Teil 1/6 Sängerausbildung – 1. Ausbildungseinheit vom 18.11. – 19.11.2017

Teil 1/6 Sängerausbildung – 1. Ausbildungseinheit vom 18.11. – 19.11.2017

Ausbildung zum Certified POWERVOICE Singer | Sängerausbildung

Ausbildungseinheit 1/6 vom 18.11. – 19.11.2017

Willkommen zum 1. Teil unserer Sängerausbildung

Meine bescheidene sängerische Vergangenheit

Hallo und guten Morgen aus dem nördlichen Hamburg, es ist 8:15 Uhr und ich sitze bei einer riesigen Tasse Kaffee an meinem Azubi-Blog Nummer 1. Start der Sängerausbildung.

Mein Name ist Ina und ich bin ehrlich gesagt wie die Jungfrau zum Kinde zu POWERVOICE gekommen. Ich gebe zu, vor 16 Jahren ist mir POWERVOICE schon mal in einer Bar im Zusammenhang mit Karaoke begegnet und ich war (Achtung neudeutsch (!)) GEFLASHT, aber das war es dann damals auch erstmal. Beeindruckt war ich von den unterschiedlichen Sängerinnen und Sängern, die in meinen Augen super performten und fantastisch gesungen haben, aber ich hatte mich gedanklich nicht weiter mit POWERVOICE beschäftigt, da es mir  überhaupt nicht in den Sinn kam selber singen zu wollen.

Ich war schon immer ein großer Musikliebhaber und verbinde ganz viele Momente in meinem Leben mit persönlichen Soundtracks, aber das ich selber mal singen soll bzw. „könnte“, kam mir nie in den Sinn …

Wie ihr sicherlich schon ahnt drehte sich die ganze Story, denn sonst würde ich jetzt nicht hier sitzen und den Azubi- Blog schreiben!

Um es kurz zu machen, es kam so: Die Ina hat im Laufe der letzten 16 Jahre ab und an mal (wenn der Alkoholpegel entsprechend stimmte) Karaoke singen dürfen. „Dürfen“ ist hier genau das richtige Wort, denn mit „schön“ und „toll“ hatte das recht wenig zu tun!

„Ich will keine Schokolade“ von Trude Herr war mein „Klassiker“ und so hatte ich einen Song gefunden, den ich für mich als akzeptabel im (Alkohol-) Rausch der Gefühle manches Mal in Karaokebars zum Besten gab. In meinem Umfeld gab es viele Bekannte, die sich auch ohne ein Schlückchen nicht trauten zu singen und danach dem Schlückchen vielleicht mehr, als sie sollten, aber das ist ein ganz anderes Thema und schließlich möchte ich mich ja auch nüchtern trauen …

POWERVOICE begegnete mir dann erst vor kurzem wieder und zwar bei Facebook. Irgendwie wurde mir ein Beitrag mit „das könnte dich auch interessieren“ angezeigt, bei dem POWERVOICE eine Rolle spielte. Ich wurde „hellhörig“ und schaute mir alles an, was da in der Zwischenzeit bei der Firma so passiert ist. Ich likete die Seite, folgte bei Instagram und schrieb Andrés eine Nachricht. Er antwortete dann auch direkt und so hatten wir ab und an Kontakt.

Von der Probandin zur Sänger-Azubine

Eines Tages kam dann eine Nachricht von ihm, in der er mich fragte, ob ich nicht Lust hätte als „Probandin“ bei der Ausbildung zum Vocalcoach zu fungieren. Ich war neugierig und sagte direkt zu. Ich hatte überhaupt keine Ahnung was auf mich zukam und so war ich einfach nur gespannt.

Die Auszubildenden, die Übungen, das Flair und die Kompetenz aus diesem Probandentag haben mich so sehr umgehauen, dass ich total begeistert Richtung Norden in mein Reich gefahren bin. Diese Aktion war am Donnerstag, 09. November …

Nachdem Andrés und ich im Anschluss ein wenig hin- und hergeschrieben haben, meinte er, dass ich gut in die bereits ausgebuchte „Sängerausbildung“ Gruppe passen würde. Ich brauchte eine Nacht Bedenkzeit, denn ich wollte keine Entscheidung treffen, die ich später bereuen würde, schließlich habe ich mitbekommen, dass man sich als Sängerin schon recht „entblößen“ muss, will man mit seinem Gesang und seiner Performance Menschen berühren. Es waren noch 9 Tage nach meinem Probanden-Erlebnis bis zum Ausbildungsstart …

ICH ???
DIE, DIE NICHT NÜCHTERN KARAOKE SINGEN KANN?
DIE, DIE NIEMALS WAS MIT SINGEN AM HUT HATTE?
DIE, DIE ANDERE BEWUNDERT SICH ABER SELBST NICHT TRAUT?
DIE, DIE DAS GAUMENSEGEL DEM SEGELSPORT ZUGEORDNET HATTE?
NEIN!!! ICH DOCH NICHT…

Ein Wochenende des Nachdenkens, Abwägens, Zögerns und Zauderns lag vor mir, bis ich mich dann 5 Tage nach meinem Probandentum dazu entschlossen hatte 4 Tage später mit der Ausbildung zu starten.

