POWERVOICE goes Südamerika – Teil 6

POWERVOICE goes Südamerika – Teil 6

MONTAG, 17. März 2014

Um 7:45 h geht es in die Schule Instituto Carlo Culmey. Heute gebe ich mit Gereon Deutschunterricht und zwar in mehreren Altersklassen. Der Plan ist es einen deutschen Text für den Song: Monte Carlo zu schreiben. Ich habe ein vorbereitetes Playback, werde eine neue Melodie darauf schreiben und mich textlich von den Ideen der Schüler des Instituto Carlos Culmey inspirieren lassen.

Etwa 20 Schülern zu erklären was ich vorhabe, gestaltet sich als sehr schwierig, da die Lautstärke in dem Raum sehr hoch ist. Einige Schüler gratulieren mir zum Fernsehauftritt, andere unterhalten sich und lachen fröhlich. Es ist schwer sich Gehör zu verschaffen, da Fröhlichkeit und Unterhaltensdrang zur typischen argentinischen Mentalität gehören.

Ein Song entstehtZum Glück, so denke ich zu diesem Zeitpunkt zumindest, gibt es ein paar richtig gut Deutsch sprechende Mädchen, die meine Worte übersetzen können. Ob das allerdings bei allen angekommen ist, wage ich zu bezweifeln. Gereon´s Spanisch wird auch immer besser und so gelingt es uns irgendwie den Plan vorzutragen.

Wir hören uns das Playback „Kick him in the ass“ an, zu dem dann der Song entstehen soll. Die Computerboxen machen einen Lärm, wie 4 Ameisen – man würde ein wenig hören, wenn absolute Ruhe wäre. Absolute Ruhe in argentinischen Schulen gibt es! In den Ferien! Man hört also von der Musik so gut wie nichts. Ich bitte Gereon und zwei Schüler die Schulanlage zu besorgen. Mit den restlichen Schülern versuche ich eine Songstruktur zu erarbeiten. Schulunterricht ist in Argentinien genauso populär, wie in Deutschland. Die Kids haben irren Spaß am Lernen und sind immer höchst konzentriert und aufnahmebereit. Ich hau auch mal ein „Schnauze, jetzt“ raus. Es wirkt sogar – ein paar Sekunden, vielleicht aber auch nur, weil die Jugendlichen kurz überlegen, was der Langhaarige damit meint, denn Deutsch verstehen und sprechen fällt den meisten recht schwer 🙂

.Die Struktur steht dann irgendwann, weil ich die Abkürzung genommen habe, indem ich die Worte: „Intro, Strophe, Pre-Chorus, Chorus, Solo, Bridge, Outro“ mit Hilfe eines Schülers an die Tafel schreibe. Dieser eine Schüler ist zum Glück Musiker.

Wir bauen die Anlage auf. Der Song kommt gut an und den Refrain, der erst einmal nur aus den Worten „Monte Carlo“ besteht wird bereits mitgesungen, nicht immer an den Stellen, wo die Worte hingehören, aber immerhin… Wir teilen die Schüler in vier Gruppen ein.

Jede Gruppe soll einen kleinen Rap-Text schreiben, bei dem es darum geht, was Monte Carlo für die Gruppe bedeutet. Als wir starten wollen und ich froh bin, dass etwas Ruhe eingekehrt ist läutet die Pausenklingel und eine unglaubliche Energie bewegt sich Richtung Klassentür. Man, haben die gerade eine Motivation raus zu rennen. Gereon versucht mir eine Struktur für die zweiten 40 Minuten abzugewinnen, weil er es auf der Uni so gelernt hat. Mein Bauchgefühl sagt, dass hier Struktur wohl eher nicht angebracht ist: Ich einige mich mit ihm auf „keine Struktur“ 🙂

.In der zweiten Stunde klappt es mit dem Texten ganz gut und wir haben ein tolles Resultat. Am 25. März werde ich den Song im Rahmen eines Konzertes präsentieren, ob mit den Schülern, oder ohne. Das wird die Tagesform meiner Nerven entscheiden. Wie sich später zeigen wird nehme ich die Arbeit an dem Song mit in die POWERVOICE Academy nach Deutschland und werde den Song dort im Studio fertig stellen.

Ich bin mit meinem Schultagespensum durch. Wanda holt mich ab und wir fahren in die Stadt, um mir eine Sonnenbrille und Cola Light zu besorgen. Die Sonnenbrille aus Posadas hat immerhin ein paar Tage gehalten. Sie muss in der Klasse gerissen sein, als mein Hirn fast geplatzt ist.

