Ausbildung zum Vocalcoach – fünfte Einheit Teil 2

Ausbildung zum Vocalcoach – fünfte Einheit Teil 2

Ausbildung zum Vocalcoach

Donnerstag, 05.03.2015 10 Uhr MEZ

 

4 Tage Intensiv-Workshop: (An)gleichung mit vier Unbekannten

Ein magisches Wort in dieser Ausbildungswoche? Donnerstag! Der POWERVOICE 4 Tage Intensiv Workshop für vier Teilnehmer beginnt. In diesem Fall für vier Teilnehmerinnen. Für uns ist es das erste Mal, dass wir hautnah über mehrere Tage die Erfahrungen und den Fortschritt von vier völlig unterschiedlichen Menschen erleben werden, deren einzige Gemeinsamkeit ihre Leidenschaft zum Gesang ist. Vier Menschen, die nicht wissen, was sie in den nächsten vier Tagen erwartet und wie sie und die anderen darauf reagieren werden… und nein, es sind nicht nur die Teilnehmer gemeint. Denn wir CIAs (Coaches in Ausbildung) sind mindestens genauso aufgeregt wie die Teilnehmer. Wir versuchen allerdings uns nichts anmerken zu lassen und dieser Versuch funktioniert auch ganz gut, also mehr oder weniger.

Unsere Aufgabe als Coaches ist es, neben aller Atem- und Gesangstechnik die vermittelt werden soll, im Laufe der Ausbildung ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man Menschen einschätzen muss um mit ihnen zu arbeiten; und das möglichst ohne im Schubladendenken zu landen. Aber: Hey, wir sind ja auch nur Menschen! Und so gehen im Laufe der nächsten Stunden durchaus einige Schuladen auf und werden mit Teilnehmern und Coaches gefüllt. Die vier Tage werden allerdings zeigen, dass es noch ein fröhliches Schubladenwechseln geben wird; und das durchaus täglich und manchmal auch stündlich.

Wir beginnen, wie gewohnt mit einer Vorstellungsrunde: Wer seid ihr und warum? Stärken und Schwächen auf der Bühne und singt Euren stärksten Song. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es bei diesen vermeintlich einfachen Fragen schon mehrere Hürden zu nehmen gibt. Über seine Schwächen zu sprechen fällt fast jedem deutlich einfacher, also seine Stärken zu nennen. Und es wäre doch viel einfacher seinen schwächsten Song zu singen und dann zu sagen: „Hab ich doch gesagt, daran muss ich noch arbeiten.“ als den Stärksten zu singen und das Risiko einzugehen, dass diese vermeintlich sichere Bastion kritisiert wird. Aber es hilft nix. Andrés und Marion sind ehrlich, gerade heraus und direkt. Es gilt schließlich, dass alle nach vier Tagen möglichst mit einem neuen Gefühl für ihre Stimme nach Hause gehen und die theoretischen und praktischen Tipps für eine optimale und vor allem ökonomische Umsetzung von Tönen mit an die Hand bekommen. POWERVOICE eben 😉

Natürlich sind alle aufgeregt, das erste Mal zu singen und dass dann auch noch in dem Wissen, jetzt stimmlich bewertet zu werden. Für uns heißt das: Bleistifte spitzen und los geht’s.

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Bleistifte sind gespitzt, es kann losgehen.

Gedanklich geht jeder von uns nochmal die Liste durch, die wir in der letzten Einheit bekommen haben: Verhalten des Sängers vor der Bühne, auf der Bühne, während des Soundchecks, während des Songs und überhaupt… auf jeden Fall wird in der ersten Runde schon klar, dass uns richtig tolle Tage bevorstehen, denn wir haben vier unterschiedliche Stimmen aber vor allem vier sehr unterschiedliche Persönlichkeiten vor uns, die aber eines auf jeden Fall gemeinsam haben: Sie sind Sängerinnen mit großem Potential. Schlagartig wird uns bewusst dass wir jetzt zeigen müssen, wie flexibel wir uns ständig auf die Teilnehmerinnen und deren Bedürfnisse einstellen müssen.