4 Tage zur Vorbereitung lagen also vor mir …. Ich empfand Druck, großen Druck, sehr, sehr großen Druck! Die Angst mit all den Sängern diese Ausbildung zu starten war groß. Sicherlich würde ich die Unerfahrenste sein, um den Begriff „die Schlechteste“ zu vermeiden.

Es geht los … Tag 1 der Sängerausbildung

Der Samstag kam irgendwie schneller als sonstige Samstage …

Um 11 Uhr sollte es losgehen, aber hier zeichnete sich schon die erste Tendenz des Streberdaseins ab, fast alle waren bereits um halb elf da. Zögerlich wurde sich draußen kurz vorgestellt und dann kam auch schon Andrés. Etwas zugenommen hat er in den 16 Jahren … 🙂

Im Seminarraum von POWERVOICE war die Kommunikation unter uns Sänger-Azubis erst ein wenig „rantastend“, möchte ich mal sagen. Alle waren gespannt was nun passierte und vor allem auf die Vorstellungsrunde: Wer ist wer und warum und wie viel Erfahrung bringt jeder Einzelne mit?!

Dann ging es los und ich schreibe mal ganz kurz, wer, wer ist:

  • Susi aus dem Erzgebirge – singt seit vielen Jahren recht professionell, war durch einen POWERVOICE-Workshop überzeugt, dass die Sängerausbildung das Richtige für sie ist
  • Sarah aus Chemnitz – singt ebenfalls seit Jahren professionell – hat den gleichen Workshop wie Susi besucht und bildet jetzt eine Fahrgemeinschaft mit ihr
  • Andrea aus der Schweiz – hatte Unterricht, der sie nicht so richtig weiterbrachte, will es jetzt aber wissen, kam auf Empfehlung einer ehemaligen Auzubildenden aus der Schweiz
  • Mickela aus Karlsruhe – was für eine Stimme (vom ersten Song an hat sie mich umgehauen), hatte eine Stimmanalyse bei Andrés gebucht und schon war sie dabei
  • Tini aus Usedom – hatte mal einen 4 Tage Workshop besucht und möchte als Schlagersängerin durchstarten
  • Rolf aus Bendestorf (also umme Ecke von Jesteburg) – hatte eine Stimmanalyse bei Andrés und sagte danach: „Wenn nicht jetzt, wann dann!“
  • Und dann die Ina, der Gesangsschisser aus Hamburg

Nachdem wir dann vollzählig und gut gelaunt durch die Vorstellungsrunde gegangen sind, setzten erste Sympathien ein und eine gewissen Dynamik entstand bereits in der Gruppe.

Dann, der Boss:
Eure Aufgabenstellung ist es den Song zu performen, den ihr am Besten könnt! Mir ging der Arsch auf Grundeis – Ina hat ohne Mutmacher keinen besten Song … 🙂

Song 1 in der Sängerausbildung

Unsere Perfomances wurden via Video aufgezeichnet und wir sechs Nichtsingenden notierten fleißig, was uns an der jeweiligen Performance aufgefallen ist und wie wir uns als Zuschauer gefühlt haben, was fanden wir gut und was ist womöglich noch ausbaufähig. Andrés betonte bei dieser Aufgabenstellung schon mit einem fetten Grinsen im Gesicht, das die Analyse sicherlich fast nur positiv ausfallen würde, weil wir niemanden verletzen wollen, zumal wir uns noch nicht so gut kennen! Und so war es dann auch …

Sängerausbildung November 2017: Songvorstellung: Sarah

Songvorstellung: Sarah

Sängerausbildung November 2017: Songvorstellung: Susan

Songvorstellung: Susan

Sängerausbildung November 2017: Songvorstellung: Tini

Songvorstellung: Tini

Sängerausbildung November 2017: Songvorstellung: Rolf

Songvorstellung: Rolf

Später sollten wir dann aber erkennen, dass es uns nur dann weiterbringt, wenn wir ehrlich sagen, was wir empfinden und wie wir das Bühnenspektakel beurteilen, denn nur so kann man die Stärken stärken und die, ich nenne es mal Defizite, angehen.