Im Brillengeschäft ist es ungewöhnlich warm, trotz Klimaanlage, denke ich. Die Besitzerin und Freundin von Wanda erklärt uns, dass es soeben einen Stromausfall gegeben hat. Das kann durchaus mal einige Stunden dauern. Schuld sind zumeist durch Sturm abgerissene Äste, die das Netz lahmgelegt haben, oder eine Überbeanspruchung durch eine der größeren Firmen, die ihr Stromlimit nicht eingehalten haben – böse, böse… 
Wandas Freundin hat auch nur Edelbrillen, empfiehlt uns aber eine Geschäftszeile, wo man günstige Haarklemmen mit dunklen Gläsern bekommt. Ich kaufe zwei stylische Sonnenbrillen für umgerechnet € 5,-. Wenn sie jeweils so lange halten, wie meine Posadas-Brille, dann könnte ich bis zum Rückflug nach Deutschland ein funktionierendes Gestell auf meiner Stirn tragen. Abwarten… Einer Ray-Ban stehen ca. 28 Kurzfunktionsteile gegenüber…

Wir gehen zum „Cooperativa Supermarkt“. Die Cooperativa ist ein Zusammenschluss von Geschäftsleuten und Kleinbauern, die 1930 gegründet wurde, um die völlig überhöhten Vermittlungskosten in der damaligen Zeit zu unterbinden und die Vertriebswege zu vereinfachen. Zur Cooperativa gehört die Herstellung und Verarbeitung von Yerba (braucht man, um Mate zu trinken) und Mandioca, sie haben aber auch Tankstellen und Supermärkte.

Ich wurde im Vorfeld meiner Reise von allen möglichen Südamerikareisenden gewarnt: Pass immer auf deine Sachen auf! Da hier kaum einer in der Stadt einen Laptop hat, denke ich, dass meiner jede Sekunde gefährdet ist und schließe ihn in einen der dafür vorgesehenen Schließfächer ein. Diese Fächer werden immer vom Geschäftsführer beobachtet, hat er doch sein Büro im Einkaufsbereich, direkt an den Kassen mit Blick auf die Einkaufswagen und die Schließfächer. Ich vertraue ihm also „mein Leben“, wie ich meinen Laptop nenne, an.

Wir kaufen ein und an der Kasse unterhält sich Wanda ausgiebig mit der Kassiererin. Hinter uns warten zwei Damen geduldig. Warten ist eine Eigenschaft, die Argentinier und Engländer gemeinsam haben. Den Falklandkrieg haben die Argentinier 1982 leider gegen die Briten verloren. Um die Wette Schlange stehen hätten sie spielen sollen, dann stünden sie noch heute…

Es geht zum Essen mit der ganzen Familie. Gereon schleppen wir wieder mit. Es gibt panierte Fleisch, Gemüse, Mandioca und Salat. Wanda und Hepi haben ja Imi, die Haushälterin, die hervorragend kocht, näht, bügelt, putzt, Kaffee kocht und immer gute Laune hat. Immerhin hat sie auch noch eine Familie mit Mann und zwei Kindern zu versorgen.

Feuerwehr Monte CarloNach dem Mittag versuchen wir in einem Elektrogeschäft Boxen für die Schule zu besorgen, was sich als Problem herausstellt, da es hier keine gute Auswahl an Boxen gibt. Der Sound ist auch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich suche nach einem Boxenpaar, das zwischen den sehr schlechten Computerboxen und der großen Anlage seinen Dienst erfüllen soll, quasi als schnelle, aber auch qualitativ ansprechende Einsatzmöglichkeit. Wir werden in eine andere Stadt fahren, um die Boxen und zusätzlich ein paar Kabel zu besorgen. In der Straße, wo wir parken ist die Feuerwehr. Sie ist der Stolz Monte Carlos. Zwei in Deutschland ausrangierte Fahrzeuge aus den 60ern und 70ern sind die modernsten Feuerlöschfahrzeuge in ganz Misiones, das übrigens genauso groß ist, wie Belgien.

Hepi fragt mich, ob ich den Pastor seiner Gemeinde kennenlernen möchte. Hepi ist ja vor ein paar Jahren aus der Gemeinde Gottes ausgetreten, weil ihn etliche Sachen nicht mehr zufrieden stellten, was ich auf Grund meiner Erfahrungen dort sehr gut nachvollziehen kann! Natürlich möchte ich seinen neuen Gottesmann kennen lernen. Dieser hat fragen lassen, ob ich in seiner Gemeinde ein paar Songs singen würde. Auf Grund meiner Erfahrung mit der ersten Gemeinde möchte ich den ebenfalls als „offenen“ beschriebenen Pastor gern erst kennenlernen, also startet das Casting.

Wir werden am Hauseingang ganz herzlich empfangen. Er und seine Frau wirken wie Wanda und Hepi: Ehrlich und offen.

Hepi und Andrés

Ich lasse mir seine Geschichte erzählen. Sein Vater ist Führer einer okkultistischen Sekte. Was ich dann alles höre klingt wie aus einem Drehbuch und es überkommt mich des Öfteren ein schauriges Gefühl. Er erzählt von Verhexungen, Verfluchungen, Tod durch Beschwörung. Menschen, die sich in ihre Eltern, oder Großeltern verwandeln und mit denen man sprechen kann. Ich denke mal, dass da eine Menge Drogen bei den Ritualen im Spiel sein mussten.

