Music Monday 10 – Mariska Veres

Music Monday 10 – Mariska Veres

Dead Rock Head: Mariska Veres

 

 

Mariska Veres (Shocking Blue, Sängerin.)
* 01.10.1947 – 02.12.2006
Öl und Collage auf Leinwand 2007
130 cm x 80 cm

 



Gemälde aus der Serie Dead Rock Heads. Nr. 81 von Andreas Ole Ohlendorff.
Weitere Bilder des Künstlers findet ihr auf auf
Facebook Ohlendorff-Art oder der Homepage: www.ohlendorff-art.de

 

 

 

 

 

Mariska Veres

Mariska Veres war eine niederländische Sängerin und war die Tochter des ungarischen Geigers Lajos Veres (1912–1981) aus dem Volk der Roma und einer in Deutschland geborenen Mutter französisch-russischer Herkunft. Ihre musikalische Karriere begann 1964 als Sängerin der Gruppe Les Mysteres. Von 1968 an trat sie als Sängerin der Rockband Shocking Blue auf, die auch in Deutschland mehrere Hits hatte wie das vielfach gecoverte Venus, Mighty Joe und Never Marry a Railroad Man. Die Musiker von Shocking Blue trennten sich im Jahre 1974; bis zur Wiedervereinigung der Band 1984 trat Veres solo auf. Ab 1993 trat sie auch mit dem Shocking Jazz Quintet auf.
 Shocking Blue , 1967 in Den Haag gegründet, hätten bei beharrlicher Studio-, Tournee- und Promotionarbeit möglicherweise ein Long Run-Erfolg wie die annähernd zeitgleich gestarteten holländischen Bands Golden Earring, Focus werden können, gingen aber nur als One Hit Monster in die Rockgeschichte ein.

Ihr Bestseller Venus, inspiriert von der Aufnahme The Banjo Man der kalifornischen Big Three (mit Mama Cass) platzierte sich – am 7. Februar 1970 Nummer eins in den USA – in vielen Ländern unter den Top Ten: Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Belgien 1, Japan 2, Niederlande 3, Großbritannien 8. 

Das Stück wurde vom Zeitpunkt seiner Veröffentlichung an bis nach der Jahrtausendwende vielfach gecovert und erreichte in griechischen, italienischen, japanischen, chinesischen und norwegischen Versionen ebenfalls Top-Positionen in den jeweiligen Charts. Eine von den Producern Stock Aitken Waterman mit der Gruppe Bananarama gefertigte englische Coverfassung übertraf 1986 beinahe noch das Original: USA, Kanada, Australien, Mexiko, Schweiz, Südafrika, Neuseeland 1, Deutschland, Hongkong 2, Belgien, Venezuela 3, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen 4, Finnland 5 und viele weitere Platzierungen.

Die Band absolvierte Auftritte in vielen Ländern bis nach Japan und Südamerika. Doch als der vergleichbare Anschluss-Volltreffer ausblieb, war auch der Superstar-Ruhm schnell wieder vorbei. Mighty Joe (1969) und Never Marry A Railroad Man (1970) erreichten zwar noch in den Niederlanden die Chartspitze, aber weder diese Singles noch die folgenden Hello Darkness, Shocking You, Long Lonesome Road, Blossom Lady, Inkpot kletterten auf der international tonangebenden “Billboard”-Hitliste höher als auf Position 43. Da half es auch nicht, dass sich der für Songtexte und Musik nach wie vor allein zuständige Robbie van Leeuwen dem Zeitgeist entsprechend psychedelisch gab, den Sound mit einer Prise Sitar-Curry würzte und, als ihm gar nichts mehr einfiel, in die Cover-Domäne auswich. 

Die Stimmung in der Band verschlechterte sich, der Zusammenhalt bröckelte. 1974 waren Shocking Blue am Ende.

Mariska Veres ging solo und brachte eine Reihe von Singles heraus, die allesamt im Mittelfeld der holländischen Hitparade aufgaben, und arbeitete 1978 wieder eine Zeitlang mit van Leeuwen in dessen Studioband Mistral. Vom Resultat, der Single Neon City, war der Produzent und Autor derart angetan, dass er eine Neuauflage von Shocking Blue erwog. Dann aber überwarf er sich mit der kapriziösen Sängerin, sodass der in Arbeit befindliche Song Louise nie erschien. 

Mariska Veres, die keinen Alkohol trank und nicht rauchte, war es wohl leid, als Zielobjekt erotischer Fanphantasien zu dienen. Sie schnitt sich ihre schönen Haare ab und hüllte sich in lange Kleider: “I was just a painted doll, nobody could ever reach me. Nowadays I’m more open to people.”

Während der Achtziger stand sie ihrer eigenen Band Veres vor und ging einen ähnlichen Lebensweg wie ihre englische Seelenschwester Julie Driscoll Sie konvertierte zum Jazz. 1993 edierte das Mariska Veres Shocking Jazz Quintet auf der Marke Red Bull die CD Shocking You. 

Ihren freundschaftlichen Kontakt mit dem Benadleader von Shocking Blue, Robbie van Leeuwen hatte die Sängerin nie verloren. 1984 hatte sie in zwei Konzerten eines “Back to the Sixties”-Festivals noch einmal mit ihm auf der Bühne gestanden. 

Nach dem Jazzalbum hatte sie auch wieder Bock auf Rock. Für eine Band, die sie sich im Herbst 1993 zusammenstellte, erlaubte ihr van Leeuwen den für ihn geschützten Namen Shocking Blue und produzierte mit der neuen Shocking Blue Band auch gleich die erste Single: Body And Soul (1994). Sie hatte sich die Haare wieder wachsen lassen, einige Rundungen hinzugewonnen und galt nun als Grande Dame der niederländischen Popmusik. Bis weit über die Jahrtausendwende hinaus gastierte sie mit jungen Musikern in Clubs und bei vielen Festivals, vielfach auch in Deutschland. 2003 widmete sie ihrem Vater mit der Band des ungarischen Geigers Andrei Serban auf Red Bull das Album Gipsy Heart. 

Am 2. Dezember 2006 starb Mariska Veres in ihrer Heimatstadt Den Haag an Krebs.

Quellen: Wikipedia und Rock-Lexikon Bd. 1+2

Musiktipp: „Venus“

Nächsten Montag stellen wir hier „John Lennon“ vor!

 

 

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Andrés Balhorn

Owner and Founder bei POWERVOICE
Andrés Balhorn ist POWERVOICE Gründer, Vocal Coach Ausbilder, Rocksänger, Produzent und Komponist. Seit 1987 ist er als Dozent ein Vorreiter für modernen für Rock/ Pop Gesangsunterricht. Sein 1996 im GERIG Verlag erschienenes Buch POWERVOICE avancierte zum Fachbuchbestseller und ist mittlerweile in der 14. Auflage. Mit mehr als 600 gegebenen Workshops ist er einer der erfahrensten Vocal Coaches in Europa.

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