Song singen, während er Gesten aus dem Publikum nachmacht? Und warum sollen Daniel und Hanni auf dem Wackelboard performen? Es gin in erster Linie darum, den ganz normalen Modus auszuschalten und schließlich sind wir alle hier, um uns zu verbessern. Wir ernen daraus:

1. Kopf ausschalten – einfach machen
2. Töne produzieren, die sonst nie aus uns herausgekommen wären
3. Nicht zu viel und nicht zu wenig Spannung haben.
Keiner sang schlechter “ohne Kontrolle”, jeder sang um Welten besser! Hammer, oder?

Du kannst das nur nachempfinden, wenn du es selbst erlebst. Trau dich, POWERVOICE hat ne Menge tolle Angebote. Es geht weiter raus aus der Komfortzone: Eine Aufgabe in dieser Woche lautete: „Ihr habt 10 Minuten Zeit, sucht euch einen Song aus, den ihr performt. Normal performen wäre zu einfach – macht es so, dass ihr mit eurer Performance provoziert.“

Was dabei rauskam, ist der pure Wahnsinn! Wir erlebten  Marco, der betrunken „Ich lass für dich das Licht an“ grölt. Wahnsinn! Hanni, die TNT von ACDC als Country-Version singt Genial! Verena, die uns aggressiv und voller Wut mit ihrer Ballade anbrüllt. Erschreckend geil! Jupp, der seinen geliebten EFF ZEH KÖLLE auf die Schippe nimmt. Beeindruckend! Daniel, der „Nerd“ mit MEINER Brille so völlig anders preformt. Sensationell!

Es ist wahrlich aufregend, was für Töne aus den Menschen rauskommen und wie viel Spaß sie dabei haben, wenn der Song einfach gar nichts mehr mit dem eigentlichen Song zu tun hat. Pure Emotion, Gänsehaut, Tränen. Ich glaube, das ist wie Karneval: Der verkleidete Mensch bin ja nicht ich … In dem Fall war die Verkleidung die Provokation. Sogar Marion und Andrés waren geflasht.

Unsere Abend

Hanni und Verena hatten in dieser Woche wieder die uns bekannte Unterkunft in Appel, die nicht weit entfernt vom Rocklantic liegt – ein Einfamilienhaus mit mehreren Zimmern, das super dafür geeignet ist, dort mit der gesamten Sänger- oder Coachtruppe unterzukommen und die Abende zu zelebrieren. Viele Grüße an dieser Stelle an Nicole, die liebenswerte Vermieterin, deren Haus uns die Zeit versüßt! Das läuft immer super!

Die beiden – also Hanni und Verena – sind übrigens in dieser Woche ein Dreamteam geworden. Ich meine: Was habe ich erwartet, wenn zwei Frauen 7 Tage lang Tag und Nacht miteinander quatschen und lachen können? Unzertrennlich – ich sag’s dir. Ich durfte am Freitag und Samstag ebenso ein Zimmer in der Unterkunft beziehen, genauso wie Marco, der sich Samstag zu uns begab. Diese Gruppendynamik ist wie immer einzigartig und kaum zu beschreiben. Wir haben unglaublich viel gequatscht und gelacht. Hanni hat für die gemeinsamen Abende auch noch Spiele mitgebracht.

So saßen wir also da und haben alle zusammen das Spiel „Hitster“ gespielt. Wer kennt das Spiel? Ich kannte es nicht. Es geht darum, das Jahr eines Songtitels zu erraten und, wenn möglich, zusätzlich noch den Titel und den Sänger oder die Band. Ich hole hier jetzt nicht weiter aus, um das Spiel zu erklären, kann dir aber versichern, dass es eine witzige Angelegenheit ist, wenn man so wie ich, keinen Plan hat, wann die Songs erschienen sind. Ich hatte mit Jupp und Marco dafür edle Ritter, die mich mit durchgeboxt haben! Am Ende unterlagen wir jedoch der Power der Frauen. Ihr habt alles gegeben, Männer! Danke euch!

Wenn ihr mich fragt, hat Daniel die Damen zum Sieg geführt.

Unser Appartment in der Academy

Wir durften auch außerhalb der regulären Ausbildung zum Vocal Coach viel erleben. Wir hatten tolle Performances im blauen Raum, haben dort zusammen getanzt, gesungen und gelacht. Hier kommt es – wie bei POWERVOICE üblich – zu ganz viel Magie. Im blauen Raum lernt man die Personen nochmal anders kennen. Jeder singt einfach das, worauf er Bock hat – ohne Hemmungen. Mir schwirren noch ganz viele Disneysongs im Kopf, die Hanni und Verena mit voller Stolz und Sicherheit performen. Ein Jupp, der Songs raushaut, die ich in meinem Leben noch nicht gehört habe, aber unglaublich krass klingen. Zahlreiche Duette wie z. B. „Die Da“ von Hanni und Daniel, wo man einfach mitmachen muss, weil sie sich super ergänzen. Marco mit zahlreichen souligen Nummern, die einfach nur gefeiert werden können.