Er erzählt auch von der Bibel für Satansanhänger und von der Bekehrung der Familienmitglieder zum christlichen Glauben. Immer wieder höre ich, dass der Tod etlicher Anhänger vorausgesagt wurde und eingetroffen ist.

Der Vater opferte erst Tiere, dann sogar Kinder und Angehörige, um vom Satan immer mehr Macht zu erhalten. Sie gingen mit ihm in den Urwald und nur er kam stets zurück.

Es sind zu viele und unglaubliche Geschichten und um sie hier auszuführen bedürfte es einer weiteren Blogreihe. 
Ein Beispiel: In seinem eigenen Garten entdeckte der Pastor in einem Meter Tiefe, in einer Plastikflasche mit den Todesdaten von ihm und seinen Geschwistern, geschrieben mit menschlichem Blut. Der Vater hatte diese Flasche vergraben lassen und sein Fluch sollte die ganze Familie auslöschen, da sie sich von ihm abgewandt hatte.

Andrés, Pastor einer Gemeinde in Monte CarloEine weitere Geschichte möchte ich noch erzählen: Sein älterer Bruder eines Tages aus der Bibel vor, wurde ganz ernst und sagte, dass er gleich sterben würde. Er setzte sich auf den Schoß der Mutter und verstarb in ihren Armen. Die Geschichten klingen so abgedreht, die Augen, die Körpersprache und die Ernsthaftigkeit des Erzählers sind dafür aber umso beeindruckender! Als ich seinen Namen höre zucke ich zusammen, er heißt: Andrés.

Noch eine Story: Nachdem Andrés schon längst aus den Clan seines Vaters entronnen war kam eines Tages bei strömendem Regen ein Reiter zu seinem Haus geritten. Andrés dachte, dass es der Geistliche ist der ihn ab und zu zu Pferd besucht. Je näher der Reiter jedoch kam, desto merkwürdiger wurde sein Gefühl. Dann sah er, dass der Reiter kein Gesicht hatte und auf einmal fielen Pferd und Reiter in sich zusammen und verschwanden im Boden.

Sein Vater, der Satansanhänger lebt noch und betreibt weiterhin Okkultismus. Andrés sagt, dass er die Geister seines Vaters spürt, wenn sie in der Nähe sind. Die Stimmung in unserer Gesprächsrunde ist unheimlich…

Nach dem beeindruckenden Gespräch gehen wir in die gegenüberliegende Kirche, ich möchte mir die Anlage ansehen. Es ist ein einfaches Gotteshaus. Ich sage Andrés, dass ich gerne am Mittwoch hier singen würde. Er und seine Frau Isabel umarmen mich und freuen sich riesig und aufrichtig, dass ich am Mittwoch im Rahmen einer Zusammenkunft seiner Schäfchen einige Songs singen werde. Sie bitten mich ihnen während des Konzertes die Songs zu übersetzen, damit alle Anwesenden die Texte verstehen. Das werde ich gerne machen und Gaby fragen, ob sie zwecks Übersetzung mitkommt!

Dieser Besuch war einfach nur „Wow“!

Zu Gast bei EugenAm Abend fahren wir zu Wandas Tochter. Als Gereon und ich ankommen bereiten Eugen und sein Sohn Manuél gerade den Fisch vor. Einige Deutsch sprechende Argentinier sitzen mit den beiden Kindern am Tisch und spielen Qwirkle, ein 2011 zum Spiel des Jahres gekürtes lustiges Spiel. Es macht Spaß, ausgelassen mit allen zu spielen. Irma und Gerhard sind auch eingeladen, Irma sorgt mit ihrem anfänglichen Problemen mit dem Spiel für Gelächter, Mitleid und Hohn 🙂 Gereon und ich spielen mit den Kids. Ich führe mein Daumen ab/ Daumen dran Spiel vor und ernte eine Menge Fragezeichen.Wie immer höre ich auf, als die Aufforderung kommt den Daumen doch auf den Tisch zu legen…

Lecker FischEugen ruft zum Essen. Der Fisch ist mit Zitrone und Salz zubereitet und schmeckt kööööööstlich. Dazu gibt es Salat und einen hervorragenden argentinischen Rotwein. Hier schmeckt einfach jeder Wein, aber ich glaube, dass ich das bereits sagte.

