
Sängerausbildung: Azubi-Blog Teil 6/6 – 18.04. – 19.04.2026
Ausbildungseinheit 6/6 vom 18.04 – 19.04.026
Manege frei – für unsere letzte Ausbildungseinheit der Sängerausbildung
Schwuppsdiwupps, gefühlt kaum angefangen, schon waren 6 Monate rum und wir fanden uns in der Planung unserer letzten Show als SIA-Einheit wieder.
Einerseits erleichtert über die Tatsache, dass wir es mit all den Aufgaben, an denen wir in der Zwischenzeit wachsen durften, bis hierhin geschafft hatten und andererseits auch traurig über das Ende dieser gemeinsamen Reise. Dieses Ende sollte definitiv kein Abschied, sondern ein standesgemäßes “Auf Wiedersehen“ werden.
Unsere vorerst letzte Show als POWERVOICE-i-Dötzchen sollte für uns nochmal die Entwicklungsreise der letzten 6 Monate als Story aufgreifen, aufgeführt im Zirkus “Andrelli Marionelli“ und dirigiert von Daniel, der unserer Show nun zum 3. Mal in Folge den perfekten Moderationsrahmen geschenkt hat und mit seiner ansteckenden Energie eine nicht mehr wegzudenkende Säule unserer Gruppe geworden ist. Inzwischen dürfen wir Daniel nicht nur von Herzen danken, sondern ihm auch zur bestandenen POWERVOICE-Coach Prüfung gratulieren!!
Wie es zur Show kam
Wie gewohnt, möchte ich Euch die Vorbereitungen zu unserer Show nicht vorenthalten, so viel vorweg: solltet auch ihr mal in den Genuss einer Ausbildung bei POWERVOICE kommen, könnt ihr euch unter anderem schon jetzt auf die durch uns hinzugekommenen Bühnen-Props im ohnehin bodenlosen Fundus an Kostümen am Rocklantic freuen, auch wenn wir inzwischen feststellen mussten, dass meine Kostüme gerade noch so der pygmäenhaften Gummipuppe aus Show Nummer 3 passen …
Zirkus “Andrelli Marionelli“ .. Bezeichnend, dass die Peitsche, die der Zirkusdirektor Andrelli (wie gesagt gespielt von Daniel) schwingen sollte, das erste Accessoire war, das wir mit Andrés assoziiert haben. Getreu dem Motto “Work hard, play harder!“. Gefolgt von einem schwarzen Zylinder und rotem Frack, der wie sich herausstellte, Marion noch besser stand, als Daniel (hot damn!!).
Unsere Rollen in der Zirkusmanege standen schnell fest:
- Messerwerferin Angi – cool und scharf
- Seiltänzerin Anni – verspielt und zart
- Clownin Soona – bunt und sorgenlos
- Schlangenfrau Petra – wild und frei
- Assistentin Emi – verpeilt und (spontan) krank
- Der entfesselte Artist Matti – außer Rand und Band
Petra kleidete im Internet diesmal nicht nur sich, sondern den halben Rocklantic gleich mit ein. Und so verbrachten wir den zusätzlichen Tag, den wir für unsere letzte Einheit der Sängerausbildung hatten damit, große Banner anzubringen, die Zirkus-Kasse samt Abriss-Eintrittskarten einzurichten, den Popcorn-Bauchladen zu füllen und die Bühne voll mit LEDs, Lametta und Helium-Ballons zu spicken.
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Die Generalprobe
Sie verlangte uns alles ab. Unappetitlich triefnass standen wir uns anschließend, schwer atmend gegenüber und stellten fest, dass ein “beinahes Bühnen-Outfit“ für Probezwecke eine feine Sache gewesen wäre, um uns am Tag der Show nicht wieder in die durchgeschwitzten Klamotten vom Vortag pressen zu müssen.
Ich kann euch an der Stelle beruhigen, erstaunlicherweise blieb die erwartete Geruchsbelästigung aus. Was allerdings nicht ausblieb war der Ausbruch meiner “Seuche“. Gleich nach der Probe merkte ich “das Schwitzen war schon unnormal“, ich war fertig Leute, kurze Zeit später verließ mich dann meine Stimme.
Während des gemeinsamen Abendessens beim hiesigen Italiener (dem Hollenstedter Hof, italienischer hätte der Name wohl kaum gewählt werden können, aber köstlich war es trotzdem) versuchte ich mich mit Handzeichen und getippten Mitteilungen auf dem Handy am Gespräch zu beteiligen.
