Sängerausbildung: Azubi-Blog Teil 1/6 – 18.05. – 19.05.2019

Sängerausbildung: Azubi-Blog Teil 1/6 – 18.05. – 19.05.2019

Ausbildung zum Certified POWERVOICE Singer | Sängerausbildung

Ausbildungseinheit 1/6 vom 18.05. – 19.05.2019

Willkommen zum 1/6 Teil unserer Sängerausbildung

TIPP: Am Ende des Blogs findet ihr unser Video-Tagebuch.

Samstag, Tag 1 Sängerausbildung

Halihalo! Ich bin Orell (mit Betonung auf „rell“, gell Marion 😉) und habe die Ehre den Sängerazubi-Blog zu schreiben. Ok, ein bisschen hab´ ich mich auch darum gerissen, schließlich habe ich mir im Vorfeld fast alle Azubi-Blogs samt Insta-Videos von Marion angeschaut, was meine Entscheidung mich zur Sängerausbildung anzumelden stark beeinflusst hat! 

Aber genug von mir …

Unser allererster SIA- (Sänger in Ausbildung) Tag begann natürlich mit einer spaßigen Vorstellungsrunde. Da ist zum einen die Sanja aus Hamburg, die als Ethnologin in der Flüchtlingshilfe arbeitet und gerne in einer Band spielen möchte. Marie, unser „Küken“ aus Karlsruhe, singt gerne mit ihrer Schwester auf Hochzeiten und will noch mehr Bühnenpräsenz lernen. Stephanie aus Augschburrrg ist unser Schlagstar, vergöttert Beatrice Egli, und will bald in Stephanie Hertels Show auftreten. Und schließlich Connie, die Poledance tanzt und Kurse gibt, und ihre Akrobatik auch in Shows präsentiert und noch mehr Gesang in die Shows einbauen will. Leonore aus Flensburg konnte leider noch nicht dabei sein und wird uns im Juni vervollständigen. Und dann ist da noch meine Wenigkeit, momentan wohnhaft in Mannheim.

Ohne viel Vertun ging es auch gleich ans Eingemachte. Jeder präsentierte seinen Song erstmal ohne irgendwelche Instruktionen und Intentionen. Die Auftritte wurden gefilmt und anschließend analysiert.

Beim 2. Durchlauf sollten wir uns dann „nicht so wichtig nehmen“ und bewusst mit einer Provokation während der gesamten Performance des gleichen Songs die anderen überraschen.

Faszinierend wie sich plötzlich die Darbietungen änderten, sie mehr Ausdruck bekamen.  So durften wir Maries „All of me“ in einer Opernversion erleben, Steffis „Herz an“ wurde eine Schreinummer, aber geil, Sanja verführte uns erotisch mit „Take me to church“, Connie zeigte uns eine verspielte Version von „Black as Night“ und meine improvisierte Sinn-des-Lebens-Darbietung von „Can’t stop“ hat zum Nachdenken angeregt und es flog auch ein T-Shirt …

Wir lernten, dass singen nicht heißt „Schönheit des Gesangs“ zu präsentieren, sondern dass wir auf der Bühne immer eine Intention haben müssen; wir sind dafür da das Publikum zu unterhalten, es zu berühren – und da ist alles erlaubt, was funktioniert.

Uns wurde bewusst, dass wir die kleinen und großen Ängste, die wir noch beim ersten Auftritt haben unbewusst auf die anderen Teilnehmer, also das Publikum übertrugen.

In der 2. Songrunde haben wir dann das Gelernte umgesetzt, wobei Andrés uns immer wertvolle Tipps gab, die wir auch sogleich anwenden konnten. Sei es in die Knie gehen um mehr Spannung aufzubauen oder einfach mal in einer Fantasiesprache singen, damit man sich nicht zu sehr auf einen schwierigen Songtext konzentriert, oder die Angst vor den hohen Tönen verliert, weil man ja singen kann, was man will. Und siehe da: Wenn man nicht in seinem normalen Modus ist, dann gelingen die „Angstöne“ auf einmal wie von selbst …

Schlussendlich probten wir die Songpräsentation für die MUSIC NIGHT, die  jeden Monat immer am Samstagabend stattfindet, wenn die CIA´s (Coach in Ausbildung) oder wir, die SIA´s da sind.

MUSIC NIGHT am Rocklantic

Wir haben es doch tatsächlich geschafft unsere Provokationen vor einem öffentlichen Publikum durchzuziehen und es hat richtig gerockt!

Danach ging es in die Open Stage und jeder, der wollte konnte singen, auch wir. Der Abend ging viel zu schnell zu Ende und zwar traditionell mit Marions „Proud Mary“ unterstützt durch uns SIA´s auf der Bühne + den Gästen davor.  Gottseidank geht es ja morgen schon weiter!