Da Manuel ja Maracujas anbaut, bitte ich ihm Gereon eine Kostprobe zu geben. Selbstverständlich wird er ihm eine ganze Tüte mit 15-20 Früchten mitgeben. Es wird wieder einmal viel am Tisch gelacht. Irgendwann sagt die Uhr: Leute, Zeit zu gehen, also verabschieden wir uns und ich gehe mit Irma und Gerhard ins 100 Meter entfernte Schlafdomizil, um satt und zufrieden ins Bett zu gehen…

 

DIENSTAG, 18. März 2014

Da Hepi und Wanda mich als Familienmitglied aufgenommen habe möchte ich, dass sie meine Freunde aus Posadas kennen lernen. Also habe ich Gladys und Alfredo nach Monte Carlo eingeladen, u. a. wollen wir eine Motorboottour auf dem Paraná machen.

Hepi hat vor einiger Zeit eine Auftragsarbeit für einen befreundeten Kunden erledigt. Dieser konnte im Anschluss nicht zahlen und bot ihm sein Motorboot an, was Hepi jedoch ablehnte, da er wusste, was dem Kunden an dem Sportboot lag, schließlich hatte er mehrere Rennen damit gewonnen. Er bot dem Freund eine langfristige Ratenzahlung an. Eines Tages stand das Rennboot mit einem Zettel vor seiner Firma. Auf dem Zettel stand, dass das Boot auf Hepi umgemeldet ist. So kommt man in Argentinien an ein Sport-Motorboot…

Ich werde heute bei Irma kochen da ich es ihr zugesagt habe, denke ich noch, aber es sollte, wie so oft anders kommen.

Via Facebook meldet sich Gladys, dass sie in einen Sturm geraten sind und langsam fahren müssen, daher werden sie nicht vor 12:00 h da sein. Außerdem bringen sie noch ihren Roller in Alem vorbei, da dort eine Werkstatt ist, die ihr Modell reparieren können. Die nächste Nachricht besagt, dass es doch erst 13:00 h wird. Ich rufe Irma an und sage, dass es wesentlich später mit dem Essen wird. Irma schlägt vor, dass wir essen gehen sollen, da es ihr zu spät wird. Irma, ich hätte wirklich gern gekocht! 🙂

Ich spreche mit Hepi und wir beschließen beim Metzger feine Rippen für ein leckeres Asado zu besorgen.

Von dem Grill auf der Terrasse entfaltet sich der Duft Argentiniens: Aroma de Asado.

Gladys und Alfredo kommen an und wirken noch ein wenig geschafft und unsicher. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Familie genießen sie jedoch schnell die lockere Atmosphäre, besonders Alfredo, der gerne redet. Er hat ein ungeheures Wissen und es ist spannend ihm zuzuhören

Wanda, Hepi und alle vier in Monte Carlo anwesenden Kinder sind am Tisch. Es wird ein festliches Mahl. Matthias, Nelson und Alfredo verstehen sich prächtig, sind sie doch alle Technikfans.

RennschlittenMatthias fährt einen weißen Sportwagen, Nelson fährt Rennen mit seinem gelben Flitzer und Maschinen gibt es in Hepis Werkstatt genug…

Nach dem Essen gehe ich mit Gladys zu Irma und Gerhard, um ihren Computer zu inspizieren. Gladys, die ja Computerexpertin ist stellt schnell fest, dass der Computer der modernen Zeit nicht mehr gewachsen ist. Der sehr gepflegte Tischcomputer hat schließlich bereits 10 Jahre auf dem Po gesessen und alle technischen Neuerungen erlebt. Seit langer Zeit ist er zu müde, um am schnellen Internet richtig aktiv teilnehmen zu können.

Immer wieder macht Gladys Technikchecks, doch das Ding will seine Leistung nicht steigern, es scheint Lebensmüde zu sein und verweigert sich nur einfachen Aufgaben nicht. Es ist nun mal ein Fiat sagt Gladys. Es muss ja kein Ferrari sein, aber ein Fiat ist zu schwach, um bspw. Sendungen, wie Rote Rosen damit zu schauen.

Die Zeit rauscht an uns vorbei und ich dränge ein wenig, da wir auf dem Paraná Motorboot fahren wollen. Als ich Wanda anrufe, dass es gleich losgehen kann, sagt sie, dass Hepi in den Startlöchern stehe und das Boot verladen ist.

Gerhard, der eigentlich mit wollte ist es zu kalt und seine Befürchtung, dass das Gewitter in Kürze ausbrechen kann, lässt ihn zurückbleiben. Natürlich könnte das gefährlich sein, aber ich möchte ja alles erleben und Geschichten schreiben können!

Wir müssen Alfredo von seinen neuen Technikfreunden losreißen, er hat den Ausflug bei seinen intensiven Gesprächen komplett vergessen, aber dann kann es endlich losgehen.

AnlegestelleWir melden uns an der Anlegestelle, die auch gleichzeitig die Rezeption des Restaurants ist mit unseren Personalien an.