Es macht unglaublich viel Spaß, die Entwicklung in der Truppe auch außerhalb der Ausbildung wahrzunehmen. So langsam nimmt die Woche ihr Ende und wir kommen zum Wochenende. Wahrscheinlich kann ich auch hierzu noch 20 DIN-A4-Seiten schreiben, aber ich versuche, mich kurz zu halten. Verena – liegt das an uns, oder gibt es einfach nur zu viel zu erzählen? Den verstehst du, wenn du Verenas Blogs gelesen hast! Reminder Nummer 438!

Dann kam auch noch Biggi

Biggi, die aus beruflichen Gründen leider nicht in der Woche dabei sein konnte, stieß am Freitag endlich zu uns und hat sich sofort offen, ehrlich und herzlich in die Gruppe eingebracht. Stell dir vor: Du kommst in eine Gruppe, die 5 Tage zusammenverbracht hat, bei der du die Personen kaum kennst – und DU kommst am fünften Tag dazu. Fühl dich mal in Biggi hinein – was für ein komisches Gefühl das ist. Ich glaube, keiner hätte das so gut gemeistert wie Biggi, die direkt offen genau dieses Thema angesprochen hat. Wir konnten gar nicht anders, als sie herzlichst bei uns aufzunehmen. Schön, dass du da bist, Biggi!

Anatomie & Physiologie sowie noch mehr AHA´s bei Clöi

Der Freitag war voll toller interessanter Informationen – ganz viel Informationen – denn wir hatten das Vergnügen, mit Clöi zu arbeiten. Sie ist seit 1999 bei POWERVOICE und eine Koryphäe auf ihrem Gebiet! Ich habe selten einen Menschen erlebt, der ein so vermeintlich trockenes Thema mit so viel Leidenschaft und Begeisterung in unser Hirn hineinfrachtet. Clöe ist Logopädin.

Mega spannend, wie meine Stimme funktionieren, wie Stimmlippen eigentlich aussehen, wie wir Töne produzieren und wie unser ganzer Stimmapparat überhaupt aufgebaut ist. Ebenso haben wir das wichtige Thema Atmung nochmal besser verstehen gelernt.

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Nicht nur der Freitag war mit Clöis Unterricht gefüllt, sondern auch der halbe Samstag. Dabei haben wir nochmal super wiederholt, was wir gelernt haben, und durften das auch direkt in Gruppen ausarbeiten und vortragen. Weiter ging es mit ein paar Videos zu Obertönen und wie es aussieht, wenn man Töne über verschiedene Programme sichtbar macht. Faszinierend!

Eine Übung ist mir sehr im Kopf geblieben. Dafür durften wir einen Text vorlesen – nicht einfach so, sondern mit einem Korken im Mund. Der Effekt dabei ist wahrlich riesig: wenn man den Text weiterliest, wenn der Korken wieder aus dem Mund heraus ist, viel lauter, viel klarer.

Da ich etwas „Problemchen“ mit meinem Kiefer habe und meine Schnute nicht immer so weit aufbekomme, wie es sein sollte, habe ich sogar eine kleine Behandlung bekommen. Dabei hat sie meine Kaumuskulatur so sehr gedrückt, dass ich fast Pipi in den Augen hatte. Der Effekt beim Auftritt später war dafür umso besser! Außerdem zeigte sie uns, wie man selbstständig die Kiefermuskeln und Kaumuskulatur mit den Fingern entspannen kann. Vielen Dank, Clöi! Wir freuen uns auf dich beim nächsten Mal!

Konzertvorbereitungen

Nachdem Clöi unser Hirn mit Informationen fütterte, ging es direkt los zur Vorbereitung für unsere erste Show – die Generalprobe! Jeder durfte sich 2 Songs aussuchen, die er performen würde. In der Stellprobe erhielten wir noch viele hilfreiche Tipps zur Interpretation, zum Mikrohandling, der Körpersprache und Bühnenpräsenz. Es wäre ja langweilig, wenn die Show einfach nur aus Songs besteht, die nacheinander gesungen werden. Somit hatten wir also in unserer kurzen Vorbereitungszeit noch die Aufgabe, unsere Truppe zwischen den Songs witzig vorzustellen. Wir alle waren berüchtigte Verbrecher und gaben uns Namen, wie „Vogelgrippenverbreiterin Verena“ oder „Massaker Marco.“

Wenn du jetzt denkst: „Alter, haben die einen Vollschaden?“ dann hast du vollkommen Recht.

