Sängerausbildung: Azubi-Blog Teil 4/6 – 09.02. – 10.02.2019

Sängerausbildung: Azubi-Blog Teil 4/6 – 09.02. – 10.02.2019

Ausbildung zum Certified POWERVOICE Singer | Sängerausbildung

Ausbildungseinheit 4/6 vom 09.02. – 10.02.2019

Willkommen zum 4/6 Teil unserer Sängerausbildung

TIPP: Am Ende des Blogs findet ihr unser Video-Tagebuch.

Samstag, Tag 1 Sängerausbildung

Wahnsinn. Das kann was werden. Warum? Die 4/6 Einheit der Sängerausbildung müssen leider zwei Kolleginnen gesundheitsbedingt zuhause bleiben und wir sind demnach nur zu dritt dieses Wochenende.  Auf diesem Wege „gute Besserung“ an Tanja und Ilka und „alles Gute“, liebe Sabrina!

Der erste Ausbildungstag startet. Ich habe Anna und Miriam als Übernachtungsgäste in meiner Wohnung.

08.30 Uhr: AUFSTEHEN, der HAHN kräht.
09.00 Uhr: Duschen
09.30 Uhr: Jeder geht seine Songs noch einmal kurz durch
10.30 Uhr: Ich schreibe noch ein wenig am Blog
11.01 Uhr: Ich schließe meinen PC und muss zwischendurch sogar die Wintergartentüre schließen. Diese trennt meine Wohnung von meinem momentanen Arbeitsplatz. Das war nötig, damit ich mich konzentrieren konnte, denn die Mädels sind munter geworden, quasseln angeregt und essen dabei, oder umgekehrt. Freut mich, dass ihr quatscht, aber meine Konzentration leidet und so schließe ich die Türe. Zwischendurch gehe ich auf ein Onlineportal und kauf mir mal eben ein paar Mickey Mouse Kopfhörer. Dann kann ich mich noch mehr fokussieren. Ganz egal wo ich mich gerade in der Welt befinde. Diese sollten direkt am Montag ankommen
11.06 Uhr: Ich überflog einen kurzen Blogartikel der Gehörschützer vergleicht. Anschließend entschied ich mich für Kapselgehörschutz over-ear. Ich werde euch auf einen Blogartikel auf meiner eigenen Website von ihnen berichten, ob sie mir was taugen und wo ich sie einsetze. Hat ja nur bedingt etwas mit der Sängerausbildung hier zu tun.
11.20 Uhr: Wir quatschen noch etwas und machen uns einen Tee für den Tag heute bei POWERVOICE.
12.00 Uhr: Aufgeräumt wurde nichts, die Mädels sind wie immer spät dran. Den Tee habe ich eingepackt. Wir fahren los.
12.10 Uhr: Wir sind zu spät. Naja, und nicht nur das. Unterwegs mussten wir stark bremsen und der Tee ist ausgelaufen. So eine verdammte Sch****. Wo ist die gute Laune vom Morgen hin. Heute Abend gehen wir ja auch noch zu Faslam (Fasching) in Asendorf. Das wird ein Wochenende, aber jetzt ist erst einmal die Sängerausbildung angesagt.
12.15 Uhr: Wir werden von Andrés und Marion herzlich empfangen. „Wie war euer letzter Monat? Was habt ihr musikalisch gemacht?“ Miri hat ihr Praktikum gekündigt und endlich Zeit zum Üben. Anna übt fleißig die alten Songs und sogar im Auto macht sie die Kompensations- und Atemübungen. Andrés freut sich, dass wir fleißig waren und spricht davon, dass er unsere Fortschritte sieht.
12.45 Uhr: Nachdem wir über unsere vorbereiteten Songs gesprochen haben, geht es auch schon darum, alles für Abend vorzubereiten. Und ohne Schmarren: Wir haben von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr tatsächlich geübt, geübt, geübt, viele Stellproben gemacht, die Bühne hergerichtet, Equipment für die Bühne gesucht, ja sogar ein Intro wurde im Tonstudio aufgenommen, kurze Jingles wurden herausgesucht und während der Rockoper abgespielt …

Mir war bewusst, dass das ganze krass aufwändig wird, was wir hier tun, aber dieser Aufwand war schon echt krass und am Abend, bei der Open Stage, würden wir eine richtig gut durchdachte Show abliefern.

Andrés und Marion haben unsere Durchläufe begleitet und uns Tipps für die Umsetzung gegeben, wie bspw.:

  • 1. Verdeckt nicht eure Mitspieler auf der Bühne
  • 2. Mikro Handling: nehmt das Mikrofon an den Mund (am besten haltet ihr den Daumen am Ende der Mikrofonkapsel und danach den Daumen mit der Kapsel an den Mund. So ist die Kapsel nicht direkt am Mund, sondern der Daumen
  • 3. Sprecht langsam, deutlich, laut wenn ihr kein Mikro habt
  • 4. Kommt aus eurer Komfortzone, ihr seid hier, um euch auszuprobieren
  • 5. Ihr müsst den Zuschauern eine Geschichte erzählen

Apropos Geschichte, sicherlich seid ihr gespannt, welche Story wir uns erarbeitet haben!