Hepi bringt das Boot zu Wasser und wir steigen der Reihe nach über das Heck ins Boot. Der Motor ist neu. Hepi gibt Gas und wir rasen über den riesigen Paraná. Ich genieße den Wind und schreie meine Freude laut raus. Die mitfahrenden Argentinier Hepi, Gladys und Alfredo erfreuen sich an meinen Lauten, doch plötzlich herrscht Totenstille… Hepi hat den Motor ausgemacht und hält plötzlich an. Die drei Argentinier (ich werde mich in Kürze so nennen dürfen) unterhalten sich angestrengt, natürlich in der Sprache, die alle drei sprechen: Spanisch. Was ist los, denke ich, sollte der Motor etwa defekt sein?

Hepi lässt den Motor erneut an und senkt ihn immer wieder ins Wasser, um ihn dann wieder hochzustellen. Es qualmt wie verrückt. Die Gesichter sehen noch entgleister aus, als zuvor. Ich frage Hepi, was passiert sei. Ruhig, wie immer antwortet er, dass er die Wassertiefe des Motors testen müsse, da der Motor recht neu sei. Dann geht die Fahrt weiter und wie…

Wir fahren Richtung Iguazu, also Strom aufwärts. Leute, das ist so unglaublich geil in der Sonne auf einem Riesenfluss zu düsen, rechts der Urwald Argentiniens, links der Urwald Paraguays. Ab und zu winken uns Angler zu, manchmal brausen wir an einer der riesigen Holz verarbeitenden Fabriken vorbei. Auf der Paraguayseite, direkt gegenüber von Monte Carlo gibt es ein kleines Dorf, das gefälschte Markenartikel verkauft.

Alfredo Alfredo Erstmal einen Mate

 

 

 

 

 

In Paraguay werden Markenartikel kopiert und nach Argentinien geschmuggelt. Wir werden später auch nach Paraguay kommen, aber jetzt ist erst einmal hier auf dem Paraná grenzenlose Freiheit angesagt. Nach etlichen Kilometern stoppt Hepi das Boot und lässt es treiben. Gladys reicht einen von Wanda vorbereiteten Mate reihum. Das ist Chillen vom Feinsten: Tranquilo und Paciencia heißt es hier. Sich ruhig austauschen, Mate trinken und genießen. Hepi und Alfredo unterhalten sich auf Spanisch, ab und zu erklärt mir Hepi die Gegend, aber die meiste Zeit denke ich daran, dass es so unwirklich ist hier zu sein, hier, in der Gegend habe ich meine Kindheit bis zum Alter von dreieinhalb Jahren verbracht…

Die Insel mitten im Paraná

Der Sturm kommt auf und während ich Hepi frage, ob wir noch um die Insel mitten im Paraná fahren könnten, sagt er mir, dass er mir gerade die Insel zeigen wollte. Sie gehört zu Argentinien und Hepi hat hier mit der ganzen Familie schon mal Urlaub gemacht, als die Wirtschaftsumstände keinen größeren Urlaub zuließen.

 

 

 

Der Himmel zieht sich zuDa das Unwetter immer näher kommt werden wir die Insel lediglich umfahren und keinen Fuß darauf setzen. Die auf der Insel lebenden Affen sollen alles zu scheißen, sagt mir später Wanda. Ich bin gespannt, ob wir den Schiss mitbekommen, wenn Marion und ich noch einmal in den Genuss einer Bootsfahrt kommen werden… Werden wir, aber die Insel werde ich bei einem weiteren Argentinienaufenthalt mal besuchen.

Wir erreichen das Festland und können das Boot noch gerade im Trockenen auf den Hänger laden, dann geht das Unwetter auch schon los. Es gießt in Strömen, ein unglaubliches Naturereignis für den deutschen Gringo!

Es ist Essenszeit und Wanda hat mit der jüngsten Tochter Empanadas gemacht, die wir frittiert und gebacken zu uns nehmen. Es gibt auch Pizza, die in Pappkartons auf den Tisch kommen und abgedeckt ist, damit sie nicht auskühlt.

Die ganze Familie ist wieder zusammen am Tisch, Matthias erzählt von der Schießerei auf der Brücke nach Paraguay, als er in Deckung springen muss, um nicht getroffen zu werden. Auch Alfredo ist mal in einen Bandenkrieg geraten und knapp den Kugeln entkommen. Mir gefallen die Geschichten und ich möchte unbedingt nach Paraguay, aber da sich mein Borreliose geschädigtes Auge bemerkbar macht gehe ich ins Bett und schone mich ein wenig. Ich bin gespannt auf morgen und all den Geschichten, die ich dann erleben werde.
Beim Einschlafen denke ich noch daran, dass ich den sehr hoch eingestellten Ventilator kleiner stellen sollte, da ich ja morgen singen muss und dabei bin ich wohl eingeschlafen.