SHOWTIME

Die Show war ein absoluter Erfolg – pure Energie, ein mitfeierndes Publikum, tolle Menschen überall. Diese Stimmung hat uns auf der Bühne noch mehr Power gegeben. Oder waren wir es, die auf der Bühne diese Stimmung forderten? Ist vollkommen egal – es war sagenhaft!

Unser Motto: Jeder supportet jeden! Andrés und Marion schaffen diesen Raum, in dem sich jeder Mensch – egal auf welchem Level, egal mit welcher Vorgeschichte – besonders und einzigartig fühlen darf. Das macht jede Erfahrung und jeden Workshop mit ihnen so besonders. Danke an Marion und Andrés, die diesen Raum mit Liebe und Vertrauen füllen. Ohne euch hätten wir nicht diese unvergesslichen Momente – die für immer bleiben werden!

Weitere Infos zur Show bekommst du von mir leider nicht. Ich will dir ja nicht die Spannung für unsere nächste Show nehmen. Die Plätze sind begrenzt; an deiner Stelle würde ich schnell sein und mich anmelden, nachdem ich den Blog zu Ende gelesen habe.

Sonntag – der Tag nach DEM Tag

Wir trudelten alle frisch und munter (und mit etwas Schlafmangel) in das Azubi-Apartment ein. Heute hieß es: Analyse der Music Night. Die Kenner wissen, wie es läuft! Wir geben uns gegenseitig Feedback und analysieren in erster Linie die Stärken und positiven Seiten des Auftritts. Klar – konstruktive Kritik ist wichtig und richtig; doch genauso wichtig ist, sich wichtig und gut zu fühlen. Das Lob sollte im gleichen Zug ehrlich und aufrichtig sein. Es bringt dir und auch niemandem anderen hier etwas, nur Nettes zu sagen, um etwas Nettes zu sagen. Da wir alle jedoch Bombe sind, ist das überhaupt kein Problem.

Ein Punkt, den du hier auch lernen wirst: Lieb dich selbst! Du bist geil, wie du bist! Hier heißt es also: aus dem Auftritt lernen, Stärken stärken, aus Schwächen lernen – und ab geht die wilde Fahrt!

Unser erster Probandenunterricht

Nach der Analyse durften wir an einem “echten Menschen” üben. Echt jetzt? Jetzt schon unser Wissen eonem fremden Menschen zumuten? Der liebe Steffen hat sich freiwillig als Proband gemeldet und kam am Sonntag Mittag zu uns an den Rocklantic.

Daniel und Jupp hatten die glorreiche Aufgabe, den lieben Steffen zu coachen – natürlich mit Hilfe der Expertise von Andrés. Ich finde, fürs erste Mal haben das die beiden Jungs und auch Steffen überragend gemacht!

Natürlich sind wir alle noch etwas vorsichtig und haben noch wenig Erfahrung. Wir sind ja auch gerade am Anfang der Ausbildung, aber ich sag dir: Nach der Ausbildung können wir auch Robbie Williams coachen, oder sagen wir mal ein Double von Robbie Williams, ja doch, anfangs wohl eher Zweiteres!

Social Media – I love it!

Diese Ausbildungseinheit wäre doch nicht abgeschlossen, wenn es uns nicht bei Social Media zu sehen gäbe. Denn hier kommt die liebe Marion so richtig in Fahrt – ihr Spezialgebiet! Zusammen mit der allseits bekannten Rocktikantin Taja, die Marion bei ihren Social-Media-Dingen unterstützt und unter anderem richtig geile Reels dreht und schneidet, ging es am Samstag noch vor dem Konzert runter an den den Rocklantic. Dort haben wir mega geile Aufnahmen und Reels mit der Drohne „Nemo“, wie sie getauft wurde, aufgenommen. Die Reels hast du sicherlich schon gesehen.

Nach dem Probandencoaching am Sonntag durften wir das damals bekannte Format „Wir fragen, du haust raus“ wiederbeleben und uns der Aufgabe stellen, spontan auf Fragen zu antworten, die wir nicht kennen. Wir konnten wieder so herzhaft und lebendig lachen. Spontan ist einfach geil – außer wenn ich mir nen Songtext ausdenken muss. Dann lieber Russisch singen.

Fazit dieser Ausbildungseinheit: Dankbarkeit.

Lobhudelei

Ich bin einfach nur dankbar für diese tolle Zeit mit diesen tollen Menschen! Dankbar für das Know-how von Andrés, seinen Humor und die Leidenschaft, mit der er unterrichtet. Dankbar für Marion, die mit ihrem Herzen, ihrer absolut positiven Art und ihrem Lächeln ansteckt, und für diese unglaubliche Gruppe, die sich jetzt schon wie Familie anfühlt!