Nacheinander kamen wir an die Reihe und durften unseren Song auf der Bühne präsentieren. Andrés hatte mit all seiner Erfahrung natürlich eine viel größere Sichtweise, oder auch Analyseweise als wir. Seine Analysen waren ehrlich, direkt, aber immer auch mit einem Stück Verständnis für die Situation. Im Laufe der beiden Tage wurde uns immer klarer, dass wir auf der Bühne ein Stück Exhibitionismus betreiben würden, wenn wir unser Publikum erreichen wollen.

Meine Vertraute, Marion

Mir fällt grade auf, dass ich Marion – oder wie Andrés sie auch liebevoll nennt „das kleine schwarzhaarige Monster“ – noch gar nicht erwähnt habe. DAS darf natürlich nicht sein! Ihr kennt sie „bestimmt“ alle von den POWERVOICE Instagram Storys! Marion hat uns natürlich neben Andrés den Tag über liebevoll begleitet, fleißig Instastorys gemacht und die Außenwelt mit Informationen versorgt.

Als Marion uns nach der Mittagspause erzählte das die Open Stage am Abend von uns mit jeweils zwei Songs begleitet wird, war die Freude groß, vielleicht nicht bei allen, aber das weiß ich nicht mehr, weil mir das Herz wieder einmal irgendwohin rutschte, wo es nicht hingehört.

Marion machte mir Mut und erzählte, dass sie, bevor die die Ausbildung zum Vocalcoach machte, überhaupt nichts mit singen zu tun hatte. Am Abend sollte ich dann wehen und hören, wie sich ihr Gesang und ihre Performance von einer Nichtsängerin zu einer  mitreißenden Sängerin gewandelt hat. So will ich auch mal rocken können.

Meine erste Open Stage bei POWERVOICE

Um 20 Uhr ging es dann mit der Open Stage los. Die ersten Gäste trafen ein und es wurde immer voller, es blieb aber auch gemütlich. Nach und nach performten wir unsere Songs und die Stimmung war hervorragend. Wow, machten es meine Mitstreiterinnen und der Hahn im Korb Rolf souverän. Einer nach dem anderen rockte, performte, eroberte die Bühne.

Mike und Rolf sangen dann noch „Griechischer Wein“ und eine süßes Päarchen, Carola und Sebastian ließen uns in ihren Autos bei „Im Wagen vor mir mitfahren“, Emma wollte mehr Bass und, und, und …

Es war ein geiler Abend und wir hatten jede Menge Spaß, weil auch noch etliche andere Gäste viele spannende Songs auf die Bühne zauberten. Das ist nicht wie in vielen Karaokeläden, wo man unter 1,5 Promille nicht im Traum daran denkt zu singen.

Mein erster POWERVOICE Open Stage Abend war echt großes Kino und endete dann gegen 23 Uhr, denn wir, die SIA´s, mussten ja am Sonntagmorgen wieder um 11 Uhr fit sein um unsere Ausbildung weiter genießen zu können.

Sängerausbildung November 2017: Open Stage - Andrea

Open Stage – Andrea

Sängerausbildung November 2017: Open Stage - Sarah

Open Stage – Sarah

Sängerausbildung November 2017: Open Stage - Rolf

Open Stage – Rolf

Sängerausbildung November 2017: Open Stage - Susan

Open Stage – Susan

Sängerausbildung November 2017: Open Stage - Mickela

Open Stage – Mickela

Sängerausbildung November 2017: Open Stage - Tini

Open Stage – Tini

Der Tag danach …

„Sonntag, 11 Uhr Ortszeit in Jesteburg“ … nein sorry, noch nicht ganz, einige Streber waren wieder zu früh da. Es dröhnte laute Musik aus den Autos und die Stimmung ist unglaublich gut.

Als wir alle im Seminarraum fast vollständig waren (Rolf hatte leider einen wichtigen Termin, den er im Vorfeld nicht absagen konnte), setzten wir uns im Halbkreis zusammen, um die Open Stage Revue passieren zu lassen und das via Beamer. Einige von euch werden das kennen: Sich selbst auf Großbildleinwand ertragen zu müssen ist schon sehr hart!

Open Stage Analyse

Einige von uns sackten automatisch schon in den Stühlen zusammen…

Nach und nach spielte Andrés schonungslos die einzelnen Auftritte ab und scheute sich nicht davor, besonders lustige oder „emotional sehr wichtige Stellen“ aus dem Auftritt bei mehrfachen Wiederholungen knallhart zu analysieren. Die Analyse war eine tolle und gelungene Lerneinheit mit wunderbaren Momenten und schonungslosen Lachflash´s.