MITTWOCH, 19. März 2014

Am Sonntag bei Eugen war das Thema Argentinische Staatsbürgerschaft. Etliche Montecarlo-er haben die Deutsche und die Argentinische Staatsbürgerschaft und ich könnte einen Argentinischen Pass beantragen, da mein Argentinischer Kinderausweis nach 47 Jahren abgelaufen sein sollte…

6:00 h, Gladys und Alfredo sind bereits wach und unterhalten sich angeregt mit Wanda und Hepi. Es war ein aufregender Tag und die beiden haben hier neue Freunde gewonnen. Alfredo flüstert mir mit brüchiger Stimme ins Ohr, dass er mir dankbar ist, diese Leute kennen- und lieben gelernt hat. Ich bin gerührt und gespannt, wie die begonnene Freundschaft sich entwickeln wird.

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Um 7:00 h sollen wir beim Amt sein, um meinen neuen Pass zu beantragen. Die Eltern von Wanda, Walter 86 und Hertha, 81 Jahre alt und in so manchen Dingen fitter als der Deutschländer, wie ich hier anfangs oft genannt werde. Sie sollen gleich bestätigen, dass sie meine Eltern kennen und ich der Sohn von Rosemarie und Otto bin.

 

 

 

Walter und Herta6:45 h, die Eltern kommen mit ihrem 84-er Ford um die Ecke. Wir begrüßen uns herzlich, ich bin schließlich der Spezialfreund von Opa. Er und seine Frau sind aber auch zum Knuddeln 🙂

Ich darf, wie immer vorne sitzen – das ist seit Anfang an Gesetz, denn von hier aus kann ich alles am besten übersehen und genießen.

Im Auto sagen sie mir, dass es nicht bei einer Bestätigung meiner Geburt bleiben wird, man kassiert hier gerne auch mal mehrfach ab und so kommt es dann auch. Wir fahren zu der Bestätigungsstelle für die Bestätigung, dass ich meines Eltern Kind bin und müssen wieder zwei Straßen zurück zur ersten Stelle, da das Dokument erwartungsgemäß nicht vollständig ist. Ich brauche eine neue Bestätigung mit neuen Stempeln. Mit der zweiten Bestätigung klappt es dann aber doch schon. Ich warte in Anlaufstelle zwei. Hier sind alle furchtbar nett zu mir und tuscheln etwas von Aleman und Canal 5. Ich werde gefragt, ob ich verheiratet bin, und zwar in Zeichensprache: Es wird auf den Ringfinger gezeigt und auf mich. Ich schüttele den Kopf und ein Gekicher erfüllt den Raum, in dem nur Damen bedienen. Hinter mir warten bereits wieder sieben Leute, aber Warten ist ja Argentiniens…

Wanda hat in der Zwischenzeit die Eltern zu deren Auto gebracht und nach 20 Minuten kommt sie mir und der Schalterdame zu Hilfe. Meine Einbürgerung nimmt ihren Lauf: Fingerscanning von jedem meiner zehn Teile, dann ein Gesichtserkennungsfoto mit einer stylischen Webcam und schließlich meine Unterschrift. Alles andere regelt Wanda für mich. Kann sein, dass ich in 8 Tagen argentinischer Bürger bin, denke ich, aber es sollte anders kommen….

In Deutschland hat Marion übrigens meinen argentinischen Kinderausweis gefunden, den ich hätte vorlegen sollen. Dort ist eine Nummer eingetragen, die in Argentinien ein Leben lang meine Identität festlegt, sagte man mir, aber die Nummer gibt es nach 47 Jahren doch irgendwie nicht mehr…

Für 12:00 h sind wir in San Vicente mit Edmundo (man nennt ihn Chukrut) verabredet. Edmundo ist ein „Traktorbauer“, den Ricardo, mein persönlicher Reiseberater und Freund, 2006 bei der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland kennenlernte. Die beiden Männer wohnten in Argentinien keine 30 km auseinander und werden doch erst fast 12.000 km weit weg in einem Land, in dem die Deutschländer leben Freunde fürs Leben.

Als ich in Buenos Aires war hatte Ricardo zwei Tage lang keinen telefonischen Kontakt zu Chukrut aufbauen können. Er befürchtete eine Entführung, was nicht unüblich bei Unternehmern zu sein scheint. Gott sei Dank war aber die Telefonleitung seinerzeit in San Vicente defekt und so war Chukrut einfach nur nicht erreichbar.

RegenDie Fahrt wird auch wieder ein Erlebnis, da es Unmengen Wasser regnet. Hätten wir so einen Regen in Deutschland, würden wir Superlative bedienen. Hier ist es jedoch nur ein Regen von vielen.