Ein paar abschließende kurze Worte zu meiner Truppe, weil sie es verdient haben:

  • Biggi: Du bist ne Powerfrau mit krasser Stimme – du hast es einfach drauf! Ich bin so gespannt, wie die nächsten Ausbildungseinheiten werden, und was bei dir bitte noch verbessert werden soll?
  • Marco: Danke für deinen sichtbaren und hörbaren Wachstum, den ich – allein in der ersten Einheit – an dir hautnah und extrem erleben durfte. Deine trockene humorvolle Art ist genau das, was wir in der Gruppe brauchen. Ebenso bin ich begeistert von deinem Know-how und weiß, dass ich noch so einiges von dir lernen kann.
  • Verena: Ohne dich wäre das alles nicht ansatzweise so toll. Ich bin froh, einen so lieben und besonderen Menschen in dieser Truppe zu haben. Ebenso bin ich total glücklich, dass wir unseren Weg am Rocklantic weiter zusammen bestreiten. Endlich erlebe ich dich mal komplett frei. Du hast es verdient, einfach du zu sein – und das kannst du unglaublich gut. Ich merke, wie wichtig du in dieser Truppe bist. Das darfst du auch merken.
  • Jupp: Es fasziniert mich, wie man eine so klangvolle Stimme haben kann, obwohl du erst seit kurzem bewusst singst. Deine Stimme geht direkt ins Herz und bleibt dort eine ganze Weile! Wenn du bestimmte Songs singst, fühle ich mich, als würde ich abgeschirmt von allem – an einem Lagerfeuer am Ende der Welt sitzen. Eine unglaublich tolle Atmosphäre, die du damit erzeugst.
  • Daniel: Du bist eine Rampensau deluxe. Bei dieser Bühnenpräsenz hat man keine Chance, die Blicke abschweifen zu lassen! Du sorgst in der Gruppe für pure Leichtigkeit und Positivität. Ich nehme gern ein paar Tanzstunden bei dir, um ähnliche Moves zu performen! Jetzt mal ehrlich: Du bist doch wirklich erst um die 35 Jahre alt, oder?
  • Hanni: Um dich zu beschreiben, fehlen selbst mir die Worte. Du bist, wie der Song es beschreibt, “DIE EINE”, die absolut immer gute Laune verbreitet. Dein Lächeln verfolgt uns in jeden Raum der Academy. Es ist so gut wie unmöglich, in deiner Nähe keine gute Laune zu haben! Du bist dir oft nicht bewusst, wie wichtig eine Person wie du der Gruppe ist und was für Potenzial in dir steckt, wenn du deinen Kopf auch beim Singen mal ausschaltest!

Das Ende ist in Sicht

Diese Ausbildung zum Voaclaoch ist so viel mehr als nur ein „Gesangscoach“ werden. Diese Ausbildung heißt Wachstum – persönlich, stimmlich und gemeinschaftlich. Das hier ist ein Geschenk an uns selbst! An diesem Ort ist alles erlaubt: Emotionen zeigen, Cojones zeigen (auf die verbale Art, versteht sich), Spaß am Leben und auch Spaß am Lernen haben. Ich bin mir sicher – das hier ist erst der Anfang von etwas ganz Großem!

Ich wünsche dir, lieber Leser, eine grandiose Zeit und bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Felix berichtet in übertriebener Länge von seinem Aufenthalt in der Irrenanstalt!

Peace und bis bald!

P.S.: Unsere nächste MUSIC NIGHT ist am 06. Dezember, wir würden uns über deinen Support vor Ort mega freuen! GRATIS Tickets gibt es hier.

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Felix Friedrich

Moin Leute, ich bin Felix, 27 Jahre alt und vor kurzem aus Magdeburg in Richtung Norden nach Scheeßel in ein tolles Haus gezogen. Ich bin verheiratet und habe eine frisch geschlüpfte kleine Tochter und zwei Katzen. Meine bisherigen großartigen Erfahrungen mit POWERVOICE, und bei jeder einzelnen bin ich über mich hinausgewachsen waren: 1. Stimmanalyse 2. Ausbildung zum Sänger 3. Social Media Kurs Marion und Andrés sind einfach tolle Menschen mit einer riesigen Erfahrung, die mich herzlich im Norden aufgenommen haben und mit denen ich sehr gerne meine Zeit verbringe, um zu lernen, lachen, wachsen. Jetzt absolviere ich die Ausbildung zum Certified POWERVOICE Vocal Coach. Hier bin ich Blogger, und werde euch in den nächsten sechs Monaten von dieser Ausbildung und den Menschen erzählen. Auf geht´s und let’s go!

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