Alexis Korner – englischer Blues-Musiker

Alexis Korner – englischer Blues-Musiker

Alexis Korner, englischer Blues-Musiker und Schlüsselfigur der Bluesrockszene

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Alexis Korner (git., voc.)
* 19.04.1928 – 01.01.1984
Öl auf Leinwand (1997)
130 cm x 80 cm

 

Gemälde aus der Serie Dead Rock Heads Nr. 16  von Andreas Ole Ohlendorff.

Weitere Bilder des Künstlers findet ihr auch auf Facebook Ohlendorff-Art

 

 

Dead Rock Head: Alexis Korner

Alexis Körner  (Alexis Andrew Nicholas Körner) war ein englischer Blues-Musiker. Alexis Korner hat mehr als 100 Alben herausgebracht, oder an ihnen mitgewirkt. Er gilt somit als Schlüsselfigur der britischen Bluesrockszene der 1960er Jahre. In seiner Band Blues Incorporated spielten viele spätere britische Berühmtheiten, wie z. B. Mick Jagger, Ginger Baker, Dick Heckstall-Smith, Charlie Watts, Cyril Davis, Jack Bruce, Brian Jones, Duffy Power u.v.m.

In den 1970ern war er mit einer Big Band unterwegs und beschäftigte sich immer auch mit anderen Dingen, blieb aber dem Blues ein Leben lang treu. Auch die deutsche Bluesszene hat er erheblich mitgeprägt, so arbeitete er z. B. mit Klaus Doldinger und der Frankfurt City Blues Band zusammen. Aber auch andere europäische Länder, wie z. B. Dänemark, wo er mit Peter Thorup, Young Flowers und anderen arbeitete, haben durch Alexis Korner einen Bluesboom erfahren.

Der Melody Maker bezeichnete ihn als „Vater des britischen Blues“. Zudem wurde er, wie auch John Mayall „Vater des weißen Blues“ genannt.
Neben seinen unzähligen Projekten arbeitete er für die BBC.

Rhythm & Blues World Service

Alexis Korner moderierte diese wöchentliche, jeweils 15 minütige Sendung Ende der 1960er Jahre. Hier wurden keine Platten aufgelegt, die Bands spielten stattdessen live im Radio. Hier traten unter anderem Jimi Hendrix und Cream auf. Der Mitschnitt des Hendrixauftritts, bei dem Korner selbst Slidegitarre spielte, ist auf der CD “BBC Sessions” von Jimi Hendrix zu hören.

Sympathy For The Devil

1972 moderierte Alexis Korner eine dreizehnteilige Sendung zur Geschichte von Rock und Blues namens „Sympathy for the Devil“. Die Sendereihe wurde im deutschsprachigen Raum international ausgestrahlt, also auch im Schweizer Fernsehen.

The Devil’s Music

Ende der 1970er Jahre zeichnete die BBC zwei Staffeln dieser Sendung auf. Sie wurde 1979 zum ersten Mal ausgestrahlt. Alexis Korner stellte darin alte Bluesmusiker vor und zeigte deren musikalische Situation zum Ende des Jahrzehnts. Es sollte ein Eindruck davon geschaffen werden, wie sich die frühe Bluesmusik am Anfang des 20. Jahrhunderts angehört haben mag. Auch hier stellte er wieder viele eher unbekannte Musiker einem breiten Publikum vor. Gäste waren zum Beispiel Big Joe Williams, Bukka White, Houston Stackhouse, Sonny Blake oder Sam Chatmon.

Guitar Greats

Im Jahre 1983 wurden 13 Folgen dieser Sendung produziert. Darin interviewte Korner die Gitarristen (Eric Clapton, B.B. King, Brian May u.v.m.), um die es in der Sendung ging, spielte ihre bekannten Songs, aber auch Raritäten und beleuchtete ihre Karriere. Die Sendung dauerte jeweils eine Stunde und wurde zuletzt 2010 ausgestrahlt.

Alexis klagte gegen Ende des Jahres 1983 über starke Kopfschmerzen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo jedoch nichts festgestellt werden konnte. Im Krankenhaus machte er nur wenige Tage vor seinem Tod letzte Aufnahmen auf einem Tonbandgerät, die aber bis heute auf Wunsch der Familie unveröffentlicht blieben. Am 1. Januar 1984 verstarb Alexis Korner in London an Krebs. Als Reaktion organisierten einige seiner Schützlinge ein Memorial-Konzert mit vielen namhaften Musikern aus Korners Umfeld, welches auch auf LP erschien.

Alexis Korner war seit 1950 mit Roberta Korner, geborene Melville, verheiratet. Aus der Ehe stammen seine Tochter, die Musikerin Sappho Gillett Korner, sowie die Söhne Nicholas und Damián (Damien).
R. I. P. Alexis Korner

Musiktipp: Alexis Korner – Honky Tonk Woman

Nächster Dead Rock Head: Joey Ramone, Sänger von The Ramones, der unter Zwangsstörungen litt.

 

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Andrés Balhorn

Owner and Founder bei POWERVOICE
Andrés Balhorn ist POWERVOICE Gründer, Vocal Coach Ausbilder, Rocksänger, Produzent und Komponist. Seit 1987 ist er als Dozent ein Vorreiter für modernen für Rock/ Pop Gesangsunterricht. Sein 1996 im GERIG Verlag erschienenes Buch POWERVOICE avancierte zum Fachbuchbestseller und ist mittlerweile in der 14. Auflage. Mit mehr als 600 gegebenen Workshops ist er einer der erfahrensten Vocal Coaches in Europa.

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