Anschließend werden wir Coaches, genau wie die Teilnehmerinnen, in zwei Gruppen eingeteilt.
Angesagtes Thema: Atmung. Kelit und Tanja arbeiten mit zwei Teilnehmerinnen in dem einen und Martin und Kerstin mit den anderen beiden in dem anderen Raum. Andrés und Marion pendeln dabei nach einem wahrscheinlich gut strukturierten System immer mal in den einen und in den anderen Unterricht. Allerdings verpassen sie leider den Moment in dem Tanja KURZ von Kelit das Wort übernimmt, nachdem Kelit bis dahin sehr ruhig und klar den Weg der Atmung erklärt hat. Was dann passiert lässt sich nur noch mit „Information Overflow“ beschreiben.

Die Erklärung zu allen drei Gebieten Atmung, Kehlkopf, Kopfresonanzräume dauert im Normalfall in etwa 90 Minuten. Tanja schafft es tatsächlich mit einem Wortanteil von gefühlten 15000 pro Minute den Teilnehmern alle drei Gebiete in ca. 10 Minuten zu „vermitteln“. Während man, wenn man mal hingeguckt hätte, über Kelits Kopf die blinkende Signallampe hätte blinken sehen und hören können, dass das ganze hier gerade etwas aus dem Ruder läuft, haben die Teilnehmerinnen offenbar gerade ein Ticket für die Erklärungsachterbahn gelöst 😉 Hier nochmal einsteigen, hier nochmal dabei sein.

Kelits permanentes Inneres schlagen auf den Notruf-Buzzer bleibt leider ohne Reaktion bei Tanja. Wir sind halt in der Ausbildung zum Vocalcoach… aber es gibt in dieser Situation auch zwei richtig gute Dinge zu berichten: Kelit verhält sich unfassbar professionell indem sie sich Tanja erst später, ohne die Teilnehmerinnen mal zur Brust nimmt, und das auch noch sehr sachlich und konstruktiv im Ton UND dank der Tatsache, dass die Teilnehmerinnen voller Motivation sind bleibt trotz der „Zuviel auf einmal“-Methode doch einiges hängen. Immerhin sind wir uns bei der Auswahl der Lernmethode was die praktischen Anwendungen geht wieder einig.

Wir merken allerdings, wieviel Psychologie in dieser Arbeit wirklich steckt: Was machen, wenn Teilnehmer aus guten Gründen etwas nicht mitmachen können? Und wie auf der richtigen Seite des schmalen Grades bleiben, der da aufgeteilt ist zwischen: „Ich hab da ein gesundheitliches Problem“ oder jemandem, der sich einfach mit geschickten Argumenten um Aufgaben drücken will und das manchmal ohne dass es ihm selber bewusst ist. Wir haben uns die Mittagspause auf jeden Fall redlich verdient.

Nach der Pause dürfen wir glücklicherweise auf Andrés fragen hin, selber entscheiden, wer von uns den Teilnehmerinnen den Workshop-Bestandteil „Kehlkopf“ erklärt. Ist jetzt irgendwer überrascht, dass wir uns alle für Kerstin entscheiden? Nein, oder? Und das Kerstin das gut macht kommt auch nicht überraschend, oder? Gut, dass es die Kerstin gibt! Andrés unterstützt hier und da noch und erklärt dann im Anschluss, eigentlich eher, wie „nebenbei“ die Kopfresonanzräume, die uns immer eher Kopfschmerzen bereiten, wenn wir sie erklären.

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Andrés erklärt das Schwingungsverhalten der Stimmlippen

Danach geht es an die Trainingstöne. Im Rotationsverfahren erarbeiten wir mit den Teilnehmerinnen Trainingstöne. Schnell wird uns klar, dass wir unsere Unsicherheiten, aus welchem Grund auch immer sie bestehen, ablegen oder zumindest nicht zeigen dürfen. Es ist unfassbar zu sehen, wie schnell man als Coach bei Teilnehmerinnen in der zweiten Reihe steht, wenn man nicht ausstrahlt und vermittelt, dass man Ahnung hat, von dem was man da tut.

Am Ende des Tages singen alle Teilnehmerinnen nochmal ihren ersten Song vor und es ist ein tolles Gefühl zu sehen und zu hören, wie ernsthaft und ehrgeizig die Teilnehmerinnen an ihren Bühnen-Baustellen arbeiten: Egal ob Gesang oder Performance: Die Umdenkprozess ist bei allen aktiviert. Nach dem alle Teilnehmer weg sind gibt es für uns noch eine Abschlussrunde, denn auch und gerade für uns ist Reflektion durch uns selber und andere unverzichtbar.