Es ist auch wahnsinnig nebelig während der Autofahrt. Hepi erklärt mir, dass es Wolken sind. Wir kommen in San Vicente an und fragen nach Chukrut, so wird Edmundo und seine im Ort bekannte Firma ja hier genannt. Chucrut heißt Sauerkraut. Seinen Bruder nennen sie Pepino, also Gurke, seinen anderen Bruder ruft man schlicht La mayonesa, klar, Mayonaise und fertig ist der 3 Brüder-Salat… 🙂

 

EdmundoEdmundo hat in seinem Haus und seiner Firma unendlich viele Pokale stehen, alles Auszeichnungen aus seinen ehemaligen Beruf als Profifußballer. Er spielte noch gegen Mario Kempes, einen der ersten Vokuhila´s (Fußballfans kennen den Begriff: Er bezieht sich auf die Frisur: Vorne kurz, hinten lang) in Argentinien. Ein Star bei der WM 1978 in Deutschland. Ich habe Kempes und Ayala, die beiden Argentinier bewundert.

Edmundo ist River Plate Fan und meine Einladung am 21. März ins Boca Juniors Stadium belächelt er nicht nur, sondern zeigt mir klar, dass ich mit diesem Klub, in dem übrigens der Stern eines Diego Armando Maradona aufging, nicht auf der Sonnenseite des Lebens sei. Ich würde das Boca Stadion, die sogenannte La Bombonera am 22. März noch bestaunen dürfen… Am 30. März gewann übrigens River Plate bei den Boca Juniors 2:1. Gratuliere, lieber Edmundo!

“Natürlich” hat Edmundos Frau Asado für den Deutschen gemacht. Es gibt leckere Salate dazu, Wein, Cola und viele Geschichten.

Edmundos Tochter aus erster Ehe war 6 Jahre lang taub, ohne, dass es jemand bemerkt hat. Seine Frau verhinderte Untersuchungen in Deutschland. Nachdem ein deutscher Arzt in Argentinien die Taubheit, bedingt durch einen winzigen Wassertropfen bei der Geburt im Ohr, diagnostiziert hatte, wurde die Tochter schließlich operiert und kann nun wieder hören. Sie ist 22 Jahre, aber leider auch stark behindert.

Sie strahlt Fröhlichkeit aus und fragt, ob ich nicht auch füs sie singen könne. Ich sage ihr, dass ich sicherlich wiederkommen werde und dann machen wir eine Party, auf der ich auch für sie singen werde. Sie strahlt und ich werde mein Versprechen irgendwann einlösen.

Nach dem Essen gehen wir in die Fabrikhalle von “Sauerkraut”. Hepi, selbst Dreher mit etlichen Maschinen in Monte Carlo ist in seinem Element. Ich mache Fotos und unterhalte mich mit Wanda, bekomme jedoch von Edmundo immer wieder Geschichten erzählt. Mit 23 muss er sich entscheiden, weiterhin Profi zu bleiben und in eine ungewisse Zukunft zu gehen, oder eine Firma zu gründen, um Machinen für den Abtransport für Holz zu bauen. Er bekommt nur die Räder und von Mercedes die Motoren für seine Fahrzeuge, den Rest stellt er in seiner Firma in Argentinien, Brasilien und Chile her.

Wir setzen uns ins Büro und trinken Mate, als Wanda´s Stimme ein hohes “Hola” herausbringt. Ein Bekannter aus Monte Carlo kommt in das ca. 100 km entfernte San Vicente zur Tür herein. Er ist Zulieferer von Chucrut und möchte Geld abholen. Das würde in Deutschland ca. 2 Minuten dauern, da er bereits geliefert und Edmundo empfangen hat. Wir sind aber die Gäste von Edmundo und so muss der arme Kerl zwei Stunden warten, bis wir verabschiedet werden – hier in Argentinien ein ganz normales Prozedere. Das weiß der Bekannte und trinkt geduldig mit uns Mate… Er ist übrigens der Neffe einer Dame, die mich als Kind kannte. Hier scheint Facebook real zu sein: Jeder kennt jeden – irgendwie… 🙂

Wir verabschieden uns von Edmundo und erhalten von ihm noch die Einladung zu einem ganz besonderen Wasserfall ca. 50 km von San Vicente entfernt. Er soll sich über 3 km ergießen. Wenn wir das schaffen, werden Marion und ich natürlich gerne hinfahren, sage ich ihm! Die Gastfreundschaft hier ist einfach unglaublich. Da fahren die Menschen 300/ 400 km mit dir umher, um dir die Schönheit Argentiniens zu zeigen und dir alles ermöglichen, damit du das Leben genießen kannst und sehen es als selbstverständlich an…

Der Sturm ist noch stärker geworden, Hepi fährt den Wagen in die Halle, um uns vor den Unmengen Wasser, die von oben herunterkommen zu schützen. Auf den Straßen schießt das Wasser in einem Höllentempo bergab.

Wir haben zum Glück ein Auto mit Allradantrieb.

