Sängerausbildung: Azubi-Blog Teil 3/6 – 11.07. – 12.07.2026

Sängerausbildung: Azubi-Blog Teil 3/6 – 11.07. – 12.07.2026

Sängerausbildung von Mai 2026 – Oktober 2026 | Ausbildungseinheit 3 von 6

Am Dienstag nach der 3. Einheit der Sängerausbildung kamen die Hausaufgaben. Teil 1 der Hausaufgabe: DICSO ÄRA!

Ganz ehrlich Disco, das war die Blütezeit meiner Jugend (nachrechnen erlaubt). Wir haben auf den Tanzflächen meiner Kleinstadt abgezappelt, bis die Sohlen geglüht haben und das feine Leder unter den schicken Stiefeletten das eine oder andere Loch hatte.

Klar konnten wir mit unseren rudimentären Englischkünsten alle Texte mitgrölen, meistens war es laut, eher nicht schön. Als Gitarre spielender Teen und Twen habe ich alle Balladen rauf und runter gespielt, aber Disco-Happysound, den gab´s nur in der Disco und jetzt sollte ich einen dieser Songs nicht grölen, sondern singen …

Aber der Master of Desaster, hier bestätigt sich dieses Attribut mal wieder, wollte es so. Also, Disco-Songs bei Spotty gesucht. Alle Mädelssongs durchgetestet, nach 2 Zeilen gab es statt ergreifender Töne nur noch undefinierbares Gekrächze. Also: Frauenstücke adé. Mal schauen was die Männerwelt so zu liefern hat. Wobei auch diese bisweilen meinen Tonumfang sprengen. Schließlich bin ich bei “Words“ von F.R. David hängen geblieben, nicht so der typische Disco-Titel, aber er wurde zur damaligen Zeit in den Dissen gespielt.

Dann habe ich mir das Ding in die Ohren und ins Hirn geblasen, war doch der Auftrag alle Beginnings, Endings, alle Pausen punktgenau, bzw. taktgenau zu performen. Und siehe da: Es funktionierte! Das ist jedoch nur ein Teil von Songarbeit, wie wir es hier lernen. Sehr viel macht die Geschichte aus und welche Intention ich habe, wenn ich auf die Bühne gehe.

Andrés nennt es in einem Satz ungefähr so: „Mach dir bewusst, welche Berechtigung du hast, den Song vor Publikum singen zu dürfen!“ 

Freitag – mein Einzelunterricht

Im Einzelcoaching am Freitag ging es diesmal darum: Wie produziere ich einen kernigen Ton, raus aus dem Singsangeinerlei hin zu markanten Tönen, die beim Publikum ins Ohr gehen und im Gedächtnis bleiben.

Wie atme ich richtig, wieviel Luft gebe ich beim Singen ab.

Hierbei gab es direkte Anleitung vom Maestro himself.

Auch die Songs, die ich vorbereitet hatte, wurden mit einer Geschichte untermalt, was mir, ich gestehe, immer noch schwer fällt, aber der Herr Prof. Dr. Dr. Dr. Brüllhorn hat tausend Ideen auf Abruf und da großartige Unterstützung geleistet, durch die Frage „was willst Du Deinen Zuhörern erzählen?“ erreichten wir, dass ich zu meinem Song „Words“ dem Publikum eine aussagefähige Geschichte präsentieren würde.

Wiedersehen mit den Magnificant 6

Dann war es endlich wieder soweit: Aus allen Richtungen kamen wir angerauscht, um uns zu treffen, zu lernen und vor allem, Spaß zu haben auf und vor der Bühne. Vor, bei und nach den Ausbildungseinheiten. Wir waren alle neugierig, welche Outfits jeder SIA für Disco-Songs gewählt hat.  Also, ab in die 70er und 80er mit Haut und Haar.

Was für ein Hallo, nach 4 langen Wochen, die doch im Flug vergangen schienen. So trafen sich die Magnificant 6 am Place-to-be, empfangen durch coolen Sound aus dem Haus. Hier übte in unserem Trainingsraum schon jemand. Streber!