Freitag, 06.03.2015 10 Uhr MEZ

Rührei-Intensiv Workshop-Befürchtungen und Befruchtungen

Wie schon erwähnt lässt unsere Ferienwohnung leider sehr zu wünschen übrig. Umso mehr wissen wir Martins morgentliches Rührei zu schätzen. Völlig ohne Absprache finden sich Tanja und Kerstin als Brötchen-Shopping-Team zusammen, während Kelit sich um das Decken des Tisches kümmert: Wir sind ein echt gutes Team, immer alles kommentieren musst, was Du tust, wird für Tanja dann auch schon der morgendliche Ausflug in den Supermarkt zur Coachingzone. Hilft ja nix: Wenn man selbst nix merkt, muss es einem ja mal einer sagen, oder zwei oder fünf… je nachdem wie resistent man ist… okay, dann fünf, ne Tanja?

Und schon sind wir, ausgeschlafen und mit Rührei und Brötchen im Bauch wieder in der Academy. Heute vormittag dürfen wir uns dann auch wieder mit unseren Baustellen als Künstler beschäftigen. Es mag langweilig sein, aber für uns ist es immer wieder die Arbeit an Spannung, Emotionen und Atmung! Gegenseitiges coachen ist einfach ein fester Bestandteil für uns geworden. Jeder arbeitet an neuen Songs und Möglichkeiten diese mit der POWERVOICE-Gesangstechnik umzusetzen; und auch Martin hat sich diesmal einen Song ausgesucht, bei dem wir Mädels ihm noch den einen oder anderen Tipp geben können. Dass wir jetzt auch noch zusammen wohnen führt einfach auch dazu, dass wir uns besser kennenlernen und uns auch vertrauen. Die Ausbildungszeit ist fast wie eine nie endende Intensivwoche! Die Menschen, mit denen man diese Zeit verbringt vergisst man nicht wieder!

Im Anschluss kommen wir zu einem sehr spannenden Programmpunkt in diesem Intensiv Workshop: Die Teilnehmerinnen schreiben einen eigenen Song. Sie suchen sich aus den von POWERVICE produzierten Playbacks das für sie passende aus und fangen an, in von Andrés zusammengestellten Zweiergruppen, ihre eigenen Songs zu schreiben.

Texten, texte, texten

Texten, texte, texten

Was sich Andrés bei der Zusammenstellungen der Gruppen gedacht hat, wird uns lange ein Rätsel bleiben. Beide Gruppen haben sich spannender Weise das gleiche Playback ausgesucht und wir freuen uns schon auf die Ergebnisse. Die Zeitvorgabe: Drei Stunden bis zu Präsentation des eigenen Werkes. Während sich die eine Gruppe mit Feuereifer an das Entwickeln eines Textes macht, herrscht in der anderen Gruppe Funkstille; und Funkstille ist noch der bessere Zustand in dem Fall. Wir Coaches machen uns ein bisschen Sorgen um Leib und Leben der Teilnehmerinnen die nicht nur nicht auf einer Wellenlänge liegen sondern eigentlich nicht mal im gleichen Ozean schwimmen; wir können uns nicht vorstellen, was das für ein Ergebnis werden soll. Es gibt eben immer Chemie zwischen zwei Menschen… mal stimmt sie und mal geht das Labor in Flammen auf. Wir Coaches haben mehr als einmal gedanklich schon den Feuerlöscher parat in dieser Zeit und fühlen uns ein bißchen überfordert mit der Situation. Das Ergebnis wird uns allerdings überraschen. Nach deutlichen Worten und Tränen sind dann letztlich alle schwer damit beschäftigt einen Song zu schreiben, den man auf die Bühne bringen kann.

Nach drei Stunden ist es soweit: Showtime! Was sagt man da? Zwei Ergebnisse, die sich absolut hören und sehen lassen können.