James ist Cafébesitzer des Cafés Starclub in Hamburg. James wird von mir dargestellt. Zu mir kommen jeden Sonntag vier Damen vorbei. Zwei sind vor kurzem geplatzt (vor Fresssucht gestorben) und verweilen nun im Sahnehimmel. Ottilie (gespielt von Anna) schwelgt in Erinnerung an eine unglückliche Liebe. Liliane feiert ihren Bikini, welchen sie damals als erste Frau an einem öffentlichen Strand getragen hat. Zusammen fressen sie und fressen und fressen, was das Zeug hält. Das Ende naht. Nachdem sie ebenfalls gestorben sind, schlüpft jeder der Akteure in eine andere Rolle und behauptet, er sei Paul McCartney von den Beatles. Zum Schluss stellte sich heraus, dass alle John (John Lennon) sind und zusammen in einem gelben U-Boot leben. Kranke Story, aber live war es echt mega lustig und wir haben das Publikum sehr unterhalten können.

Hier unsere Songs, für die Open Stage der Sängerausbildung

  1. Itsy Bitsy (Liliane): Ottilie schlüpft währenddessen in die Rolle einer alten Dame und versucht Miri den Bikini zu verdecken, James wundert sich, was mit seinen Gästen auf einmal abgeht
  2. Schöner Fremder Mann (Ottilie): Liliane und James spielen ein verliebtes Pärchen
  3. Aber bitte mit Sahne (James): Singt davon wie Liliane und Ottilie sich den Bauch vollschlagen, bis die erste stirbt und die zweite schließlich auch noch. Alles wegen einer krass-zu-vielen Portion Sahne
  4. Let it be (James): behauptet er sei Paul McCartney von den Beatles
  5. We can work it out (Ottilie erwacht): behauptet sie sei Paul
  6. Twist and Shout (Liliane erwacht): behauptet sie sei Paul

Wir hatten so viel Spaß und genossen die Open Stage, indem wir einen Song nach dem anderen probierten, auch zu Zweit.

Hier ein Auszug:

Anna und Miri: Ich will keine Schokolade, Schifoan, Hulapalu
Miri: Satisfaction mit Mike
Chris: Halt dich an mir fest am Piano und Emma mit Gitarre. Broken Strings mit Gina, Biene Maja, Sierra Madre, Semi-Charmed Life

Gegen 22.30 Uhr: Die Open Stage ist vorbei. Was für ein geiler Abend! Anna und Miriam haben immer mehr Songs performt und das hat ihnen sichtlich gut getan, denn auch hinterher quasselten sie davon, dass das richtig Spaß gemacht hat …  „Dat“ dürfen die Girls gerne immer so machen, wie ich finde.

Gegen 22.45 Uhr: Wir sind alle zuhause und die beiden Damen machen sich so laaaaaaangsam chic für die darauffolgende Faslamsparty in Asendorf. Es wurde LEGENDÄR. Es ist schön, wenn man zusammen feiern kann, aber auch im Team an sich und seinen Fähigkeiten bei POWERVOICE arbeitet. Die Zeit bis circa 4.30 Uhr früh verging wie im Fluge und wir waren tatsächlich alle schon um 5 Uhr am Schlafen.

Sonntag, Tag 2 Sängerausbildung

09.30 Uhr: Alles war ähnlich wie gestern. Die Mädels denken sich wieder einmal „Der frühe Vogel kann mich mal“ und schlussendlich steigen wir mit einer kurzen Zeitverzögerung gegen 10.50 Uhr in meine „Black Beauty“ (so heißt mein schwarzes Auto) und fahren zu POWERVOICE.
10.48 Uhr: Andrés und Marion sind fit wie immer! Sie haben berechtigte Bedenken, ob wir auch ausgeschlafen sind. Aber so ist das nun mal, wenn man einmal im Jahr zu Faslam geht und dann auch noch im eigenen Ort Asendorf!
11.00 Uhr: Die Partypeople sind in the house. Ab jetzt muss das Chaos vom Vorabend beseitigt werden. Und ich schwör euch, den Saustall aufzuräumen war nicht so „the yellow from the egg“. Denn: die Sahne war auf dem Bühnenboden gespritzt, das Essen (Kuchen und Torte) von der Show lag noch herum und Übliche nach einer genialen Open Stage, halt.
11.20 Uhr: Das Aufräumen ist erledigt, wir können mit der Videoanalyse zum gestrigen Abend starten.