Beim Wiedersehen der Mag6 wurden ähnliche Erfahrungen aus den Einzelcoachings ausgetauscht. Aber was, um Himmels Willen hat ein, von Angela bei Ebay geschossener Puppenwagen mit den Beatles zu tun??? Nun, wir würden es später erfahren.

Vorbereitung für die MUSIC NIGHT

Nach dem Erfahrungsaustausch stand der Samstag ganz im Zeichen der Proben. Wer singt wann, wer von uns supported die jeweiligen Interpreten. Welche Requisiten werden benötigt und wer drapiert sie und baut sie anschließend wieder ab. Anfangs war uns nicht klar, dass wir durch diese Shows zu besseren Sängerinnen werden würden, aber mittlerweile macht das Ganze richtig Sinn, richtig, richtig Sinn.

Die Proben waren wieder mal straff organisiert. Wir haben uns daran gewöhnt, dass keine Idee für die Ewigkeit ist, sondern kurzfristig auch mal was umgeschmissen wird, weil eine andere Idee besser funktionieren wird. Unser Hirn ist am Samstag immer auf alles eingestellt, aber letztendlich funktioniert es immer genau so, wie Herr Brüllhorn es plant. Da darf man seiner Erfahrung und seiner Kreativität einfach folgen, der Mann versteht sein Handwerk!

Backstage bei POWERVOICE

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Time To Rock The Stage – MUSIC NIGHT

Volle Hütte, geile Stimmung, alle sind gut drauf, aber das ist hier am ROCKLANTIC immer so! SUPPORT, SUPPORT, SUPPORT! Einfach unglaublich!

Erst einmal durften wir ein Geburtstagskind feiern: Chinagirl alias Petra feierte mit uns und schmiss gleich mal ein paar Runden für das Publikum. Petra hat die Sängerausbildung vor uns gemacht und weil sie so begeistert war, hängt sie ab Mai 2027 gleich noch Part 2 dran. Danke Petra, dass wir mit dir feiern durften. Übrigens: Deine „ewig gute Laune“ ist auffällig und sehr ansteckend!

SHOWTIME: Den Anfang machte Ollie P. mit „It’s my life“ von Bon Jovi (hä . Disco? Ja-ja, ich weiß, kein Disco Sound, aber ein geiler Rock Song, der so gut von Ollie interpretiert war, dass Andrés in dieser Einheit auch hier ein paar Augen zudrückte …).

Angela spielte bei dem Song dazu eine so geile Luftgitarre, dass sich Richie Sambora sich ein Video davon ansehen sollte!

Angela blieb gleich auf der Bühne und schmetterte mit wahrer Stimmgewalt im passenden Lederjacken-Dress den Klassiker „Hot Stuff“ von Donna Summer. Alter Falter – das ging ab!

„Words“ wurde wie eine Suchanzeige inszeniert: Ricarda alias Andrea und das bin ja ich sucht den passenden Mann für ihr Leben. Die Anzeige wurde von Mariann vorgelesen, während ich so tat als würde ich die Anzeige gerade schreiben. Das kam klasse an und ich musste (zum Glück – aber nicht Andrés sagen!) gar nicht viel performen.

Eigentlich ist „Sunny“ von Bob Hepp ein trauriger Song. Mariann sang ihn im Stil von Boney M jedoch als hoffnungsvolle Version. WOW, das war beeindruckend, weil Angela vorher noch ein paar Worte am Grab von „Sunny“ zu Mariann sagte. Zu den Outfits von Mariann muss man nichts mehr sagen – dir scheint einfach alles zu stehen, liebe Mariann.

Wer jetzt zählt, und die vorhergehenden Blogs gelesen hat, wird feststellen, dass nur 4 SIAs von 6, nämlich die „Magnificant 6“, die Bühne gerockt haben. Was war passiert? Steff lag mit einem schlimmen Infekt, der ihr auch die Stimme geklaut hat, im heimischen Bett. BTW: GUTE BESSERUNG liebe Steff, auch das schlimmste Kratzen im Hals verabschiedet sich irgendwann. Nicole war mit den besten Vorsätzen ins Wochenende gestartet, hatte am Freitag im Einzelcoaching noch richtig gut und hart mit Andrés an ihren Songs gearbeitet, aber eine Migräne-Attacke hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Migräne ist ein Ar.c.l.ch!

