Music Monday 8 – Marvin Gaye

Music Monday 8 – Marvin Gaye

Dead Rock Head: Marvin Gaye

 

 

Marvin Gaye (Sänger)
* 02.04.1939 – 01.04.1984

Kohle, Öl und C-Print auf Holzplatte 80 cm x 130 cm

Das Originalgemälde entstand im Jahr 1998  und findet sich auf www.ohlendorff-art.de als Bild Nr. 39 wieder. Hintergrund des Porträts bildet eine vergrößerte Bildzeitung- Titelseite vom 3. April 1984.

Marvin Gaye ist auch als hochwertiger Druck bei
Ohlendorff Art erhältlich.

 

 

Marvin Gaye

Marvin Gaye war ein US-amerikanischer Soul- und R&B-Sänger der in den 1960er, 1970er und frühen 1980er Jahre sehr erfolgreich war. Das Rolling Stone Magazin befand ihn als sechst besten Sänger aller Zeiten.

Marvin Gaye´s Vater war Prediger einer extrem religiösen und konservativen Glaubensgemeinschaft. Er sollte schließlich der Mörder seines Sohnes werden…

Marvin Gaye sang als Kind im Schulchor, lernte früh Klavier und Schlagzeug spielen. Als Schlagzeuger arbeitete Gaye später u. a. mit Smokey Robinson und den Miracles.

Nach seinem Schulabschluss ging Gaye zur Luftwaffe. Nach seiner Entlassung spielte er u. a. bei The Rainbows, dann bei The Moonglows. 1959 brachten sie mit Mama Loocie die erste Single heraus.

Sein Talent wurde bei einem Konzert in Detoit von Berry Gordy Jr., einem ehemaligen Boxer, dann US-amerikanischer Musikproduzent und Unternehmer des Schallplattenkonzern „Motown Corporation“ entdeckt. Gordy nahm Gaye schließlich unter Vertrag.

Die ersten drei Singles von Marvin Gaye waren nicht erfolgreich, doch mit Stubborn Kind of Fellow, Hitch Hike und Can I Get a Witness hatte er 1963 seine ersten kleinen Hits. Pride and Joy wurde 1963 ein Riesenhit. Bis 1977 brachten es 39 seiner Songs in die Top-40, darunter auch etliche Duette mit Mary Wells, Kim Weston und Tammi Terrell. Darunter waren Songs, wie Ain’t No Mountain High Enough (1967), Your Precious Love (1967), Ain’t Nothing Like the Real Thing (1968) und You’re All I Need to Get By (1968). Dazwischen hatte Marvin Gaye seinen bis dahin größten Hit: I Heard It Through the Grapevine.

Mit Tammi Terell ging er auf Tournee, die jedoch unterbrochen werden musste, da Terell Lähmungserscheinungen zeigte. Marvin Gaye war Terell sehr verbunden und als sie 1970 starb hielt Gaye eine bewegende Trauerrede. Anschließend fiel er in eine Depression.

Marvin Gaye veröffentlichte 1971 das Album What’s Going On, das ein Klassiker unter den Soulalben werden sollte. Die Verwendung von Elementen aus Jazz und Klassik, sowie politische Texte zu Umweltschutz, politischer Korruption, Drogenmissbrauch und dem Vietnamkrieg ließen das Werk deutlich von anderen Produktionen von Motown unterscheiden. Zuerst weigerte man sich den zu kritisch anmutenden Song What´s Going On zu veröffentlichen. Gaye drohte im Fall der Nichtveröffentlichung nie wieder für Motown aufzutreten. Als die Single schließlich Platz eins der R&B- und Platz zwei der US-Pop-Charts wurde, war die Veröffentlichung des kompletten Albums vorprogrammiert. Gaye trat später u. a. auch zusammen mit Diana Ross als „Marvin and Diana“.

1973 wird das sehr sexuell und gleichzeitig romantische Albums Let’s Get It On veröffentlicht. Das Album wird sehr erfolgreich. Sein erzkonservativer Vater verurteilt die erotischen Inhalte seiner Texte aufs Äußerste. 1974 wurde Marvin Gaye Vater einer Tochter, 1975 scheitert seine Ehe. Da er den Unterhaltszahlungen nicht nachkam verurteilte ihn ein Gericht ein Album zu veröffentlichen, um mit den Tantiemen seinen Unterhaltsverpflichtungen nachzukommen. Das 1978 erschienene Album Here, My Dear schrieb er so persönlich, dass seine Ex-Frau Anna Gordy sich überlegte ihn wegen Persönlichkeitsverletzung zu verklagen.

Als Marvin Gaye mit der amerikanischen Steuerbehörde Probleme bekam, zog er nach Belgien. Dort begann er an In Our Lifetime zu arbeiten. Er verließ Motown und unterschrieb 1982 einen Vertrag mit Columbia Records, wo er das Album Midnight Love mit der Single seines bekanntesten Songs Sexual Healing.

Durch seine Kokainabhängigkeit hatte Marvin Gaye immer wieder mit gesundheitlichen Problemen und Depressionen zu kämpfen. Nach einer Amerikatournee zog er 1983 zu seinen Eltern, um sich zu erholen. Doch statt Erholung gab es immer wieder Streit mit seinem Vater. Marvin Gaye drohte des Öfteren sich umzubringen. Dazu kam es nicht: Sein Vater erschoss ihn einen Tag vor Marvins 45. Geburtstag. Gaye´s Vater wurde dafür wegen Totschlags zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Marvin Gaye wurde 1987 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Gaye hat viele Sänger inspiriert, die ihre Verehrung in Songs zum Ausdruck brachten, wie z.B. The Commodores in Nightshift, 2Pac, Bloodhound Gang, Red Hot Chili Peppers, Samy Deluxe, Elton John, Johnny Guitar Watson, Beyoncé Knowles, Warren G, Busta Rhymes, John Mayer in Inner City Blues (Make me wanna holler), Timbaland, Spandau Ballet, Sarah Connor in Your precious Love – eine Duett-Coverversion, bei der Marvin Gayes Stimme eingespielt wurde, Fettes Brot in Hörst du mich?, Drake in Marvins Room  – und Big Sean feat. Kanye West & Roscoe Dash in Marvin And Chardonney.

R. I. P. Marvin Gaye

Musiktipp: I Heard It Through The Grapevine

POWERVOICE goes Südamerika! Aus diesem Grund wird während der im März stattfindenden Workshop-Tour die Music Monday Serie mit den Dead Rock Heads entfallen.

Am 07. April 2014 geht es dann mit Jim Morrison weiter! Rock on!!!

 

 

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Andrés Balhorn

Owner and Founder bei POWERVOICE
Andrés Balhorn ist POWERVOICE Gründer, Vocal Coach Ausbilder, Rocksänger, Produzent und Komponist. Seit 1987 ist er als Dozent ein Vorreiter für modernen für Rock/ Pop Gesangsunterricht. Sein 1996 im GERIG Verlag erschienenes Buch POWERVOICE avancierte zum Fachbuchbestseller und ist mittlerweile in der 14. Auflage. Mit mehr als 600 gegebenen Workshops ist er einer der erfahrensten Vocal Coaches in Europa.

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