Andrés hat uns ne Menge über Emotionen zu sagen und wir sollen endlich begreifen, dass wir ohne Emotionen auch keine Emotionen beim Publikum wecken können. Wir sollen endlich begreifen, dass die Sängerausbildung kein Ponyhof ist und dass wir immer das als Künstler ernten, was wir säen. Gesagt getan, er spielte uns drei Playbacks vor und wir sollten unseren eigenen Song schreiben. Auf diesem Weg erhoffte er wohl, dass wir wesentlich mehr Emotionen haben würden, weil es ja unser eigener Song sein würde.

Ab 13.30 Uhr: Wir schreiben unseren eigenen Song. Anna und Miriam einen zusammen und ich meinen allein.

Probiert euch beim Songwriting aus. Macht das, worauf ihr Bock habt. Ich bin eher strukturiert an die Sache herangegangen. Meine Kolleginnen haben erst einmal eine Mindmap oder so gemacht. Es gibt kein richtig und kein falsch, es gibt nur ein „es funktioniert oder es funktioniert nicht.

Gesagt, getan!

16.00 Uhr: Wir präsentieren unseren Song. Ich merke, dass ich meinen Song vom Text her noch nicht auswendig kann. Daher hatte ich im Kopf meine eigene Stimme, die mir sagte „ICH SCHAFFE DAS NICHT“. Das schien ich auch ausgestrahlt zu haben, obwohl ich für den Song sehr viel Lob aus dem Mund von Andrés bekam, was mir sichtlich gut tat. Andrés motivierte mich die Geschichte einfach zu leben und mir nicht anmerken zu lassen, dass der Song dann komplett anders bei uns rüberkommen würde. Und genau so war es: Ich ließ mich auf das ein, was ich in meinem Text ausgedrückt habe, ohne darüber nachzudenken, ob ich den Text gut genoss ein Stück Freiheit und ich konnte bei meinem Publikum das gleiche sehen und empfinden. Singen findet zum Großteil im Kopf statt? Ja, jetzt würde ich es unterschreiben.

Richtig Respekt habe ich aber vor den Mädels. Ich finde es klasse, dass ihr euch darauf eingelassen habt euren ersten eigenen Song zu schreiben. Ihr hattet Bock darauf und das haben wir alle gemerkt. Das war ein riesiger Schritt nach vorne und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Ausbildungseinheit mit euch!

Die beiden Mädels schrieben den tiefgründigen Song „Ich lenk’s“ zu einem Playback von Andrés. Es geht darum, sich aus seiner Angst zu befreien und sein Ding zu machen. Was für die beiden zählt, war vor allem das Gefühl, dass sie etwas zusammen geschafft haben. Ein, wie ich finde, mega Gefühl. Die Präsentation war dann auch nicht ohne und die beiden haben etwas wirklich ganz Tolles erschaffen. Ihr habt gezeigt, dass mehr in euch steckt, als ihr denk. Weiter so. Ich freue mich auf weitere Songs von euch.

Gegen 17.30 Uhr war das Ausbildungswochenende dann vorbei. Es war ein Wochenende, an dem wir sehr viel redeten und sehr viele neue Erfahrungen gemacht haben. Ich glaube wir haben insgesamt einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Vor allem aber haben wir zwei tolle Songtexte und zwei wirklich eingängige Melodien geschrieben und wer weiß, vielleicht werden sie irgendwann veröffentlicht?! 

Video Tagebuch der Sängerausbildung Teil 4/6

(inkl. Sprungmarken in der Videobeschreibung auf YouTube)

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So, das war schon wieder mit der 4. Einheit der Sängerausbildung. Ich bedanke mich für`s Lesen. Wenn euch mein Bericht zu den Gehörschützern interessiert, dann schaut doch auf meiner Homepage vorbei.
Bis zum nächsten Blog sagt euch Ciao,

euer Chris

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Hallo, mein Name ist Chris, ich bin aus dem Südosten Deutschlands in den Norden gezogen, weil ich einen Mentor für meinen Weg als Sänger suchte und gefunden habe. So kam es dazu: Ich lernte auf einem Fest einen tollen Sänger kennen. Ich interviewte ihn und er sagte, dass seine Stimme einen riesigen Schub bekam, als er Andrés Balhorn kennenlernte und sich von ihm ausbilden ließ. Ich beschloss Andrés Balhorn persönlich kennen zu lernen. Irgendwie fühlte es sich für mich richtig an, für eine Stimmanalyse von 2 Stunden, 1100 km Hin- und Rückfahrt in Kauf zu nehmen. Was würde Andrés zu mir und meiner Stimme sagen, was würde er mir raten, wie schätzt er meine Chancen ein in der Musikwelt bestehen zu können? Ein wenig „DSDS Recall“-, Studio- und Live-Erfahrung bringe ich ja mit. Zu verlieren hatte ich nichts. Was soll ich sagen? Nach der Stimmanalyse meldete ich mich zur Sängerausbildung an und nun bin ich der neue SIA Blogger und freue mich euch in die Ausbildung mitzunehmen!

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