Der eigene Song wird vorgestellt

Der eigene Song wird vorgestellt

Ausgerechnet das Funkenflug-Team überrascht uns damit, dass sie sich gegenseitig motiviert haben und ihre musikalischen Grenzen überschritten haben. Da singt dann die Rockerin schon mal einen sehr großen Anteil in der Kopfstimme und die Balladensängerin singt unter Einsatz der Taschenfalten…. Nein Taschenfalten sind nicht die neuen Abnäher aus „Shopping Queen“ sondern die über den Stimmlippen befindlichen Ventile die man mit ein wenig Übung gekonnt für den Rockgesang einsetzen kann… und das haben die jetzt innerhalb dieser kurzen Zeit umgesetzt…?! Respekt! Alle haben eine wirklich beeindruckende Leistung gebracht! Songs die ins Ohr gehen und in den Fuss der nicht aufhören kann mitzuwippen. Und morgen werden die Songs aufgenommen: Es steht Studioarbeit an! Da müssen alle fit und ausgeschlafen sein un deshalb erstmal: Feierabend!

Samstag, 07.03.2015 10 Uhr MEZ

I tell you what I want….

Der nächste Morgen beginnt für uns mit einer Tagesbesprechung und es gibt einen schriftlichen Tagesplan der vor Workshopbeginn in unsere geheime Ausbildung zum Vocalcoach, kurz CIA-Gruppe auf Facebook gepostet wurde. Tja, nützt uns mit unserem löchrigen Inter“netz“ nicht viel, aber in der Academy hängt er dann auch schon überall aus.

Während die eine Gruppe mit Andrés im Studio verschwindet um den ersten Song aufzunehmen. Arbeitet die andere Gruppe mit Marion nochmal an der Interpretation der Songs, der Bühnenpräsenz und der Frage: Woher Spannung nehmen und nicht stehlen? Es wird sich zeigen, dass so manch einer auch ohne reales Theraband (ein Kompensationsmittel) auf der Bühne, am Abend bei der Open Stage ein imaginäres Theraband zieht und uns damit gesanglich voll abholt.

Die Teilnehmerinnen bekommen noch eine weitere Runde Trainingston-Training und wir sind nach wie vor beeindruckt und begeistert, wie schnell sich das Erlernte bei den Teilnehmerinnen verfestigt. Aber uns wird auch klar, wie nah und emotional diese Zeit ist. Wer sich auf einen Intensiv Workshop einlässt nimmt unbezahlbare Erfahrungen mit. Gesanglich und vor allem auch menschlich und emotional. Stimme ist eben ein Ausdruck der Persönlichkeit und was man vielleicht beim Sprechen noch geheimhalten kann, lässt sich beim Singen nicht mehr verbergen. Plötzlich wird klar, wie nah einige Emotionen der Songs den eigenen sind und da lassen sich die Tränen manchmal nicht mehr zurückhalten. Es wird schnell klar, dass es vor allem die Erfahrungen sind, die man mit seinem Gesang macht und dem Feedback, gerade auch aus dem eigenen Umfeld. Es ist bewegend zu sehen, was es mit einer wirklich guten Sängerin passiert, wenn sie sich nicht aufgehoben fühlt in ihrem musikalischen Umfeld. Das sollte wirklich jeder beherzigen: Musik und vor allem auch Gesang ist etwas sehr Persönliches, ja etwas Intimes, das gewertschätzt werden muss, wenn es wachsen und gedeihen soll.

Die Studioaufnahmen sind eine sehr aufregende Erfahrung und die Ergebnisse zu hören umso mehr! Andrés bei der Studioarbeit über die Schulter zu gucken ist immer wieder ein Erlebnis. Da werden Nuancen nochmal verändert, verbessert und alle Teilnehmerinnen kommen glücklich mit ihren Ergebnissen aus dem Studio!

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Studioarbeit

Wenn das nicht ein Grund zu feiern ist und wo feiert es sich besser als bei der monatlich stattfindenden Open Stage! Der Ausprobier-Spielwiese für alle die Lust haben vorbeizukommen. Ja, Ihr auch! Das nächste Mal findet die Open Stage am Samstag, den 11. April statt und der Plan für uns wäre, dass wir Euch als neue Coaches begrüssen können!

Vorher heißt es aber erst mal: Futter fassen 😉

Bei der Open Stage im März allerdings stehen wir, genau wie die Teilnehmerinnen, einfach nur mit viel Spaß auf der Bühne.

Wahnsinn, wieviel da ausprobiert wird. Wer war doch gleich noch die Teilnehmerin, die noch am Donnerstag niemanden angucken konnte während des Singens?! Keine Ahnung, ist nix mehr von zu sehen! Wir haben einen tollen Abend zusammen und als Andrés dann endlich mal aus dem Studio kommt, wo er sich mit der Feinabstimmung der aufgenommenen, selbstbeschriebenen Songs der Teilnehmerinnen beschäftigt hat, ist unsere Stunde gekommen. Ab auf die Bühne mit unseren Spice Girls. Kerstin links, Tanja rechts und unser Lieblings-Spice-Girl Martin in der Mitte.

