Johnny Winter, beim  Woodstock-Festival 1969 dabei, aber im offiziellen Film nicht zusehen…

Johnny Winter, beim Woodstock-Festival 1969 dabei, aber im offiziellen Film nicht zusehen…

Johnny Winter, beim  Woodstock-Festival 1969 dabei, aber im offiziellen Film nicht zusehen…

Portrait von Ohlendorff Art - Johnny Winter

 

 

Johnny Winter (git., voc.)
* 23.02.1944 – 16.07.2014

Öl auf Leinwand (2014)
130 cm x 80 cm

 

Gemälde aus der Serie Dead Rock Heads Nr. 122
von Ole Ohlendorff.

Weitere Bilder des Künstlers findet ihr auf seiner
Homepage: www.ohlendorff-art.de oder auch auf
Facebook: Ohlendorff-Art

 

 

Dead Rock Head: Johnny Winter

Johnny Winter, geboren in Beaumont (Texas) war ein amerikanischer BluesGitarrist, Sänger und Produzent.

Johnny Winter kam mit Albinismus zur Welt. Er war der ältere Bruder des Musikers und Komponisten Edgar Winter. Bereits in jungen Jahren trat er zusammen mit ihm auf. Als er fünfzehn Jahre alt war, nahmen die beiden mit ihrer Band Johnny and the Jammers die Platte School Day Blues bei einem Plattenlabel in Houston auf. Seine Vorbilder waren Muddy Waters, B. B. King und Bobby Bland.

1968 begann Johnny Winter in einem Trio mit Bassist Tommy Shannon und Schlagzeuger Uncle John Turner zu spielen. Durch einen Artikel im Rolling Stone erhielten sie eine gewisse Aufmerksamkeit und bekamen einen Vertrag beim kleinen Label Liberty. Nach einem Auftritt im Fillmore East Anfang 1968 stieg der Bekanntheitsgrad des Musikers dermaßen an, dass sich bald RCA und Columbia um ihn stritten. Nachdem Columbia das Rennen für sich entschieden und einen für damalige Verhältnisse sehr hohen Vorschuss von 600.000 Dollar gezahlt hatte, veröffentlichte Winter im Mai 1969 das Album Johnny Winter.

Obwohl der Auftritt im August 1969 beim Woodstock-Festival gefilmt wurde, erschien er nicht im Film, da sein Manager sich mit der Filmcrew zerstritten hatte. Die Crew war anschließend der Meinung, dass der Auftritt „zu merkwürdig“ gewesen war.

Das im Jahre 1969 erschienene Album Second Winter hatte eine Besonderheit: Das Album hatte 2 LPs, aber nur 3 bespielte Seiten. Als Begründung schrieb Johnny Winter (Zitat): “We also really liked everything we’d done and didn’t want to leave any songs out. We couldn’t honestly give You more, and we didn’t want to to give You less, so here is exactly what we did in Nashville – no more and no less”.

Im Jahre 1970 nahm er den Song Rock and Roll Hoochie Koo mit einer Band auf, zu der auch Gitarrist Rick Derringer und Bassist Randy Jo Hobbs von The McCoys gehörten. Nachdem er bis 1973 massive Drogenprobleme hatte, kehrte er mit Still Alive and Well (unter Mitwirkung des Flötisten Jeremy Steig) zurück.

In einem anderen Bereich beteiligte er sich 1977, als er Hard Again von Muddy Waters produzierte. Die Partnerschaft der beiden brachte einige Alben hervor, die Grammy Awards gewannen. Im selben Jahr nahm er auch Nothing but the Blues zusammen mit Mitgliedern von Waters’ Band auf.

Winter war auch als Gastmusiker bei vielen namhaften Künstlern im Studio, so z. Bsp. bei Robert Palmer, Bob Dylan und John Lee Hooker.

Am frühen Morgen des 22. April 1979 trat Johnny Winter als Top-Act der 4. Rockpalast Nacht in der Essener Grugahalle auf. Dieser Auftritt machte ihn auf einen Schlag in Europa sehr bekannt. 1988 folgte die Aufnahme in die Blues Hall of Fame.

Am 12. Mai 2007 kam es auf dem Museumsplatz in Bonn zu einem Aufsehen erregenden Rockpalast-Konzert, in dem Johnny Winter als dritte Band nach Rick Derringer und seinem Bruder Edgar Winter auftrat. Vorher hatten die drei Künstler erfolgreich eine Reihe von Auftritten in den USA in dieser Konstellation absolviert.

Im Herbst 2008 spielte Johnny Winter mit seiner Band (sowie mit Eric Sardinas & Big Motor als Vorgruppe) mehrere Konzerte in Europa, ebenso im Jahre 2010 – zum Beispiel auf den Leverkusener Jazztagen.

Auch 2012 war er wieder in Deutschland auf Tour, nachdem er mit Roots im Jahre 2011 sein 18. Studioalbum veröffentlichte, auf dem viele weitere Bluesmusiker mitwirken.

Johnny Winter starb am 16. Juli 2014 im Alter von 70 Jahren in einem Hotel im Bezirk Bülach (Kanton Zürich, Schweiz).

Posthum wurde sein Album Step Back Anfang 2015 mit einem Grammy als bestes Bluesalbum ausgezeichnet.

R. I. P. Johnny Winter

Musiktipp:  Johnny Winter – Mississippi Blues

Nächster Dead Rock Head: Johannes Brahms

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Rockige Grüße sendet
Andrés

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Andrés Balhorn

Owner and Founder bei POWERVOICE
Andrés Balhorn ist POWERVOICE Gründer, Vocal Coach Ausbilder, Rocksänger, Produzent und Komponist. Seit 1987 ist er als Dozent ein Vorreiter für modernen für Rock/ Pop Gesangsunterricht. Sein 1996 im GERIG Verlag erschienenes Buch POWERVOICE avancierte zum Fachbuchbestseller und ist mittlerweile in der 14. Auflage. Mit mehr als 600 gegebenen Workshops ist er einer der erfahrensten Vocal Coaches in Europa.

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