In der Unterkunft wurden sämtliche Mittelchen, die das Reisegepäck hergab zusammen- und in mich reingeworfen. Am nächsten Tag wurde bereits der Plan B ohne mich besprochen. Es fühlte sich so ein bisschen an, wie wenn jemand deine Beerdigung plant, während du noch daneben sitzt. Das darf doch nicht wahr sein!! Ich kann doch nicht ausgerechnet bei der Abschlussshow nicht dabei sein!!
Wie die Erinnerung an einen Sensei sah ich Andrés vor meinem inneren Auge zu mir sprechen: “Es gibt keine Heiserkeit, das ist alles nur Einbildung.“ Naja, oder so ähnlich. Jedenfalls, und da können wir auch wieder alle dazu lernen, ging es auch hier um die Feststellung, dass wir unseren Hals nicht malträtieren müssen, um zu singen. Die Körperspannung und richtige Atmung unterstützt die Laute, die wir produzieren.
600mg Ibu und eine Nasendusche später stand ich mit meiner Gruppe auf der Bühne. Nachdem wir den Vorabend ohnehin schon zusammen “im eigenen Saft“ verbracht hatten, kam der Hygieneabstand ohnehin zu spät.
Die Show – Andrésnelli Marionelli
Daniel begrüßte feierlich unser großartiges Publikum, dem wieder einiges an Entertainment geboten wurde. Wie schön, dass unsere Gummipuppe aus Show 3 auch wieder Verwendung gefunden hat. Wir haben unsere Schuldigkeit zum Thema Nachhaltigkeit getan. Aus Joachim Witt wurde Valerie an einem sich drehenden Todesrad.
Nachdem uns die Tatsache, dass wir im Fundus keinen passenden Schlüpper für sie gefunden hatten, am Vortag noch kurz besorgt hatte, wandten wir die bekannte Regel der Kunst an: tu so, als wäre es Absicht!!
Eigentlich hatten wir für die dicken Lippen einen anderen Anwendungsfall geplant … was soll’s, arbeite stets mit dem, was du hast! Wie herrlich das Publikum über dieses liebevolle Detail gelacht hat! Und ich sage immer: erlaubt ist, was gefällt (solange es keinem schadet)!
Valerie wurde von Angie mit Messern beworfen – ein Treffer nach dem anderen. Voll in die … wie gesagt, das Publikum war begeistert. Vielleicht handelt es sich bei uns auch um eine besonders infantile Gruppe, denn kurze Zeit später stellte Petra uns stolz ihre Muschi vor. Muschi ist glitschig, ca. 2 Meter lang und züngelt im Terrarium vor sich hin, wenn sie sich nicht gerade um Petras Hals schlängelt.
Wenn ihr euch fragt, welche musikalischen Genres wir diesmal bespielen durften: es war ein bunter Mix bestehend aus unseren jeweiligen Top 3 Songs unserer Sängerausbildung. Von Abba, Kay One über Rammstein bis hin zu Helene Fischer und Van Halen war wirklich alles dabei.
Daniel schwang zwischen den Acts die Peitsche und heizte unserem Publikum mit eigenen Darbietungen mächtig ein. Die Stimmung war wirklich großartig.
Anni begeisterte mit täuschend echt wirkenden, schwindelerregenden Drahtseilakten, Matti riss sich von überdimensionalen Ketten frei und bei aller Unterhaltung kam die Botschaft, die wir zum Ende der Show in Dankesworte fassten, auch visuell zum Ausdruck.
Bei unseren Ausbildungen, Workshops und überall dort, wo wir mit POWERVOICE unterwegs sind, entstehen jede Menge Fotos und Videos. Ein kleiner Teil landet auf Facebook, aber noch mehr Stuff findest du auf unserem Pinterest-Board.
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Freies Singen ist wahres Singen. Freies Singen braucht Seele, eine die sich öffnet, sich zeigt, die liebt und wagt. Natürlich sind Tränen geflossen. Tränen der Dankbarkeit und der Freude. Denn eines steht für uns fest: die Sängerausbildung haben wir in der Tasche, Mission completed, aber unsere Reise bei POWERVOICE ist noch lange nicht zu Ende.
Und so freuen wir uns schon jetzt auf die Aufnahme unserer Demo-Songs, unser nächstes Gruppentreffen im August, Petra freut sich auf die Villa of Music in (Achtung!) Kapstadt und den/die ein oder andere/n sehen wir bestimmt in der Coaching-Ausbildung wieder 😉
In diesem Sinne: Marion und Andrés, wir haben euch lieb und freuen uns auf die nächsten Abenteuer mit Euch: HASTA LA VISTA BABIES!
Herminda Martinez
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