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I Tell You What You want…

Wir haben einfach nur Spaß und tatsächlich ist auch etwas von unserer Choreo zu erkennen. Nicht nur Kelit, die kaum vor Lachen noch filmen kann, sondern auch alle anderen fühlen sich einfach nur gut unterhalten. Wenn wir irgendwas gelernt und jetzt auch umgesetzt haben, ist es offenbar, dass wir uns nicht mehr so ernst nehmen auf der Bühne und uns einfach darauf konzentrieren Spaß zu haben und das Publikum zu unterhalten. Was für ein schöner Abend!

Sonntag, 08.03.2015 10 Uhr MEZ

Intensiv Workshop letzter Tag – bleibt alles anders

Der letzte Tag des Intensiv Workshops startet wir uns mit einer Feedback-Runde betreffend die Open Stage. Leider sind wir ein bisschen spät dran, weil es heute ja wieder nach Hause geht und wir noch aus unserer Wohnung ausziehen mussten. Deshalb entscheidet sich Andrés für Instant-Lob. Instant hin oder her: Das tut uns einfach wahnsinnig gut! Wir sind erwachsene Menschen, die nicht erst seit gestern mit beiden Beinen im Leben stehen. Aber die Ausbildung zum Vocalcoach ist ein bisschen wie freier Fall, im positiven Sinne natürlich 😉  Man lässt alles Bisherige los und begibt sich nochmal auf die Schulbank. Das ist nicht leicht und führt zu viel, wenn auch konstruktiver, Kritik und bewegt uns sehr. Wie oft hatten wir in den letzten Monaten das Gefühl festzustecken, nicht weiterzukommen, uns vielleicht nicht genug zu entwicklen. Aber in dieser Einheit, die ja für uns sieben Tage Ausbildung hieß, sind wir unserem Ziel einen riesengroßen Schritt näher gekommen.

Der Tag vergeht in einer Art Vorfreude und Abschiedsschmerz. Allerdings nicht nur deshalb, werden an diesem Tag mehr Taschentücher verbraucht als sonst. Die Teilnehmerinnen gehen mit Marion zusammen nochmal auf die Emotionsebene und lassen sich darauf ein über ihre Grenzen zu gehen. Das bewegt alle sehr und führt auch zu Tränen. Es bedeutet aber auch einen großen Befreiungsschlag. Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie sehr der Intensiv Workshop einen bewegt. Wenn man es schafft, das was man in diesen Tagen angefangen hat zu verändern und festzuhalten, was man über sich gelernt hat und auch nur einen Anteil dieser vier Tage mit in die reale Welt zu übernehmen, dann ist eigentlich fast alles möglich. Zum Beispiel, dass man im nächsten Jahr mit einem Mal in einer Ausbildung zum Vocalcoach sitzt, weil man möchte, dass andere auch diese intensiven Erfahrungen machen können, die man selbst gemacht hat. Erfahrungen, die, auch wenn das jetzt sehr nach Hollywood klingt, das Leben verändern können!

Klingt das hier gerade nach Abschied?! Ja, ist es auch irgendwie. Wir müssen uns nicht nur von den Teilnehmerinnen verabschieden, die uns in den letzten vier Tagen sehr ans Herz gewachsen sind, uns wird auch klar, dass für uns der letzte Monat der Ausbildung zum POWERVOICE Vocal-Coach anbricht. Noch ein Monat!!! Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Bis bald Eure Peggy :)

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Peggy Kircheis

Hi, ich bin Peggy von den Erzmountains, blond und im Sommermonat August geboren. Mein Lebensbarometer schlägt stark in Richtung Optimismus aus, so dass mein unmittelbares Umfeld schon mal der Verzweiflung nahe ist. Ich liebe es Bäume zu umarmen, bin in stillen Momenten leise und habe keine emotionale Bindung zu meinem Schuhschrank. Am liebsten Lache ich über mich selbst – das zieht sich in die Länge und kann Stunden dauern. Und zu letzt, bin ich davon überzeugt, dass jeder, der den Weg seines Bauchgefühls geht, immer in die richtige Richtung läuft. Start walking!

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