Music Monday 6 – Johann Sebastian Bach

Music Monday 6 – Johann Sebastian Bach

Dead Rock Head: Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

 

 

 

Johann Sebastian Bach (Komponist)
* 21.03.1685  –   28.07.1750
Dispersion und Silberbronze auf Leinwand 80 cm x 130 cm

 

Das Originalgemälde entstand im Jahr 2012
und findet sich auf www.ohlendorff-art.de als Bild Nr. 107 wieder.

 

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach gilt heute als einer größten Komponisten aller Zeiten. Seine Werke haben die nachfolgenden Musikergenerationen ab dem Jahre 1829 beeinflusst und inspiriert, als Felix Mendelssohn Bartholdy die Matthäus-Passion wieder aufführte und so den zu Lebzeiten nicht sonderlich berühmten Johann Sebastian Bach zu einem Musikergott zu machen.

Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 (Julianischer Kalender) als jüngster Sohn des Musikers Johann Ambrosius Bach geboren. Schon die Vorfahren waren Kantoren, Organisten, Hofmusiker oder Stadtpfeifer.

Bereits 1695 war Johann Sebastian Bach Vollwaise. Seine Mutter verlor er, als er 9 Jahre alt war. Er kam zu seinem Bruder Johann Christoph Bach, der ihm Musikunterricht gab.

Johann Sebastian Bach war talentiert und bekam ein Stipendium an der Michaelisschule. Nach dem Stimmbruch lernte er Geige spielen. So kam er 1703 in die Weimarer Hofkapelle, um bald darauf Organist von Arnstadt zu werden, was lukrativer war. Dort begann Bach sein Orgelspiel zu perfektionieren.

1705 ging er mehrere Tage zu Fuß nach Hamburg, um beim großen Meister D. Buxtehude sein Orgelspiel zu erweitern. Aus den geplanten vier Wochen wurden vier Monate. Wieder in Arnstadt angekommen spielte er komplett anders Orgel und durch seine ungewohnten Modulationen und Verzierungen und Improvisationen brachte er den Gemeindegesang oft durcheinander.

Johann Sebastian Bach ließ seine Cousine Maria Barbara auch in der Kirche Soli üben, was den Frauen zur damaligen Zeit verboten war, durften sie doch nur im Gottesdienst mitsingen. 1707 heiratete er Maria Barbara Bach und wechselte auf eine Organistenstelle in Mühlhausen. Da ein großer Teil von Mühlhausen aber kurz vor seinem Dienstantritt niederbrannte und die Kirchenmusik so eher in den Hintergrund trat, bewarb er sich bei Herzog Wilhelm Ernst von Weimar, der ihm sofort eine Organistenstelle gab.

Der Herzog wollte den frömmsten Hof in Deutschland haben und verbat weltliche Festmusik. Bach verfeinerte vor allem Choralvorspiele, Sonaten, Fugen, Präludien und Kantaten. 1714 wurde er schließlich zum Konzertmeister ernannt.



Johann Sebastian Bach wurde langweilig und er beschloss neue Wege zu gehen. Musikliebhaber, Fürst Leopold von Anhalt- Köthen sollte sein neuer Arbeitgeber werden. Herzog Wilhelm, der Bachs Entlassungsgesuch nicht entsprach, sperrte den aufgebrachten Bach einen Monat in den Kerker.

1717 trat er dann  seine neue Stelle in Köthen als Hofkapellmeister an. Er war glücklicher Familienvater, relativ wohlhabend und schuf in dieser Zeit die meisten seiner großen weltlichen Kompositionen, wie: Das Wohltemperierte Klavier I, die 6 Brandenburgische Konzerte, Sonaten, Suiten, an die 30 Kammerkantaten und viele mehr.

1720 starb seine geliebte Frau, die er, weil er unterwegs war nicht einmal beerdigen konnte.

1721 heiratete Johann Sebastian Bach die sehr junge Anna Magdalene Wilcken, mit der er 13 Kinder hatte. Von seinen insgesamt 20 Kindern überlebten jedoch nur 5 Söhne und 4 Töchter.

Fürst Leopold heiratete eine Prinzessin von Anhalt-Bernburg. Sie hatte keinen Sinn für Musik und so ging Bach nach Leipzig, wo er ursprünglich nur dritte Wahl, nach Telemann und Graupner war. Da die beiden Musiker jedoch absagten, stellte man den aus ihrer Sicht nur „mittelmäßigen“ Bach ein.

Am 1. Juni 1723 wurde er offiziell in sein neues Amt als Thomaskantor und Universitätsmusikdirektor zu Leipzig eingeführt. Sein Gehalt war deutlich niedriger als zuvor, dafür hatte er mehr Aufgabenbereiche. Er hatte Latein zu unterrichten, Orgel zu spielen, jeden Sonntag eine Kantate zu schreiben, die gesamte Musik in Leipzig zu koordinieren u. v. m.

Bach, ein Arbeitstier geriet trotz der enormen Belastung in einen Kreativitätswahn.

Hier entstanden seine größten Werke: Johannes-, Matthäus-Passion, h–moll–Messe, Weihnachtsoratorium, Italienisches Konzert, Kunst der Fuge u. v. m. Insgesamt hat er 295 Kirchenkantaten komponiert von denen heute nur noch ca. 190 erhalten sind.

1736 wurde Johann Sebastian Bach zum kurfürstlich– sächsischen Hofkompositeur ernannt.

1747, bei seiner zweiten Reise nach Potsdam, wollte Friedrich der Große ihn testen. Er gab ihm ein Fugenthema und Bach konnte es problemlos dreistimmig wiedergeben. Aus diesem Thema entstand dann später das „Musikalisches Opfer“.



Johann Sebastian Bachs Augen wurden immer schlechter. Nach zwei erfolglosen Operationen (damals ohne Narkose) erblindete er. Die damals vollzogenen Aderlässe ließen ihn immer schwächer werden, bis er schließlich am 28. Juli 1750 starb.

Bach war zu Lebzeiten kein Megastar und galt eher als durchschnittlicher Musiker. Durch die 1802 erschienene Bach-Biographie von Johann Nikolaus Forkel, der als einer der Begründer der Musikwissenschaft gilt, begann ein Bachboom. Die Wiederaufführung der Matthäus-Passion von Bach unter Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahr 1829 leitete die Bach-Renaissance ein.

Johann Sebastian Bach und Andrés Balhorn haben übrigens beide am gleichen Tag Geburtstag: 21. März! Ersterer nach dem Julianischen, zweiterer nach dem Gregorianischen Kalender.

R. I. P. Johann Sebastian Bach

Musiktipp: AIR (Johann Sebastian Bach)

In der Classical/ Crossover-Interpretation von David Garret

Music Monday 7, am 24. Februar 2014 mit Dead Rock Head: George Harrison.

 

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Andrés Balhorn

Owner and Founder bei POWERVOICE
Andrés Balhorn ist POWERVOICE Gründer, Vocal Coach Ausbilder, Rocksänger, Produzent und Komponist. Seit 1987 ist er als Dozent ein Vorreiter für modernen für Rock/ Pop Gesangsunterricht. Sein 1996 im GERIG Verlag erschienenes Buch POWERVOICE avancierte zum Fachbuchbestseller und ist mittlerweile in der 14. Auflage. Mit mehr als 600 gegebenen Workshops ist er einer der erfahrensten Vocal Coaches in Europa.

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