Champion Jack Dupree, amerikanischer Blues-Sänger und -Pianist.

Champion Jack Dupree, amerikanischer Blues-Sänger und -Pianist.

Champion Jack Dupree, amerikanischer Blues-Sänger und -Pianist.

Champion Jack Dupree Ohlendorff Art POWERVOICE

Champion Jack Dupree (pi., voc.)
* 23.10.1909 – 21.01.1992

Kohle und Dispersion auf Leinwand (2010)
130 cm x 80 cm

Gemälde aus der Serie Dead Rock Heads Nr. 91  von Andreas Ole Ohlendorff.

 

Weitere Bilder des Künstlers findet ihr auf seiner
Homepage: www.ohlendorff-art.de oder auch auf
Facebook: Ohlendorff-Art

 

 

 

 

Dead Rock Head: Champion Jack Dupree

William Thomas “Champion Jack” Dupree (* 23. Oktober 1909 (als Geburtsdatum werden auch 4., 10. oder 23. Juli. bzw. die Jahre 1908, 1909 oder 1910 angegeben) in New Orleans; † 21. Januar 1992 in Hannover) war ein amerikanischer Blues-Sänger und -Pianist.

Nachdem seine Eltern durch ein Feuer ums Leben gekommen waren, kam Champion Jack Dupree im Alter von zwei Jahren in das gleiche Kindererziehungsheim in New Orleans, in dem zuvor schon Louis Armstrong einige Jugendjahre verbracht hatte. Das Bluesspiel lernte er bei dem Barrelhouse-Pianisten Willie „Drive ’em down“ Hall. Ab 1930 lebte er zunächst in Chicago, danach in Detroit. 1935 wurde er Boxer in Indianapolis und absolvierte 107 Kämpfe.

Seine erste Aufnahmesession fand am 13. Juni 1940 in Chicago statt. Mit dem Warehouse Man Blues/ Chain Gang Blues entstand seine erste von 10 Singles. Hier wurde am 28. Januar 1941 als OKeh #06152 auch der von Willie Hall komponierte Junker Blues, veröffentlicht im April 1941, aufgenommen. Der Song bildete später die Grundlage für Fats Dominos erste Platte, The Fat Man und für Lawdy Miss Clawdy von Lloyd Price.

Im Zweiten Weltkrieg diente er ab 1943 als Schiffskoch bei der Marine im Pazifik. Nach zwei Jahren japanischer Kriegsgefangenschaft kehrte er 1946 in die USA zurück und widmete sich wieder der Blues-Musik. Dupree entwickelte sich nunmehr zu einem Label-Hopper, der für nur wenige Schallplattenaufnahmen bei einem Plattenlabel blieb, um dann wieder zu wechseln. Erst beim zehnten Plattenlabel King Records entstand mit Walking the Blues/ Daybreak Rock am 29. Mai 1955 der einzige Hit (Rang #6 der R&B-Charts) innerhalb Duprees langjähriger Plattenkarriere.

In den 1960er und 1970er Jahren lebte er in England und machte unter anderem Aufnahmen mit Eric Clapton und John Mayall. Er war verheiratet und hatte zwei leibliche Töchter und eine Adoptivtochter. Seit 1976 lebte er in Hannover, zuletzt im Hochhaus Lister Tor, und unternahm von hier aus bis zu seinem Tod etliche Tourneen, vor allem in Europa. Während er jedoch in den 1970er Jahren noch auf großen Bühnen und Festivals auftrat, wie 1971 beim Jazz-Festival in Montreux, fand man ihn in den 1980er Jahren auch auf wenig renommierten Bühnen, wo er, in eine sonderbare Verkleidung gesteckt, vor einer Handvoll Zuschauern spielte. In den Pausen erzählte er dem Publikum von seinen Kindheitserlebnissen mit dem Ku-Klux-Klan. 1990 kehrte er nach 36 Jahren zum ersten Mal nach New Orleans zurück. Dort entstanden die Aufnahmen für das Album Back Home In New Orleans.

R. I. P. “Champion Jack” Dupree

Musiktipp: Champion Jack Duprée Chicken – Shack

Die gefällt Blues Musik, dann teile diesen Beitrag mit Deinen Freunden!

Nächster Dead Rock Head: Elvis Presley

The following two tabs change content below.

Andrés Balhorn

Owner and Founder bei POWERVOICE
Andrés Balhorn ist POWERVOICE Gründer, Vocal Coach Ausbilder, Rocksänger, Produzent und Komponist. Seit 1987 ist er als Dozent ein Vorreiter für modernen für Rock/ Pop Gesangsunterricht. Sein 1996 im GERIG Verlag erschienenes Buch POWERVOICE avancierte zum Fachbuchbestseller und ist mittlerweile in der 14. Auflage. Mit mehr als 600 gegebenen Workshops ist er einer der erfahrensten Vocal Coaches in Europa.

*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.