Über einen Umweg geht es in einem kleinen Ort, wo es einen Musikalienhandel gibt. Ein Schweizer mit deutschen Wurzeln führt den Laden. Er ist ein Nachkomme von dem Mann, der hier für die Gründung der einzelnen Orte/ Städte verantwortlich ist. Vor fast 100 Jahren hat der Geschäftmann sortiert: Die Evangelischen kommen nach Monte Carlo, die Katholiken nach Puerto Rico und die Reichen nach Eldorado. Fertig ist das System. Der Mann starb übrigens im Fluss, wie so viele andere Menschen, als sein Boot kenterte – er war Nichtschwimmer und wollte als Geschäftsmann nicht auf den Bootsführer warten, der extrem Verspätung hatte…

Wir kaufen schließlich einen Subwoofer mit Hochtönern, ich bin froh ein Geschenk für die Schule zu haben und etliche Kabel und Adapter, die es hier glücklicherweise in bester Qualität gibt.

Zurück in Monte Carlo holen wir meine Sachen bei Irma und Gerhard ab, da ich jetzt bei Wanda und Hepi mein Quartier beziehen werde, zumal ich ja stets mit den Beiden unterwegs bin. Irma und Gerhard bekommen in Kürze Manuel, einen Pastor aus Deutschland zu Besuch, den sie gut kennen. Ich habe Manuel als Kind das letzte Mal gesehen und werde ihm in Argentinien leider nichtz mehr begegnen.

Danke, liebe Irma und Gerhard, dass ich bei euch sein durfte!

Morgen geht es von Iguazu aus mit dem Flugzeug nach Buenos Aires, Marion abholen, Geburtstag feiern und eine Bustour machen.

In der KircheEs ist 19:50 h, um 20:00 h habe ich in der Gemeinde, in der ich das nette Gespräch mit Pastor Andrés hatte ein Minikonzert. Wir holen meine Übersetzerin Gaby ab. Sie lebte 10 Jahre in Deutschland und freut sich riesig als Übersetzerin fungieren zu dürfen, um ihr Deutsch anwenden zu können.

20:10 h, die Gemeindeleute warten geduldig, aber hier ist alles gechillt, nicht wie bei uns 🙂 Alles 20 anwesenden Gemeindemitglieder begrüßen mich, als wäre ich einer von ihnen.

Ich baue in Ruhe auf und meine neu erworbenen Kabel kommen zum Einsatz. Der Gitarrist, Sohn des Pastors Andrés, mit Namen Andrés und ein Sänger spielen einen tollen Song, während ich aufbaue.

Ich übersetze meine Songs jeweils von Englisch in Deutsch und Gaby übersetzt es für die Gemeinde in Spanisch.

Die Atmosphäre in der schlichten Kirche beeindruckt mich. Diese Wärme der Leute und ihre Herzlichkeit lässt mich nach Worten ringen. Die Dankbarkeit der Leute, das frenetische Klatschen bei “Unchain my heart”…. Ich bin total gerührt. Pastor “Andrés” gibt mir das Gefühl, dass ich hier immer willkommen bin. Ich sage zu, dass ich am nächsten Mittwoch mit Marion zusammen wieder singen werde. Hier ist ein Platz, wo Frieden und Lebensfreude sich paaren!

Ich werde in die Gebete mit eingeschlossen und es fühlt sich für mich nicht befremdlich an, sondern liebevoll und ernst gemeint.

Mit Hepi, Gaby, Andrés, dem Sohn Andrés und dem Sänger gehen wir noch essen. Hauptgericht: Fleisch satt für 40 Pesos, also knapp € 3,-. Mit den Getränken zusammen zahle ich für fünf Personen keine € 25,-.

Ich bin sowas von müde und gehe um 23:45 h ins Bett. Diesmal lasse ich den Riesenventilator aus, denn ich hatte den ganzen Tag ein latent entzündetes Gefühl im Hals…

Ich schreibe Nelson, dem ältesten Sohn von Wanda und Hepi noch eine Notiz, dass er bitte das Internet für mich klar machen möge. Bei Sturm nimmt man die empfindlichen Geräte vom Netz. Natürlich werde ich am nächsten Morgen an meinem Laptop sitzen und alles funktioniert. Danke Nelson!

Gute Nacht, meine Freunde, ich bin einfach nur glücklich und erfüllt! Ich habe hier meine Familie gefunden!

Argentinien ist ein spannendes Land! Ich würde mich freuen wenn Du meine Geschichten teilst!

hasta pronto! Andrés 

 

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Andrés Balhorn

Owner and Founder bei POWERVOICE
Andrés Balhorn ist POWERVOICE Gründer, Vocal Coach Ausbilder, Rocksänger, Produzent und Komponist. Seit 1987 ist er als Dozent ein Vorreiter für modernen für Rock/ Pop Gesangsunterricht. Sein 1996 im GERIG Verlag erschienenes Buch POWERVOICE avancierte zum Fachbuchbestseller und ist mittlerweile in der 14. Auflage. Mit mehr als 600 gegebenen Workshops ist er einer der erfahrensten Vocal Coaches in Europa.

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