Erst bei den Analysen entwickelt man so langsam das Gefühl, wie man nach außen wirkt und wir stellen fest, zumindest die „Nicht-viel-SängerInnen“, dass die Eigenwahrnehmung während der Performance sich doch massiv von der Außenwirkung, sowohl in positiver als auch negativer Form, unterscheidet.

Nimm dich nicht so wichtig

Danach machten wir Pantomime-Spiele und Interviewsituationen, um unsere Spontanität zu testen und zu erweitern. Das führte zu sehr vielen lustigen Situationen und wir hatten wieder einmal etliche Lachflashs. Nach der Mittagspause stand KILLER KARAOKE auf dem Programm.

Der Name ist Programm! Wir sangen Songs, die wir noch niemals in unserem Leben gehört hatten und auch wohl nie hören würden. Wir bekamen das Playback und den Text, den sich der Songwriter dazu ausgedacht hatte. Wir brauchten nur noch den Text zu nutzen und drauflos zu singen … Es ist unglaublich, dass einige von uns spontan Melodien kreierten, die genau zu dem Song passten und wahrscheinlich besser waren als die eigentliche Melodie …

Manchmal gab es dann noch eine Regieanweisung des Kapellmeisters Balhorn, wie: Sing das mal in einer Phantasiesprache, oder texte was Deutsches. Manchmal verstellte Andrés auch spontan das Tempo oder die Tonhöhe, einfach um uns aus unserem „ich will das perfekt machen“ herauszuholen.

Ich gebe zu, es gab die ein oder andere Situation die mich zur Verzweiflung brachte! Es stand alles unter dem Motto: Nimm dich nicht so wichtig, unterhalte die Leute! Juhu, großartig, wenn man im Kopf mit ganz anderen Themen beschäftigt ist! Aber auch hier zeigte sich nach und nach, weshalb wir diese Übung machten und was die Botschaft dahinter war. War ich anfangs völlig verzweifelt und dachte „was mache ich in einer Ausbildung mit lauter Sängern um mich herum“, aber irgendwann fing es sogar an Spaß zu machen und wir feierten uns selbst und heftig.

Danach sollten wir diese Lockerheit auf einen uns bekannten Titel adaptieren und bekamen unterschiedlichste Aufgabenstellungen: Wir erfreuten uns an

  • Tini´s „Mama Maria“, das die immer gut gelaunte Usedomerin mit total bösem Gesicht und mit mieser Laune singen musste und
  • Andrea´s O. K. von Farin Urlaub auf spontan gesungenem „Schwiizerdütsch“.
  • Mickela hat völlig losgelöst in „nervigem Assi- Bitch-Slang“ „Son of a preacher man“ geschmettert und
  • meine Wenigkeit durfte als eine eiskunstlaufende Micky Maus „Ich will keine Schokolade“ mit piepsiger Stimme singen.
Sängerausbildung November 2017: Ina

Ina: Ich will keine Schokolade

Sängerausbildung November 2017: Ina

Ina – Ich will keine Schockolade

Richtig gut gelaunt haben wir dann mit der Erfahrung aus dem Tag und der wichtigen Botschaft „NIMM DICH NICHT SO WICHTIG“ noch jeder einen Abschlusssong gesungen, bevor wir uns noch Gedanken darüber machten, was wir alles aus den beiden ersten Ausbildungstagen mitgenommen haben – eine Menge!!!

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Video Tagebuch: Sängerausbildung Teil 1/6

Schade, dass die tollen Tage im Leben immer sehr schnell vorüber gehen, etwas wehmütig verabschiedeten wir uns und ich freue mich wie Bolle auf die nächste Einheit und bin gespannt, was unser Drillsergeant dann mit uns macht.

Gern werde ich euch darüber berichten!

Bis dahin könnt ihr euch auf Instagram informieren, was bei POWERVOICE noch so abgeht …

Liebe Grüße sendet, Ina

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Ina Griesenbrock

Sängerin in Ausbildung bei POWERVOICE
Ich bin die Ina, 35 Jahre alt und leidenschaftlicher Musik-Konsument! Ich kann an dieser Stelle nicht über eine lange und intensive Musikkarriere berichten, denn die gibt es bei mir nicht. Zum Singen bin ich erst durch POWERVOICE gekommen und darüber bin ich sehr froh. Ich schreibe leidenschaftlich gerne und als es darum ging, wer die Ausbildungsblogs übernimmt, habe ich keine Sekunde gezögert und zugesagt. Ich werde euch also die nächsten 6 Monate in die SIA-Welt (SängerInnen in Ausbildung) entführen und freue mich darauf Geschichten aufzuschreiben, die das Leben in einer solchen Ausbildung erzählt. Viel Spaß beim Lesen wünscht, eure Ina

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