Schaaaaade, wir hätten dich gerne gehört und gesehen, liebe Nicole! So waren wir nur zu Viert. Aber, nicht mit Andrés!

Die POWERVOICE-Familie ist groß und so fragte der Zeremonienmeister Biggi und Steffen, ob sie die Lücken füllen könnten.  Hier bei POWERVOICE wird sich geholfen – IMMER!

Biggi, zertifizierter POWERVOICE Coach überzeugte mit ihrer Powerstimme mit „I am what I am“. Steffen, ebenfalls zertifizierter POWERVOICE Coach lockte die SIAs zum Kasatschok auf die Bühne und testete unsere Kondition bis zur Atemnot mit garantiertem Muskelkater.

Nach der Discosongpräsentationspflichterfüllungsaufgabe (ich liebe Wörter mit viiiieeeeelen Buchstaaaaaaaben) performten wir Titel diverser Interpreten.

Ollie P. sang uns den Song „Still Loving you“ von den Scorpions, der wahrhaftig durch Mark und Bein ging.

Mariann, die ihre Liebe zur Rockmusik entdeckt hat, performte rockig und provokant „Start me up“ von den Rolling Stones, begleitet durch die wieder mal unglaublich toll inszenierte Luftgitarrenakrobatik von Angela und Ollie.

Unsere Gastsängerin Biggi fetzte mit „Satisfaction“ von den Rollenden Steinen über die Bühne.

Man, was hatten wir wieder einmal für ein unglaubliches Publikum. Der Pegel ebbte nie ab, es wurde gegrölt, getanzt, geklatscht, angefeuert. Wir alle lieben es auf genau dieser Bühne zu stehen und so viel Empathie entgegenzunehmen!

Ich selbst habe mir erlaubt die Crowd mit „Daydream“ von Lovin‘ Spoonful zum Tagträumen und Faulenzen einzuladen.

Und jetzt kommen wir zu Angelas Kinderwagen inkl. Puppe: Es wurde die Geschichte von Desmond und Molly Jones, den Protagonisten im Song „Obladi Oblada“, von Ollie P. und Steffen nachgespielt. Man, das war Unterhaltung pur!

Wer nicht dabei war kann sich nicht vorstellen, wie genial dieser Song durch die Aktionen von Ollie P. und Steffen wurde. Angela, das war ein Erlebnis, das immer bleiben wird, zumal man nicht mitzählen konnte, wie viele Kids die beiden live bekamen und zärtlich durch die Gegend flogen … Das ist ein Insider, den nur die anwesenden Gäste verstehen, also sei auch DU beim nächsten Mal live dabei! Andrés, was hast du immer nur für verrückte Einfälle!

Was für ein großartiges Konzert. Ich bin so stolz auf alle meine Mitstreiter und deren Fortschritte!

Ein großes DAAAAAANKE nochmal an Biggi und Steffen, dass ihr euch so reingekniet habt und uns so unfassbar klasse unterstützt habt!

Mit der obligatorischen „Open Stage“, wie immer mit richtig viel tollen performenden Sänger:innen, ging der Tag zu Ende.

Die Sängerausbildung wird lustig, aber auch hart, sagte einst Andrés. Das stimmt ohne Abstriche! Die Mischung aus fordern und fördern ist hier einmalig.

SINGEN IST LEISTUNGSSPORT, aber die Belohnung ist dafür zuckersüß!

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Sonntag – Videoanalyse, Rhythmik und Mehrstimmigkeit

Der Sonntag ist immer der Tag mit dem Motto „Die ungeschönte Wahrheit“, will sagen Videoanalyse. Anfangs gibt es immer eine „Stimmungsrunde“, sprich einen Wahrnehmungsaustausch den Vortag betreffend. Danach schauen wir und hören wir uns an, ob sich die Konzertwahrnehmung mit den Bildern und dem Ton decken.

Es ist ja keine Vollzeitausbildung und das Konzept sieht ja auch vor, dass Berufstätige wie ich diese Sängerausbildung machen können, aber: Was in so kurzer Zeit passiert, ist einfach unglaublich. Es gibt eine Effektivität, die man anfangs gar nicht einschätzen kann.