Tag 2 der Sängerausbildung

Tag 2 unserer Ausbildung begann mit einer Video-Reprise des Vorabends. So sprachen wir über die Gesangsdarbietungen der Gäste und was wir von Ihnen z.T. abschauen können, z.B. wie wirkungsvoll es ist mit dem Publikum zu interagieren. Natürlich sahen wir auch unsere Performances an und bekamen feedback von Andrés. Oftmals sind es ja die berühmten „Kleinigkeiten“ die den Auftritt professioneller aussehen lassen, wie das beiläufige Richten des Mikrofons, aber auch dass man den Applaus „aushält“ und sich nicht zu schnell bedankt (das dann aber bitte nicht vergessen!).

Wichtig war auch die Erkenntnis, dass tiefe Töne bei größerer körperlicher Betätigung auf der Bühne schwerer zu bekommen sind weil man unter Spannung steht und sie eher ein niedrigeres Energieniveau bedürfen – so sollte man sein „Anspannungslevel“ eben gut steuern können.

Der Meister gab uns auch einige wichtige Sätze an die Hand wie:

„Der Charakter eines Tones wird im Gesicht geprägt“, „strahlt das Gesicht, dann strahlt auch der Ton.“

Und natürlich, dass wir „Singen, Singen, Singen“ müssen, um uns zu verbessern und zwar am besten mit Playback und einer guten Anlage, um das spätere Bühnenerlebnis nachzuempfinden. Der Mann hat recht, wir müssen unter Livebedingungen trainieren!

Ich hatte den Eindruck, dass unsere Perfomances echt gut ankamen. Andrés riet uns gleich beim ersten öffentlichen Auftritt: „Übertreibt, reizt aus, provoziert und nehmt euch verdammt nochmal überhaupt nicht wichtig!“ Wir haben das beherzigt und legten einen super Start hin UND: Es hat mega Spaß gemacht und das Publikum hat es uns mit riesigem Applaus gedankt!

Der restliche Nachmittag war dann dem „kreativen Geist in uns“ gewidmet. Einen eigenen Song komponieren! Wie soll das in weniger als drei Stunden gehen? Zwei Menschen, die sich seit einem Tag kennen sollen einen Text und eine Melodie zu einem ihnen bis jetzt unbekannten Playback schreiben …

Wir verkrümelten uns also in 2er Gruppen in verschiede Räume, wo wir am PC und Mischpult unsere Ideen sprudeln ließen.

Chris, ein früherer SIA und jetziger CIA (Coach In Ausbildung) war heute zum hospitieren da und hat sich Stephie angenommen, während Sanja und Conny sowie Marie und ich in 2 ½ Stunden etwas zu Papier bringen sollten/mussten.

Alle drei Gruppen haben es geschafft! Die POWERVOICE Academy ist so riesig, dass jede Gruppe irgendwo verstreut in einem der Studios oder auch im Park die Ruhe fand einen grandiosen Song zu schreiben. Das war ein unglaublich tolles Feeling!

Jedes Team trug seinen Song 2x vor, beim 2. Mal nach einer generellen feedback Runde (wir haben ja schon den Ruf weg die großen Schweiger zu sein, weil die Antworten auf Andrés´ Fragen oft erst nach langer Verzögerung kommen).

Wahnsinn was in der kurzen Zeit produziert wurde und für fast alle war es „das erste Mal“, also der erste eigene Song!!! So lauschten wir „Es kann niemand verstehen wer ich wirklich bin“ (Chris + Stephie) über „Freunde stehen zusammen (Sanja und Conny) sowie „Do you really think“ (Marie und Orell).

Video Tagebuch der Sängerausbildung Teil 1/6

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Mit dieser tollen Erfahrung ging es dann schon ans Zusammenpacken und so verließen wir den Rocklantic schweren Herzens gen Heimat und freuen uns ungemein auf den Juni, wenn dann auch Leonore zu uns stoßen wird. Der Sommer wird heiß!!

Euer Brain oder „Prain“ (so nennt mich Marion)

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Orell Mielke

Sänger in Ausbildung bei POWERVOICE
Mein Name ist Orell, ich bin ein waschechter Karlsruher mit einem Schuss Jamaica. Als Sänger bin ich eher Spätzünder, das Interesse für die Schauspielerei war viel eher da. Seit ein paar Jahren singe ich mit Begeisterung, vornehmlich in Amateur-Musicalgruppen (Watzmann, Disney, Natürlich Blond). Wenn es ums Verkleiden oder ums Schauspielern geht, dann fühle ich mich voll in meinem Element. 2018 lernte ich Andrés und seine Arbeit bei einem Kurzworkshop kennen. Danach beschloss ich meine Stimme und Bühnenpräsenz als Sänger in der POWERVOICE Academy zu stärken. Seit Mai 2019 bin ich in der Ausbildung zum Certified POWERVOICE Singer dabei. Mal sehen wo mich meine (musikalische) Reise noch hinführt!

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