Einige von uns glaubten, dass wir Technik, Technik, Technik einstudieren würden, um bessere Sänger:innen zu werden. So nach und nach verstanden wir, dass Freiheit im Kopf die beste Technik ist und wenn dann noch die entsprechende individuelle gesngliche Technik dazukommt, dann fängt man an zu verstehen, warum die größten Sänger:innen der Musikgeschichte NIE Gesangsunterricht hatten. The Beatles konnten nicht mal Noten lesen, Jimmy Hendrix benutze Farben für seine Akkorde, weil Musiktheorie für ihn ein Fremdwort war.

Marion und Andrés, ihr habt Gesangsunterricht auf ein neues Level gebracht! Wer sich hier einlässt, der wird soooo viel erreichen. Ich sehe und höre das immer, wenn ich eure ehemaligen Schützlinge auf der Bühne bewundern darf: Diese professionelle Energie, diese Ausstrahlung ….

Zurück zu uns: Die Mühen im Vorfeld haben sich gelohnt, sie haben uns wieder ein großes Stück weitergebracht, und wir können stolz auf uns und unsere Fortschritte sein!

Am Sonntagnachmittag haben wir ein paar coole Rhythmik-Übungen gemacht mit Vierteln, Achteln, Offs und Triolen und auch „Zahlenrhythmik“. Das war lustig und erforderte vollste Konzentration. Für Insider: Mit „Tannenbaum“ bekommt man schließlich auch Triolen prima in den Griff …

Am Schluss hatten wir Knoten in den Armen und der Zunge, aber das verstehen hier nur die Leute, die die Rhythmusspiele des Chefs kennen.

Es ging dann über in die Mehrstimmigkeit, doch das müssen wir ein anderes Mal vertiefen, da es einen Zug zu erreichen galt und wir uns leider voneinander verabschieden mussten. Die Vorfreude auf die nächste Einheit im August ist riesig. Echt, vier Wochen warten, bis es weitergeht. Das macht mich ein wenig traurig, weil diese Gruppe mir so viel bedeutet!

Zur Erklärung des Aufbruchs: Wir starteten am Sonntag bereits um 10:00 Uhr statt um 11:00 Uhr und so traten einige um 16:30 die Heimreise an. Andere unterhielten sich noch intensiv. Ollie P. gönnte sich noch einen Karaoke-Bar-Abend auf der Reeperbahn und wurde sicherlich mit Komplimenten eingedeckt. Sie hatte am Montag noch Einzelcoaching bei Andrés und setzte sich dann begeistert in ihr Auto, beseelt von so viel Input, wie sie uns anschließend schrieb.

Am Dienstag folgten dann die Hausaufgaben für August. Eines der Themen: Wir können uns individuell entscheiden zwischen einem Song von Rammstein oder AC/DC

Wenn das keine Herausforderung ist und so denken wir anfangs immer: Wie sollen wir das denn hinbekommen und Samstagnacht nach der MUSIC NIGHT dann so: Boah, war das der Hammer, hat das Bock gemacht! Ich werde auch davon berichten – versprochen!

NEWS … NEWS … NEWS …
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Die nächste MUSIC NIGHT am 15. August wird der BANGER – nicht nur musikalisch!!! Das ist so sicher, wie die Bombe, die bald platzt!

eure Ricarda

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Andrea Reineke

Hallo, meine Eltern gaben mir den Namen Andrea. Andrés nannte mich von Anfang an Ricarda, weil ich seiner damaligen Musiklehrerin so ähnlich sehe. Ricarda gefällt mir, also ich bin Ricarda, deine neue Bloggerin bei den aktuellen SIA´s. 2007 war ich das erste Mal bei POWERVOICE und der Workshop hat mir so viel gegeben, wie nichts zuvor in meinem Leben. Seit letztem Jahr bin ich infiziert von POWERVOICE – ich liebe diese Atmosphäre, den Spaß, die unglaubliche Erfahrung von Marion und Andrés und die vielen Erkenntnisse, die ich hatte und habe. Mallorca, Málaga und jetzt die Sängerausbildung waren die Folge meiner Begeisterung. Da ich sehr gerne schreibe, darf ich deine Bloggerin sein und werde von der aktuellen SIA Klasse berichten. Here weg go.

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